Kategorie: Nachwuchs

 

Fluch und Segen

Alle Eltern haben sich über ihre Kinder schon mal richtig aufgeregt. So richtig aufgeregt. So sehr, dass sie sich fragten: „Warum tue ich mir das an?“

Aber es gibt auch diese Momente in denen man seine Kinder um Nichts in der Welt eintauschen will. In denen man sich fragt, warum man selber dieses einmalige Glück auf der Welt hab darf? Wenn der Moment den Lauf der Welt verändert und die sich Elternliebe der Unendlichkeit nähert. Und man nicht daran denkt, dass Millionen anderer Eltern zur gleichen Zeit das Gleiche über ihre Kinder denken.

Und an diese Momente, die in der Mehrzahl sind,  denkt man, wenn man die vielen Sprüche über Kinder und Glück liest.


Solange die Kinder klein sind,
gib ihnen Wurzeln;
sind sie älter geworden,
gib ihnen Flügel.
Indisches Sprichwort


Das Juwel des Himmels ist die Sonne!
Das Juwel des Hauses ist das Kind.
(Aus China)


Es wird hell, weil du da bist.
(Grußwort aus Afrika)


Wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen;
so wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben.
(Johann Wolfgang von Goethe)


Was eine Kinderseele
aus jedem Blick verspricht!
So reich ist doch an Hoffnung
ein ganzer Frühling nicht.
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)


Du darfst dich lieben wie du bist. Denn so bist du von Gott geliebt.
(P. Johannes Haas)


Mein Wunsch an dich: Werde, der du bist!
(P. Johannes Haas)


Jedes Kind bringt die Botschaft, dass Gott die Lust am Menschen noch nicht verloren hat.
(Rabindranath Tagore)


Ich wünsche Dir,
dass Du Dich nicht nur auf vorgegebenen,
eingefahrenen Spuren bewegst,
sondern Deine eigene Richtung
suchst und findest.


Für einen Augenblick hält der Himmel den Atem an.
Ein neuer Stern wird geboren und das auf Erden.

Manche Informationen verlieren ihren Wert

Diese Listen habe ich in meinen Notizen gefunden. Ich glaube nicht, dass ich die so schnell wieder brauche.

Kreissaal

  • Langes tshirt
  • Musik
  • Foto
  • Waschlappen
  • Kleingeld
  • Schlüpfschuhe
  • Socken
  • Trinken
  • Essen
  • Zeug für Andy

Kinderpflege

  • Õkotest jahrbuch kinder
  • Pflanzliche oele mandel olive
  • Zinksalbe statt penaten
  • Waermelampe
  • Thermoskanne waschlappen und feuchttuecher
  • 37 grad badewasser
  • Muetzchen auch bei 30 grad
  • Schlafdecke wolle
  • Kleenex
  • Kirschkernkissen
  • 3 Wochen kein Schnuller beim stillen
  • Lanolin oder vertrocknete muttermilch gegen wunde warzen

Ahnen – Mehr als nur Namen

Es ist ein Privileg des Alters, dass man sich um solche Themen Gedanken machen darf. Früher hat mich das nicht interessiert. Ich habe es aber auch wohl nie richtig verstanden.

Die Menschen stammen vom Affen ab!

Das klingt trivial. Jeder sagt das so einfach vor sich hin. Das bedeutet aber auch:

Von dem Tag an, als sich ein Kind auf die Welt kam, dass sich von seinen affenartigen Eltern so unterschied, dass es als erster Mensch gelten kann, bis heute gibt es eine Kette von meinen Vorfahren, die nie unterbrochen wurde. Es folgte Kind auf Kind. Generation auf Generation. Jedes Kind kam erfolgreich auf die Welt, wuchs auf, überlebte die Kindheit, fand einen Partner, sie wurden Eltern und brachten ein neues Kind auf die Welt. Generation für Generation. Und jede war zumindest so erfolgreich, dass sie das Leben weitergab, den „Circle of Life“ ungebrochen hielt. Und das war dann nur ein Strang meiner Ahnen. Den ich habe ja zwei Eltern, die beide jeweils Vorfahren haben. Und diese wieder und wieder. Im Mittelalter lebten tausende Menschen ihr Leben und ihre Fortpflanzung erfolgreich. Hätte es einer nicht geschafft (und wie viele sind dem Tod wohl schon von der Schippe gesprungen), dann würde es mich so nicht geben. Und damit auch nicht meine Kinder.

Die Geschichte war immer so ein lebloses Aufzählung von Fakten. Aber meine Vorfahren waren mehr als zahlreich in dieser Geschichte vertreten. Je weiter wir zurück gehen, um so mehr waren es. Und bestimmt auch viel weiter über die Welt verstreut als man annimmt. Sie erlebten den Untergang des römischen Reiches, die Entstehung des Christentum, bestimmt auch das ägyptische Reich, die Bronzezeit und auch die Steinzeit. Meine Vorfahren waren immer da. Und nicht nur einer. So gewinnt Geschichte an Bedeutung.

