Monat: August 2014

 

Schon oder erst 2 Monate?

Joshua Wie so oft im Leben fragt man sich: „Ging die Zeit wirklich so schnell um?“, wenn man auf unseren kleinen Mann schaut. Er ist jetzt 2 Monate alt. Für uns wirkt er schon so alt. In unserer Erinnerung ist er deutlich größer und weiter als Isabel im gleichen Alter. In solchen Fällen sage ich gerne: „Die Erinnerung kann täuschen“.

Aber gestern haben wir auf dem Museumsuferfest in Frankfurt per Zufall an unserem Nachbartisch ein kleines Mädchen gehabt, dass auf den Tag genauso alt war wie Joshua. Und im Gegensatz zu ihm war sie klein, zierlich und noch ein typisches Neugeborenes, während unser schon heute so aussieht wie die vier bis sechs Monate alten Kinder in Connys Rückbildungskurs.

Kein Wunder, dass man die Zeit so schlecht einschätzen kann, wenn unser kleiner Mann beim Wachsen so ein Tempo vorlegt…

Geschrieben aus .

Geschwister

„Mama, bleibt mein Bruder eigentlich für immer?“
„Ja, Izzie. Wieso, magst Du ihn nicht mehr?“
„Doch. Er ist ein süßer Bruder.“

Na hoffentlich bleibt das so harmonisch…..

P.S. Bei dem immer wäre ich vorsichtig. Mit 18+X Jahre, spätestens wenn wir ins betreute Wohnung ziehen ist das „immer“ vorbei.

Geschrieben aus Frankfurt, Hesse, Germany.

Rechts oder links

Gestern haben wir im Wilden Esel in Weilbach den 70. Geburtstag von meinem Papa nachgefeiert. Isabel machte mit Mimi und mir den Spielplatz unsicher. Wir stürmten den Aussichtsturm (auf dem glatten Plexiglass legte sich Isabel hin, bevor jemand sie warnen konnte), kletterten, schaukelten, jagten Geister auf dem Barfussfad und spielten auf den Steinsofas.

Auf der Rückfahrt fuhr Conny. Ich spielte das TomTom und sagte die Richtung an. Im Gegensatz zum Navi aber flexibel. So in Weilbach am Ortsausgang: „Links oder rechts ist egal. Beides führt zum Ziel“, worauf Conny antwortete: „Du musst schon eine Richtung sagen“.

Am Ortseingang von Flörsheim wollte ich besser sein. „Der Strasse folgen“ sagte ich frühzeitig. Doch zu früh. Denn entgegen meiner Vermutung bog die Hauptstrasse links durch die Unterführung ab. Also sage ich schnell: „Rechts“. Mir war klar, das ich zwei gegenläufige Anweisungen gegeben hatte. Doch die Folge war mir nicht klar. Conny furh weder rechts noch links, sondern geradeaus. Ich sagte erstmal nichts, bis Conny irgendwann meinte: „Hier sind wir auf dem Hinweg nicht langgekommen“ „Richtig. Das kommt davon, dass Du auch woanders lang fährst!“

Da meinte Isabel plötzlich von der Rückbank:

„Rechts. Links. Papa, lass das nicht die Mama entscheiden“

Ein paar Minuten später, als wir erklärten, dass sie zuhause nicht mehr spielen darf, sondern ins Bett muss:
„Isabel, das ist heute schon sehr spät“ meinte sie
„Dann müssen wir zuhause mal auf die Uhr schauen“

 

 

 

Geschrieben aus .

Joshua dreifach

Den Joshua zu wickeln ist nicht einfach. Er läuft nacheinander aus allen drei Öffnungen. Wenn man den Puff beseitigt, dann pullert er. Wischt man die Puller auf, dann spuckt er. Und hat man das Wischtuch für den Mund, dann kommt der nächste Puff. Und dann wird es eng bei der Beseitigung.

Hinzu kommt, dass die Puller jetzt auch zielgerichtet mehr Schaden anrichten kann. Während ich einmal über ihn gebeugt mit ihm spielte, pullerte an mir vorbei auf den Fusboden. Und das von der Wickelfläche aus. Aber normalerweise trifft er eher mich. Dann muss man sich auch noch umziehen.

Gucken und Greifen

Mit seinem einem Monat erkennt Joshua schon Orte und Personen. Wenn er auf den Wickeltisch kommt, schaut er sich den Hampelmann an und ein Lachen erscheint auf seinem Gesicht. Auch den rosa Elefanten erkennt er und freut sich. Das ist schon recht früh für sein Alter.

Jetzt haben wir ihn unter das Spielgestell gelegt. Auch hier schaut er sich aufmerksam die hängenden Holzspielzeuge an. Heute habe ich mal seine wild durch die Gegend winkende Hand genommen und an ein Spielzeug herangeführt. Ein Lachen war die Folge. Das hat ihm gefallen. Später habe ich die Seitenstange über ihn gestellt. Die Spielzeuge sind niedriger. Beim Rumfuchteln kam er immer wieder an das Spielzeug und freute sich. Angestrengt beobachtete er Spielzeug und Hand.

Apropos angestrengt. Mit viel Kraft hebt er für lange Zeit sein Köpfchen, damit er alles anschauen kann. Egal ob Tapete, Bücher, Decken oder was sonst noch kräftige Farben hat. Er ist an seiner Umwelt interessiert und investiert viel Kraft in diese Neugier. Wir sind uns sicher. Joshua wird ein Krabbelkind. Und das bestimmt recht früh.

