Monat: Februar 2013

 

Ich brauche die Decke

Manchmal haben Izzie und ich noch Kommunikationsproblem. Das wäre kein Problem, wenn Isabel nicht manchmal einen echten Dickkopf hätte. Ich weiß gar nicht, wo sie das her hat. Conny meint von mir, aber das kann ja gar nicht sein.

In diesem Fall wollte Isabel abends ihr Bett nach ihren Kopf gestaltet haben. Genauer gesagt wollte sie es wie morgens haben. Soweit hatte ich das auch verstanden. Nur was sie genau wollte war mir nicht klar. Sie bemühte sich redlich mir zu sagen, was sie wollte. Doch ihr fehlten die Worte und mir das Verständnis.

„Ich weiß was ich will. Nur wie erklärt man das dem Papa….“

Am Ende hatte ich verstanden, dass sie die Decke wollte. Conny konnte mir dann weiterhelfen und das Kommunikationsproblem klären.

Ich weiß gar nicht..

wovor ich mehr Angst hatte!

Heute ist Conny beim Sport. Papa-Tochter Abend ist angesagt. Wirklich lang sind die Abende ja nicht, weil wir fast sofort mit der Wasch und zuBettGeh-Prozedur anfangen.

Nach dem Wickeln setzte ich Izzie auf die Couch. Das Radio lief und spielte Faschingslieder, während Izzie brav da saß. Ich ging in die Küche und setzte Wasser auf. Als ich nach Izzie schaute, stellte sie gerade das Glas Wasser, das sie vom Tisch geholt hatte, auf die Couch und wollte hinterher klettern.  Ich nahm das Wasser ab und half ihr. Als ich wieder raus musste, kletterte Izzie gerade runter und holte sich die Ikea Tasse mit Deckel. „Gut dachte ich mir, dann kann ja nichts passieren“ und gehe raus.

Während ich so die Löffel für die Flasche abzähle kommt Isabel in die Küche. Zielstrebig und ruhig geht sie zu den Handtüchern neben mir, nimmt die ordnungsgemäß vom Haken (letzte Woche hat sie noch immer daran gezerrt statt sie leicht anzuheben) und verschwindet im Wohnzimmer.

Ich schwankte zwischen der Furcht, was da draussen gerade passiert ist und der Erkenntnis, dass unsere Tochter nicht mehr wirklich klein ist. Als ich rauskam stand sie vor der Couch. Ein Handtuch hatte sie in der Hand und wischte über den glücklicherweise recht kleinen Fleck auf der Couch, das andere Handtuch lag am Boden. Also doch beide Befürchtungen eingetreten: ein kleines Chaos auf der Couch und eine immer größer werdende Tochter. Aber beides werde ich verkraften können.

P.S. Heute morgen hatte ich auch schon Babysitter gespielt und einen  Stinker entfernt. Das war ihr so wichtig, dass sie das später der Conny erzählen wollte. Eine Geschichte mit Händen, Füssen und Lauten bei dem augenblicklichen Sprachschatz unserer Kleinen.

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