Vor 250 Jahren hatte ich schon 2046 Vorfahren. Das sagt zumindest die Mathematik. Und mit jeder Generation verdoppelt sich das. Wenn dem so wäre, kommen wir auf dem Zeitstrahl rückwärts schnell an den Punkt, an dem alle Menschen auf der Welt meine Vorfahren sein müssten. Wenn denn die Erdbewohner überhaupt reichen würden. Aber dafür haben die Statistiker den Ahnenschwund gefunden. Einige nennen es boshafter weise auch Inzucht. Manchmal haben Partner gemeinsame entfernte Vorfahren. Und dann reduziert sich zwar die  Zahl gleichzeitig lebenden Vorfahren. Aber die Kette zurück bis an die Anfänge der Zeit ist deshalb nicht unterbrochen. 

Die Überlegungen zu den Ahnen haben erst mit den Kindern richtig angefangen. Aber für Conny und mich gab es schon einen Punkt im Leben, an dem die Kette der Vorfahren uns beeindruckt hat. In dem Film „Enemy mine“ wird am Ende der Drac Zammie in die Gemeinschaft aufgenommen und kann seine Vorfahren in einer Reihe benennen. Gänsehaut pur.

Bei uns scheitert das schon sehr schnell. Klar, meine Eltern und meine Großeltern kann ich benennen. Aber dann hört es schon auf. Meinen Urgroßvater väterlicherseits Johann Gebek habe ich schon mal auf einem Foto gesehen. Mehr nicht. Erzählt hat mein Papa nicht viel und fragen kann ich ihn nicht mehr. Von meiner Oma geborene van Nispen kann ich über Urkunden bis ins Jahr 1865 zurück. Zumindest teilweise kann man dort Namen aufzählen. Aber ein Leben war doch mehr als nur Name, Geburtstag und Sterbedatum. Das waren Menschen mit Gefühlen, Geschichten, Ideen und Träumen. Gute oder schlechte, böse oder liebe. Ich kann nichts über sie sagen. Gar nichts. Und das macht mich traurig. Ich will viel mehr über sie wissen. Was sie dachten, was sie wollten. Wie sie es geschafft haben den „Circle of Life“ zu erhalten und weiter zu führen. Welche Anstrengungen sie dafür auf sich genommen haben. Bei meinen Omas und dem zweiten Weltkrieg kann ich mir das noch ungefähr vorstellen. Aber wie war das davor?

Ich bin diesen Menschen, meiner Familie,  sehr dankbar, dass sie da waren und es geschafft haben. Sonst wäre ich nicht. Sonst wären meine Kinder nicht. Meine Kinder sind ein Ergebnis der Wiedervereinigung, einem Wunder der Geschichte, das wir live erleben durften. Dieser Zufall, der zu ihrer Geburt geführt hat, wird nun ein Teil der Geschichte unserer Nachkommen werden. Zu der Geschichte unserer Kindeskinder und dem weiteren Nachkommen. Wohin auch immer sich die Menschheit entwickeln wird.

P.S.: Die Geschichte unserer Vorfahren, unseres „Circle of Life“ beginnt übrigens nicht mit der Geburt des ersten Menschen. Auch die Affen, die affenähnlichen Säugetiere, der Mäuse, die den Untergang der Dinos überlebt haben über die Fische im urzeitlichen Meer bis hin zu den ersten Einzellern geht unsere persönliche Geschichte des Lebens. Und jedes Wesen hat überlebt und sich vermehrt. Millionen von erfolgreichen Einzellern haben mich möglich gemacht. Unglaublich……

Namensfindung die Zweite

Als wir zum ersten Mal Eltern wurden, hatten Conny und ich eine Verabredung. Ich durfte einen Mädchen-Namen aussuchen während Conny für die Jungen-Namen zuständig war. Natürlich hatte der andere jeweils ein Mitspracherecht. Das hatte ja seinen Grund. Conny hatte seit ihrer Jugend eine bestimmte Idee, wie ihr Sohn einmal heissen sollte. Und um den Namen durch zu setzten war sie auch zu Abstrichen beim Mädchen-Namen bereit.

Am Ende hat ihr die Wahl ja sehr gut gefallen, wenn sie auch recht spät fiel. Das war diesmal anders. Schliesslich stand schon früh fest, dass es ein Junge werden wird. Und damit auch der Name. Nun wollten wir ihn nicht schon vor der Geburt veröffentlichen, so dass unser nachwuchs einen „Projekt“-Namen bekam: Burschi. Der wird zwar nicht eingetragen in die Geburtsurkunde, wird ihn aber sicher noch lange begleiten.

Wieso Joshua? Nun, der wahren Grund kennt nur Conny. Aber irgendwo in Ost-Deutschland gibt es einen erwachsenen Joshua, der es Conny damals sehr angetan hatte. Sie schwärmte für ihn in ihrer Jugendzeit. Am Ende ist nur die Begeisterung für den Namen übrig geblieben und nun wird der Name in der nächsten Generation weiterbestehen. Wollen wir hoffen dass in ferner Zukunft viele nette, hübsche Mädchen wieder für den Namen und seinen Träger schwärmen werden. Davon wird Joshua die nächsten 15 Jahre erstmal nichts hören wollen, aber irgendwann wird das für ihn interessant werden.

