Monat: Juli 2011

 

Sie ist ein Model und sie sieht gut aus..

Als stolzer Vater macht man hin und wieder ein Foto seiner Tochter. Na gut, hin und wieder stimmt nicht. Eigentlich liegt immer irgendwo ein Fotoapparat oder eine Kamera herum. Und die werden reichlich genutzt.

Conny und ich haben relativ wenige Bilder aus unserer Kindheit. Um so mehr wollen wir die Entwicklung unserer Kleinen festhalten. Ab und zu führt das auch zu einem kleinen Fotoshooting. Das erste hatten wir bereits für die Geburtsanzeige. Seitdem sind schon ein paar gefolgt.

Gerade heute habe ich wieder gelesen, was man alles beachten soll. Auf Kindeshöhe arbeiten, Licht vom Fenster einfangen und vorallendingen sollte man auf keinen Fall einen Blitz verwenden. Das schreckt die Kinder ab.

Nicht so unsere Isabel. Wenn sie fotografiert wird, blüht sie auf. Sie achtet auf die Kamera, lacht und freut sich. Wie ein Model post sie wie man am Ergebnis sehen kann. Der Blitz stört sie dabei gar nicht, im Gegenteil, wenn es blitzt fängt sie erst richtig an. Als ob sie auf das berühmte Vögelchen wartet. Das einzige Manko: Sie lacht erst nach dem Blitz. Die langen Modell-Beine hat sie ja schon, was sich an der Stramplergröße 62 beweisen lässt (manche Oberteile in der Größe 56 muss man immer noch an den Armen  umkrempeln).  Und Speck mag sie auch nicht ansetzen.

„Kraftwerk – Sie ist ein Model“ auf Youtube.de

Der erste Kinobesuch…

Zum 8 wöchigen Geburtstag haben wir unsere Tochter ins Kino eingeladen.  Es gab Cars 2, den Lieblingsfilm aller Kinder.

Natürlich kann man so einen Film nicht im normalen Kino schauen. Schon vor fünf Jahren haben wir den ersten Teil im Autokino Gravenbruch gesehen. Wenn man in der Filmpause aussteigt und sich die ganzen Autos anschaut, dann erwartet man plötzlich, dass der Golf neben einem mit dem Cabrio  gegenüber zu reden anfängt, dass große Augen in den Windschutzscheibe erscheinen und die Autos lebendig werden. Aber es gibt kein Benzin, Kühlwasser oder Öl in der Pause, sondern die besten Hamburger der Region und ein Dosenbier. Alles das wollten wir im zweiten Teil wieder erleben. Und diesmal haben wir unser Tochter dorthin mit genommen.

Für ihren ersten Kinobesuch musste sie sich passend dazu kleiden. Das T-Shirt hatten wir die Woche zufällig im Laden entdeckt. Gut vorbereitet gingen wir das Abenteuer an. Die Kombitasche zum Schlafen, Wickeltasche, Pre-Nahrung, Kissen zum Stillen, alles wurde eingepackt. Einge nicht gebrauchte Ausrüstungs-Gegenstände wurden zweckentfremdet. So blieb das Bier für Andy schön kalt.

 

Im Kino angekommen wurde erstmal gestillt. Danach war unsere Tochter müde und schlief ein. Ein kurzes Kinoerlebnis für sie.  Wir genossen den Film. Conny jedoch nur bis kurz nach der Pause. Dann konnte sie die Augen nicht mehr aufhalten und folgte ihrer Tochter in das Reich der Träume.  Schade, damit verpasste sie den Rest des Filmes. Er kommt nicht an den ersten Teil ran, aber wir freuen uns schon beim zweite und dritten schauen viele nette Details zu finden, die wir diesmal übersehen haben.

Ich erinnere mich noch heute an meinen ersten Besuch im Autokino. Ich war vielleicht fünf oder sechs. Zusammen mit meinen Papa habe ich Herbie – Ein toller Käfer gesehen. Isabel wird sich an diesen Ausflug nicht mehr erinnern, aber das können wir ja später noch nachholen…

Wahrnehmung der Umwelt

Isabel beginnt sich jetzt immer mehr für ihre Umwelt zu interessieren. Das betrifft ihr Spielzeug genauso wie uns. Immer noch nach dem Motto: Nur Gucken, Nicht Anfassen.

Wie gerne sie schaut ist beim letzten Spaziergang im Wald besonders deutlich geworden. Die Klarsichtabdeckung des Kinderwagens gewährt einen freien Blick an den Walldorfer Himmel. Und das hat sie reichlich ausgenutzt. Während der ganzen Fahrt staunte sie und freute sich, wenn der Himmel, die Wolken und die Bäume sich abwechselten.

Fragen, die einen beschäftigen..

Manchmal verstehe ich einige Dinge nicht.

