Isabel zum Jahreswechsel

Ein Nachtrag in der Chronik

Manchmal bleiben Artikel im Blog als Entwurf lange stehen. Gut zwei Monate sind nicht wirklich lange. Aber in zwei Monaten passiert im Augenblick soviel, dass der Jahreswechsel für mich schon so lange her ist. Vieles hat sich geändert, besonders unsere Tochter. Zum Jahreswechsel hatte ich mit folgende Stichpunkte notiert, um über ihren Status zu berichten:

  • Drehen links und rechts
    Es fing mit einer Seite an, die andere hatte sie auch bald raus. Das Drehen. Das Drehen ist cool, man kommt an Dinge heran, die früher ausserhalb der Reichweite waren. Man kann auch ganz andere Dinge sehen. Das Blöde ist: Man liegt dann auf dem Bauch. Also schnell lieber nochmal drehen. Doch nicht immer ist genug Platz da. Das muss sie auch noch Lernen. Aber für das Erste ist die Drehbewegung bei Isabel abgespeichert. (Nachtrag: Sie ist so gut abgespeichert, dass sie jetzt immer, wenn sie nicht mehr weiter weiß, einfach dreht. Auf dem Arm, bei den Krabbelversuchen, überall. Nicht immer sinnvoll)
  • Stabile Seitenlage erhöht Reichweite
    Sie liegt jetzt gerne auf der Seite. Einfach nur ein bisschen Drehen und schon kann man auf der Seite liegen. Das macht Spass beim Schlafen, aber auch auf dem Wickeltisch sinnvoll. Jetzt kann man super an der Sonnenspieluhr ziehen oder mit dem Teddy spielen.
  • Zwei Spielzeuge zusammen hauen
    In jeder Hand einen Baustein.  Langweilig. Man kann ja nur einen in den Mund nehmen. Aber das Zusammenhauen bringt ganz neue Erfahrungen. Es knallt. Das macht Spass!
  • Trinken aus der Flasche
    An der Bierflasche hat sie es ja schon probiert. Auch an der Wasserflasche mit Linsen. Aber das war ja mehr zum Spielen als zum Trinken. Früher war Wasser oder Tee aus der Nuckelflasche j a verpönt. Aber jetzt, aus dem Becher, der Wasserflasche oder am besten aus Ihrer Trinkflasche ist sie mit dabei. Jetzt kann man auchmal Wasser trinken, wenn es gerade keine Milch gibt.
  • Drehen im Bett
    Warum sollte Isabel so liegen bleiben, wie wir sie ins Bett legen. Macht doch keinen Sinn. Also dreht sie sich im Bett wie eine Wilde. Gleich erstmal quer. Vielleicht auch 180 Grad gedreht. Egal, vieles ist noch Zufall, Hauptsache gedreht. Wenn man sie im Halbdunkeln aus dem Bett holt, muss man sie suchen. Sie könnte am Kopfende quer liegen. Oder doch am Fussende, audf dem Bauch liegend? Sicherheitshalber haben wir ja das Bett jetzt auch tiefergelegt. Keiner weiß ja, wann sie das mit dem Hochziehen versteht und den Sprung übers Gitter wagt.
  • Weihnachten
    Der Tannenbaum war faziniered. So ein grünes Ding in unserer Wohnung. Da muss Isabel direkt anfassen. Doof, der sticht. Egal der Baum ist so fazinierend, dass sie immer wiederzugreift. Das gleich Phänomen sehen wir bei unserer Stechpalme. Egal ob es wehtut, ich will das Grün
  • Alles Gute kommt von oben
    Das scheint sich Isabel ständig zu Denken. Sobald etwas von oben herunterhängt ist es interessant. Das Tuch vor ihr auf dem Boden – langweilig. Das gleiche Tuch gehalten – OOOHHHHH Große Kinderaugen staunen. Und so geht das mit allen was hängt. Der Schnuller, das Tuch, der Plüschhund an der Leine. Und ganz besonders die Weihnachts-Deko bei Segmüller. Tausende Lichter an lanken Ketten hängen im Foyer über mehrere Stockwerke. OOOOOOOOOHHHHHHH. Ungläubig staunend betrachtet Isabel das Schauspiel. Doch meistens ist es gar nicht interessant, was da hängt, sondern wo es hängt. Sie verfolgt die Leine bis nach oben und schaut, wo es befestigt ist. Vielleicht wird sie eines Tages Ingeneurin?
  • Krawatten
    Auch die hängen von oben herab, meist von Papas Hals. Da kann man toll dran ziehen, versuchen die in den Mund zu stecken und man kann sich festhalten. Besonders gerne genau dann, wenn ich kleine Abends beim Toben immer wieder hoch schmeisse und sanft in die Bettdecke fallen lasse. Dann greift sie in der Luft zu, hält sich an der Krawatte fest, damit sie nicht zuweit weg fliegt und laucht lauthals.
  • Waschmaschine
    Schon wieder Alles Gute kommt von oben. Wenn Conny die Waschmaschine ausräumt, dann liegt Isabel unter dem Wäscheständer und schaut zu, wie Conny die Wäsche über Ihr aufhängt. Alles hängt dann so tolle herunter. Nun, aber das sie ja auch das Drehen beherrscht ist Schluss damit. So hat sie sich selbst aus ihrem Paradies vertrieben.
  • Sylvester
    Für Isabel ein Tag wie jeder anderer. Wir hatten zum ersten Mal das Babyphone im Einsatz, doch zum Einsatz kam es nicht. Trotz der Knallerei (soviel war es ja auch nicht) schlief Isabel einfach durch. Für Verblüffung sorgte nur der Nachbar von gegenüber. Direkt nachdem der letzte Knaller durch war und alle Raketen verschossen waren, nahm er den Besen, kehrte kurz die Strasse und brachte alles wieder in Ordnung. Okay, seit wir in einer Eigentumswohnung wohnen, habe ich auch alle Fontänen, Vulkane etc gleich wieder eingesammelt und im Mülleimer entsorgt.

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