Wespenstich

Alles passiert irgendwann zum ersten Mal. Auch wenn wir gelernt haben, dass in diesem Fall das zweite Mal viel entscheidender ist.

Letzte Woche haben wir an der Plattform in der Garageneinfahrt 10-12 Wespen gefunden. Ich dachte, die wollen dort ein Nest bauen, habe aber nichts gefunden. Wespennester sollte man unterbinden, bevor sie unter Naturschutz stehen.

Am nächsten Tag bei dem Weg zur Kita lehnt sich Isabel dort über die Mauer. Plötzlich weint sie auf. Eine Wespe hatte sie in den Bauch gestochen. Das wurde auch schnell rot. Ich behielt sie im Blick. Nur keine allergische Reaktion bitte. Aber es sah alles gut aus. Es war rot und tat weh, aber zum Glück nicht übermäßig. Ich konnte Isabel dann doch noch in die Kita bringen. Die Betreuerin gaben dann Entwarnung. Die allergische Reaktion erfolgt frühstens beim zweiten Stich. Na super. Also müssen wir beim nächsten Mal wieder konzentriert aufpassen. Diesmal war zumindest unsere Aufregung zum Großteil umsonst.

Ein paar Tage später habe ich das Nest gefunden. Direkt über der Plattform ist es oben am Haus unter dem Dach. Gute 40-50 cm Durchmesser. Na super. Mal sehen wann der nächste Stich kommt.

Geschrieben aus .

Mein kleiner Finger

Auf Silikon oder Gummi steht unser Sohn nicht. Es muss Natur sein. Wenn es was zum Lutschen sein soll, dann nur die Brust (hier ist der Zugang reguliert) oder ein Finger.

Unsere Finger sind schon ganz durchweicht. Manchmal sind sie schrumplig wie nach zu langem Baden. Ich habe schon Angst, dass der kleine Finger schon um ein paar Millimeter abgelutscht wurde, bevor sich der kleine Mann an Schnuller gewöhnt.

Die haben wir in allen Größen und Formen. Aber selbst wenn er sich mal einen in den Mund stecken lässt. Lange bleibt der nicht drin. Blub ist er wieder draussen. Meist weil er ihn nicht will. Aber selbst wenn er ihn will, dann hat er ihn nicht unter Kontrolle und plumps ist er weg.

Frau Holle

Seit letztem Sonntag hat Isabel ein Hochbett. Am Donnerstag vorher hatten wir das Bett bereits gekauft. Diese Woche war das Bett übrigens im Angebot. 50€ d.h. 25% billiger. Darauf hatten wir eigentlich gewartet.

Aber am Samstag vor einer Woche hatte Isabel morgens plötzlich festgestellt, dass sie seit Tagen unsere Anforderungen erfüllt. Sie kommt abends nicht mehr raus, sie schläft gut in ihrem Bett ohne Gitterstäbe und eigentlich sei sie jetzt bereit für das Hochbett. Dem konnten wir uns nicht entziehen und setzen für den Vormittag einen Besuch im Dänischen Bettenlager an.

Als wir losfahren wollte, bekam sie doch kalte Füsse. „Nein, ich will kein Hochbett. Ihr habt doch Angst um mich“. Erst als sie im Laden auf dem Bett rumturnte, war sie wider Feuer und Flamme.

Und wie bei „Conny bekommt ein Baby“ kam der Onkel vorbei, um  das Bett mit auf zu bauen. In diesem Fall der Patenonkel Ralf. Gemeinsam bauten wir das Bett auf. Eine Menge Schrauben bleiben übrig. Wir checkten das zweimal. Aber dann stand das Bett. Mit Rutsche, Tunnel und Vorhang. Isabel war begeistert. Die Rutsche nahm sie nur vorsichtig in Besitz, aber der Rest wurde sofort in Beschlag genommen. Sicher kletterte sie hoch und runter, obwohl die Griffe noch fehlten. Auch Nachts war das kein Problem. Schnell schlief im neuen Bett ein.

Nach dem Aufbau spielte sie noch. So schüttelte sie ihren Schlafanzug durch das Bullauge im Tunnel aus.
„Das ist ja wie bei Frau Holle“, meinte Ralf. „Da unten schneit es jetzt“.
Isabel guckt, überlegt kurz und meint dann: „Nein. Da sind ja keine Federn drin“

Eingebaute Geheim-Funktionen

Aus der EDV henne ich das. Von Zeit zu Zeit zeige ich den Anwendern kleine Tricks. Eine Tastenkombination, ein Klick mit der rechten Maustaste oder ein kleines Tool, das komplizierte Vorgänge vereinfacht oder neue Wege möglich macht.

Ich hätte nicht gedacht, dass dies auch bei Kindern geht. Obwohl, den Trick mit dem Finger über die Stirn zu fahren um die Augen des Neugeborenen zu schliessen, ist ja bekannt.

Jetzt hat Antoinette, unsere Hebamme, einen weiteren Trick gezeigt. Wenn Joshua auf dem Wickeltisch liegt, kann man ihm fest in die Handflächen drücken. Dann beginnt er selber zu drücken und seinen Puff abzusetzen. Oft sind die Kinder dabei selber überrascht, erzählt Antoinette. Druckzonenreflex-Massage und so. Ja, hat man schon mal gehört. Aber wenn man live sieht, wie das funktioniert, ist man doch überrascht.

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