Wir benutzen neben der allgegewärtigen Pampers auch andere Windel-Marken. Die Hausmarke von DM, Babylove, hat nicht nur im Test gut abgeschnitten, sondern hat auch bei uns einen gute Eindruck hinterlassen. Es gibt sie in zwei verschiedenen Größen für unsere Tochter

  • newborn für 2 bis 5 kg
  • mini für 3 bis 6 kg

Mit ihren vier Kilo passt Isabel in beide Varainten. Bisher haben wir immer die newborn verwendet. Da hat die Packung 28 Windeln und ist schnell wieder leer. Jetzt haben wir gesehen, daß in der Mini-Verpackung 42 Stück drin sind.  Nach der Babylove Homepage zu urteilen, sind beide Windeln identisch. Aber trotz des unterschiedlichen Inhaltes kosten beide überraschenderweise auch das selbe. Die Mini-Windeln sind also nur fast halb so teuer wie die newborn. Dabei braucht man doch für eine große Windeln mehr Material, oder? Oder soll das nur die frischgebackenen Eltern gleich daran gewöhnen, dass sie zukünftig viel Geld für ihre Kinder ausgeben müssen?

Bei unserem Windel-Verbrauch werden wir künftig die Mini einsetzen. Zumal unsere Tochter gelernt hat, dass es sich in eine frische Windel viel schöner machen lässt als in eine Volle. So oft wie wir zweimal hintereinander die Windel wechseln, werden wir am Ende eh nichts sparen….

 

 

Haben Sie genug Schlaf?

Eine Frage, die alle jungen Eltern immer wieder hören. Wie klappt das mit dem Durchschlafen? Bekommen Sie genug Schlaf?

Unsere Antwort darauf ist ein klares JEIN.

Das mit dem Durchschlafen  klappt bestens. Unsere Tochter schläft gerne und lange. Ich weiß  viele beneiden uns darum. Abends gibt es zwischen 22:00 und 24:00 Uhr neben der Muttermilch ein große Portion Pre-Milch aus der Flasche. Daraufhin schläft sie recht schnell ein und wird vor 5:30h nicht mehr wach. Manchmal müssen wir sie dann sogar wecken, damit sie die nächste Mahlzeit bekommen kann. Einfach Elternfreundlich dieses Verhalten.

Bauarbeiten vor der TürAber genug Schlaf bekommen wir trotzdem nicht. Seltsam, nicht wahr? Wir haben die Rechnung ohne unsere Umwelt gemacht. Irgendjemand meinte uns jungen Eltern eine Baustelle vor die Tür stellen zu müssen. In unserem neuen Wohngebiet werden die Baustrassen jetzt zu richtigen Strassen ausgebaut. Und das jeden Morgen ab 7:00h. Presslufthammer, Asphalt-Schneidemaschine, Bagger wechseln sich ab uns IMG00114-20110725-0725morgens mit lauten Geräuschen aus den Schlaf zu holen. Und weil das noch nicht reicht, kam heute um 6:40h die Müllabfuhr unter unserem Schlafzimmerfenster vorbei. Vielen Dank.  So können wir zusammen mit den anderen Eltern leiden.

Jobangebote sind willkommen

img_0687Nicht einmal sieben Wochen war unsere Isabel alt, als sie bereits den zweiten direkt an sie adressierten Brief erhielt. Diesmal griff die Deutsche Finanzverwaltung nach unserer Tochter. Sie bekam ihre eigene Steuernummer. Falls sie bereits eigene Einkünfte hätte, könne sie die damit auch ordentlich versteuern.

Wer also ein lukratives Jobangebot für einen sieben Wochen Säugling hatte, bitte bei uns melden.

U3 bestanden

Ein bisschen zu leicht, aber sonst alle Tests bestanden. So lautet das Fazit der U3.

Isabel June ist jetzt schon um 5 Zentimeter gewachsen. Das sind 10% der Körpergröße bei der Geburt . Und mit 3800 Gramm hat sie fast 900 gr mehr als am niedrigsten Punkt. Vor 2 1/2 Wochen hatte sie gerade ihr Geburtsgewicht von 3200gr wieder erreicht.

Aber auch der Arzt hat seinen Test bestanden. Sehr sympathisch, ausführliche und verständliche Informationen, gut organisierte Praxis, freundliche Behandlung. Da gehen wir gerne wieder hin. Aber wenn möglich nur zu den Vorsorgeterminen. Aber es ist beruhigend zu wissen, dass wir im Notfall mit dem Arzt auch gut bedient sind.

Mit den 55 Zentimetern  Körperlänge werden jetzt die ersten Strampler, Bodies, etc zu klein. Neukauf steht an. Was uns zu der Frage führt: „Warum passt ein 55 cm grosses Kind nicht mehr in Größe 56“?

In ihren Aktionen beginnt Isabel jetzt immer gezielter zu werden. Gegenstände werden ausführlicher beobachtet, das baumelnde Holzspielzeug wird immer interessanter. Nur anfassen ist noch nicht so toll. „Wenn Papa die Hand zum Spielzeug hinführt, weine ich lieber erstmal.“ Aber auch das wird kommen.

