Autor: Andy

 

Ein Hauch von Weimar liegt in der Luft

Heute hat sich der FDP Kandidat Thomas Kemmerich in Erfurt mit den Stimmen von CDU und AFD zum Ministerpräsidenten wählen lassen.

Die von ihm angestrebte Regierung aus FDP, CDU, SPD und Grünen hat keine Mehrheit. Die von ihm gewünschten Brandmauern nach rechts und links wird er nicht aufrecht erhalten können. Heute standen alle Parteien vor der Wahl zwischen Rechts und Links. CDU und FDP haben heute sich für Rechts entschieden. Sie werden nur mit der AFD regieren können.

Ein trauriger Tag für die Demokratie.

Ich gedenke Esther Rotkopf

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz habe ich mich auf der Homepage Yadvashem.org registriert.

„Ich möchte, dass sich jemand erinnern wird, dass einst ein Mensch gelebt hat, der David Berger hieß.“ Aus Davids letztem Brief, 1941.

Auf dieser Homepage werden Namen der Opfer mit Erinnernden verknüpft. Ein Name sagt manchmal mehr als eine Zahl. Sechs Millionen sind nur eine Zahl. Ein Name ist ein Mensch und ein Schicksal.

Ich gedenke Esther Rotkopf, geborene Elberg, aus Warschau.

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=de&itemId=1962323

Bis auf diese Frau da

Joshua und ich waren heute alleine im Theater bei Rabe Socke. Danach ging es zu McDonalds.

„Ein richtiger Männer McDonalds, gell Joshua?“

„Ja, bis auf diese Frau da“

Conny: „Welche Frau?“

Joshua meinte die aus dem Happy Meal. In einigen Familien könnte das zu ernsthaften Problemen führen.

PlayStation im Auto

Nirvana – MTV unplugged

Das Nirvana Konzert ist auch für mich immer noch eines der Highlights der Musikgeschichte. Obwohl ich vorher mit Nirvana eher nichts am Hut hatte, Grunge und Alternative Rock ignorierte und dem Rock der Siebziger und Achtziger noch nach hing, sorgte das Konzert für einen Schwenk.

Trotz der Akustik-Variante hat diese CD es auf meine Football-Playlist geschafft. Nicht für jedes Spiel, aber regelmäßig für das Training. Das ist für drei akustische Gitarren und ein Schlagzeug sehr beachtlich.

Fasziniert hatte mich immer die Art und Weise wie Kurt Cobain die Lieder spielt. Der Grunge, diese Unzufriedenheit und Aggressivität, kommt in diesen Liedern gut rüber. Man kann es mitfühlen und es ist authentisch. Kein Wunder, dass ich die CD gerade wieder raus geholt habe. Die Wut und Depression habe ich im Moment und da passt das Konzert wie die Faust aufs Auge.

Ein Wunder ist eher dass ich zeitgleich einen Bericht im Stern gelesen habe. Das Konzert ist 25 Jahre alt. Wahnsinn, wo Kurt Cobain gerade mal 27 Jahre alt wurde.

https://www.stern.de/kultur/musik/nirvana-mtv-unplugged–das-legendaere-konzert-waere-beinahe-zum-desaster-geworden-8978202.html

https://de.wikipedia.org/wiki/MTV_Unplugged_in_New_York_(Nirvana-Album)

Die Geschichte zu dem Konzert war mir vorher nicht bekannt. Und das ihr größter Hit „Smells like Teen Spirit“ fehlt hätte ich vehement abgestritten. Und das nicht alle Lieder von Nirvana sind ist mir auch nicht aufgefallen. Um ehrlich zu sein, habe ich auch nachher meist das Unplugged Album gehört und nur selten die auch sehr guten Original Stücke von Nirvana.

Nach dem Artikel habe ich das Konzert nochmal angeschaut und finde es jetzt noch großartiger.

Auf das was da noch kommt

Der Herbst ist schon lange da. So langsam wandelt sich der goldene Oktober in den grauen November. Morgens dominiert lange der Nebel, es gibt wieder mehr Regen, Zeit für Depressionen.