Er ist da

JAG Am 30. Juni 2014 um 16:32 h kam unser Sohn

Joshua Aaron Gebek

in Frankfurt auf die Welt.

Größe: 53 cm
Gewicht: 3990 gr
Kopfumfang: 37,5 cm

Trainingslager

Das Hauptproblem für junge Eltern ist der fehlende Schlaf. Nun gut, wir könnten das Problem verdrängen, indem wir sagen: „Wir sind ja keine junge Eltern“. Aber das wird Burschi nicht davon abhalten, uns auf Trab zu halten und uns einiges an Schlaf zu kosten. Das ist sicher. Selbst das bravste Baby der Welt sorgt für fehlenden Schlaf. Das ist auch okay. Es ist nur eine Frage: Wie lange hält man durch? Zum einen kann das Baby zu einem guten Miteinander beitragen, in dem es bald durchschläft. Zum anderen können die Eltern vorher trainieren, damit sie mit der Schlaflosigkeit besser umgehen können.

Und genau hier hat unsere Tochter angesetzt. Seit Anfang Juni gibt es immer wieder Nächte, in denen sie nicht durchschläft. Mehrfach hat sie nachts um drei gerufen und geweint. Sie hat Angst. Einige Male ist sie dann in unser Bett gekrochen. Einmal kam sie mit dem Bettzeug direkt zu uns. So schön das manchmal zu dritt ist, für immer ist das kein Zustand. besonders wenn Isabel dann auf mir liegend auf die Strasse schaut. Das erschwert das Schlafen.

Richtig. Darum geht es ja. Sie bereitet uns auf die Zeit mit Burschi vor. Unglaublich wie verständnisvoll unserer Tochter ist. Sie denkt besser mit als wir. Wenn wir jetzt lernen mit ein bis zwei Unterbrechungen auszukommen, dann belastet uns ein Baby eigentlich gar nicht. Und damit wir auch das in den Schlaf singen, sprechen, wiegen wieder lernen, fordert sie besonders mich auch auf diesem Gebiet. Bis Buraschi da ist, sind wir top vorbereit. DANKE ISABEL!

Wenn wir den Spass zur Seite lassen, können diese Schlafprobleme auch die ersten Anzeichen für Eifersucht sein. Burschi steht jetzt schon bei den meisten Gesprächen im Mittelpunkt und es ist normal, wenn Isabel mehr Aufmerksamkeit einfordert. Ausserdem entwickelt sich die Fantasie immer besser.  Und damit auch die Angst vor Wolf, Bär und der Dunkelheit. Deshalb nehmen wir das schon ernst und unterstützen Isabel bei dieser Phase.  Sie hilft uns ja auch. 😉

 

I’ll be waiting

Mehr gibt es nicht zu sagen….

Wann denn nun?

wann komm er

Kommt heute das Baby?

Auf dem Weg ins Krankenhaus zum regelmäßigen CTG verabschiedet uns unsere Tochter mit der Frage:“Kommt heute das Baby?“

Es geht ihr sowie uns. Langsam sind wir mehr als bereit.

Geschrieben von.

KEEP CALM AND WAIT FOR THE BABY

keep calm baby

Wir warten weiterhin auf Burschi. Seit uns die Hebamme Anfang Juni den Burschi in Startposition angekündigt hat, warten wir. Kein Tag wird mehr geplant. Ab sofort alle zwei Tage CTG und alle vier Tage Ultraschall.

Wir fühlen uns als ob wir Wochen drüber wären. Ja, wir kennen den Termin. Aber wir waren ja so froh, dass es nicht am 3. Juni und auch nicht am Tage von Isabels Kindergeburtstag war. Doch seit dem warten wir. Alle rufen an, alle fragen nach, dauernd smst jemand. Dabei warten wir nur.

„Heute kommt das Baby“ meinte Isabel am Frühstückstisch. Nur um einen Satz später zu sagen: Baby kommt morgen. Na gut, dann immerhin an disem Wochenende. Wird auch Zeit. Auch wenn man sich das im Moment so gar nicht vorstellen kann. Wir sind ruhig. Keine Hektik, kein Stress.  Das wird sich mit der ersten Wehe bestimmt ändern. Aber keiner weiß wann die kommt. Also warten wir weiter. Burschi rumort weiter. Die ersten Ausschläge gab es gestern auch auf dem Wehenschreiber. Aber nur kleine. Immerhin, es tut sich was. Gelegentlich hat Conny auch schon mal ein Stechen und Drücken. Ein Zeichen, dass es bald losgeht.

Der 19.Juni war ja schon ein geschummelter Termin. Connykannte den Befruchtungstermin und hat die Regeldaten so angepasst, dass der Frauenarzt mit seinen Tabellen auf das richtige Datum kam. Zumindest annähernd, weil eigentlich der 22. Juni das richtige Datum ist. Das wäre morgen. Und dann könnte Isabel ja wieder Recht haben. Nun, morgen wissen wir mehr.

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