Auf Anraten des Arztes legen wir sie tagsüber öfter mal auf den Bauch. Das soll die Muskeln stärken und sie lernt besser krabbeln.  Das mit dem Krabbeln würde sie am liebsten sofort. Kaum liegt sie, geht der Popo hoch und die Beine schieben an. Aber die Arme haben weder Kraft noch Technik. Also versucht sie sich auf dem Gesicht vorwärts zu schieben. Das klappt nicht und macht keinen Spass. Und wenn es mit dem Krabbeln nicht klappt, wird Isabel von Minute zu Minute saurer, bis sie laut losschreit. „Wiso geht das nicht! Ich will aber Krabbeln! Ich will, ich will, ich will!!!“

Isabel’s erster Brief

Noch keine 6 Wochen auf der Welt und schon die eigene Post. Da ein kleines Mädchen auch mal krank werden kann, braucht sie natürlich eine Krankenkassenkarte.  Und diese wird dann natürlich an den entsprechenden Kartennutzer geschickt. Gut das wir als Erziehungsberechtigte den Brief öffnen dürfen. Sonst hätten wir noch ein paar Jahre warten müssen, bis sie selbst lesen kann.

Erste Post

Babylonisches Meinungs-Gewirr

Wenn es um Kinder geht hat jeder eine Meinung. Das ist ja nicht verkehrt. Auch bei dem Thema Stillen ist das so.

Das Problem ist nur: Diese verschiedenen Meinung sind oft komplett gegensätzig. Und keine davon ist die RICHTIGE.

Diese Erfahrung mussten wir selber machen. Das fing schon im Krankenhaus an. Jede der Hebammen hat ihre eigene Metode. Mal so, mal anders und manchmal auch auf keinen Fall so.

  • Das Kind auf jeden Fall wecken zum Essen, am besten alle zwei Stunden.
  • Schlafen lassen. Das meldet sich schon.
  • Einmal der falsche Schnuller und es verlernt das Saugen an der Brust.
  • Nebenbei immer die Flasche geben, damit es satt wird.
  • Den Fussballgriff verwenden, damit sie eine Hand frei haben
  • Das Kind zum Trinken animieren. Notfalls mit Ausziehen bis auf die Windel
  • Geduld. Das Kind holt sich schon aus der Brust, was es braucht.
  • Nie länger als 15 Minuten stillen. Dann kommt eh nichts mehr
  • und so weiter und so weiter

Nicht nur die Hebammen haben dazu unterschiedliche Meinungen. Privat geht das weiter. „Mein Kind..“, „Früher wurde gesagt…“ Und in das Internet sollte man erst recht nicht schauen. Google bringt zum Thema „Stillen Baby trinkt zu wenig“ knapp 899.000 Fundstücke. Und das ist nur dieser Satz und auf Deutsch. Immerhin unter einer Million, da kann man ja mal probieren, die durchzuschauen.

Man kann schon mal durcheinanderkommen, zumal die Meinungsvielfalt auch bei anderen Dingen weitergeht. Baby in Rückenlage oder Seitenlage und so weiter und so weiter.

Wir haben unseren Weg halbwegs gefunden. Aber immer wieder lauern am Wegesrand gute Hinweise, die einen in die Irre führen wollen. Zweifel kommen dazu und verleiten einen schnell, die Richtung zu wechseln. Das Tief ist überwunden, Isabel nimmt in den letzten Tagen gut zu. Fast schon zuviel. Anpassungen sind notwendig.

Es gibt nicht den RICHTIGEN Weg, es gibt nur ganz viele Wege. Welcher für uns drei der richtige ist, weiß niemand. Den müssen wir alleine finden. Eine der Sprüche in der Auswahl für unseren Flur war: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ von Franz Kafka. In diesem Sinn werden wir unseren Weg machen.

Unter Beobachtung

Seit gestern habe ich das Gefühl beim Flasche geben beobachtet zu werden. Der Blick über die Schulter zeigte mir nur das Standard Panorama von unserem Wohnzimmer. Man sieht zwar viele Häuser und die Strasse, aber keine Paparazzi. Nein, es ist niemand von draussen.

Unser Kleine Isabel beobachtet mich. Mit großen Augen schaut sie mich an, ob ich das mit dem Fläschen auch richtig mache. Vor einigen Tagen wirkten die Bewegungen der Augen zufällig. Jetzt hat man wirklich das Gefühl: Sie sieht Dich!

Interessiert schaut sie nun auch das rot-blaue Schweinchen an und folgt ihm manchmal auch mit den Blicken. Der Ring mit dem Schäfchen weckt noch nicht soviel Interesse.

Zeitgleich hat sie begonnen, mehr Aufmerksamkeit zu fordern. „Ihr könnt mich doch nicht einfach hier ablegen. Hier sehe ich doch nichts ausser dem Schweinchen. Das ist langweilig.  Beschäftigt mich.“ fordert sie lautstark ein.

Gestern nahm ich sie auf die Schulter, damit sie ein Bäuerchen machen konnte. Der Kopf ging sofort hoch, sie drehte ihn von aussen nach innen und blickte dann sogar über ihre Schulter zurück. Fast, als ob sie das Fläschen auf dem Tisch im Blick behalten wollte. Aber da ging wohl meine Fantasie mit mir durch….

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