Schreck in der Abendstunde

Draussen ist es schon dunkel.  Wir liegen alle drei gemütlich zusammen auf der Krabbeldecke. Andy erzählt mir von einem anstrengenden Arbeitstag und Isabel spielt seelig mit einer 0,5 Liter Flasche. In diversen Ratgebern wird immer von sogenannten „Haushaltsspielzeug“ gesprochen. Und es stimmt. Mit einer Papiertüte oder einer Knisterfolie spielt das Kind intensiver als mit dem schönen teuren Plastikspielzeug. Wie empfohlen haben wir in die leere Flaschen Linsen gefüllt, damit sie auch schön klappert. Nur haben wir nicht mit dem Forschungsdrang unserer Tochte gerechnet.  Ob sie uns immer beim Trinken aus der Flasche beobachtet hat oder weil es einfach die beste Stelle zum reinbeissen ist, weiss man nicht. Zumindest stieß sie plötzlich einen quiekenden Schrei aus und fing an zu brüllen. Sie hatte sich den Verschluss komplett in den Mund gesteckt. Die Arme vom Körper weggestreckt, ragte die Flasche steil zur Decke. Erschrocken versuchten wir die Flasche wieder herauszuziehen aber anstatt loszulassen hat Isabel in ihrem Schreck noch fester zu gebissen. Sekunden später (es kam uns vor wie Minuten) war die Flasche wieder draussen. Kurz darauf beruhigte sich Isabel und wir mussten beide herzhaft lachen. Das Bild, dass sich in unser Gedächtnis eingeprägt hat ist einfach zu komisch. Ich muss heute noch grinsen wenn ich daran denke.

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