Die Welt hilft da auch nicht weiter. Klimakrise, Umweltzerstörung, Trump, Brexit, AFD. Die „Streitkultur“ wird immer schlimmer, die Ansichten immer entfernter. Die Aussichten sind nicht toll. Wir stehen kurz vorm Scheideweg und ich weiß nicht in welche Richtung es geht.

Isabel hat zwei Einsen geschrieben in Mathe und Englisch. Ein Silberstreif. Aber die restlichen Meldungen zeigen, dass viel Arbeit auf uns zu kommt.

Auch im Büro sinkt die Stimmung von Tag zu Tag. Tristesse wohin man sieht. Überall.

Das stimmt so nicht ganz. Die Musik hält dagegen. An guten Tagen von Johannes Oerding habe ich gerade erst zum Lied der Ziegelei 2019 gemacht und Lied sowie Video versprühen gute Stimmung.

Aber auch Tim Benzko hält mit „Hoch hinaus“ mit und Vincent Weiß macht mit „Hoch hinaus“.

Es sieht fast aus als hätte sich die ganze deutsche Singer/Songwriter Szene der guten Laune verschrieben. Ist es eine Kehrtwendung oder nur ein letztes Aufbäumen vor der dunklen Zeit? Sowie die wilden Zwanziger vor Lebensfreude nur so sprühten?

Ich werde mich Max Giesinger anschließen und schon mal das feiern, was da noch kommt. In der Hoffnung, dass wirklich dass kommt, was wir erhoffen.

Auf das was da noch kommt!

Tim Benzko – Hoch hinaus
Vincent Weiß – Kaum erwarten
Johannes Oerding – An guten Tagen

Weltverbesserer

Der Erfinder der Dampfmaschine (manche streiten noch wer es war) benutzte jeden Tag in seinem Leben ein Pferd. Er musste nutzen, was zu dieser Zeit verfügbar war, um Erleichterungen für alle zu erfinden.

Der Erfinder der Glühbirne arbeitete bei Kerzenlicht.

Der Erfinder des Stahls hatte ein Haus voll Eisen.

Erfinder, die an sauberen erneuerbaren Energien arbeiten ,müssen Autos fahren, mit Flugzeugen fliegen und ihr Haus mit Gas heizen, weil nur das im Moment zur Verfügung steht.

An der heutigen Welt teilzunehmen disqualifiziert niemanden zu versuchen, diese Welt zu verbessern.

(Quelle Internet Facebook /Schöne Texte)

Nur mal so als Denkanstoß Herr Nuhr, wenn Sie ihrem Kind wieder mal die Heizung abdrehen wollen weil es sich für die Umwelt einsetzt..

Deutschland

Man kann ja über Deutschland sagen, was man will, aber immerhin kann man in Deutschland sagen, was man will.

Das war nicht immer so. Eine Zeitlang wurde aussortiert, wer in Deutschland sagte, was er wollte.

Das sollte man denen sagen, die sagen, man dürfe in Deutschland nicht mehr sagen, was man will, und die gern das Deutschland wiedererrichten wollen, in dem man nicht sagen durfte, was man wollte.

Thomas Stillbauer

Gerade aus oder lenken?

Joshua übt Fahrradfahren:

Papa, gerade ausfahren kann ich schon ganz gut. Nur die Kurven lenken mich ab.

Der Himmel weint mit uns

Heute ist ein trauriger Tag. Der Zaun wird gesetzt. Ich enttäusche das Kind in mir.

In meiner Kindheit in Flörsheim spielten wir immer auf den Wiesen und Spielplätzen der Häuser in der Nachbarschaft. Ob nun Schaukelfussball, Frisbee-Fußball oder Handball über die Wäschestangen.

Natürlich wurden wir auch oft verjagt. Damals sagte ich mir: So ein spiessiger Erwachsener wirst Du nicht.

Aber nun wird gegen meinen Willen unsere Wiese eingezäunt. Spielplätze gibt es in der Nachbarschaft überhaupt keine privaten mehr. Was ist aus unser Welt geworden. Nur noch Meins,Meins und bitte nicht so laut.

© 2020: Die Gebeks 50° Nord | KABBO Theme by: D5 Creation | Powered by: WordPress