Monat: Oktober 2013

 

Solei nach Familienrezept Gebek

IMG_3858Aus meiner frühenKindheit sind mir zwei kulinarische Dinge mit meinem Vater in Erinnerung geblieben. Zum einen das wöchentliche Essen am Samstag, wenn die Mutter am kurzen Samstag bis 13:00 h gearbeitet hat. Dann gab es oft Weißkäse mit Pellkartoffeln (für uns Kinder der Weißkäse mit Zucker statt Salz).

Das zweite war oft zelebriertes Brimborium: Das Solei à la Gebek.

Mein Vater hat immer alles aufgebaut. Dann wurde das Ei in vielen einzelnen Schritten kunstvoll auf dem Löffel zusammengebaut um dann am Ende das Ei mit einem einzigen großen Happen zu verschlingen. Und früher waren die Eier noch so groß wie Strausseneier (zumindest kam mir das so vor.)

Dieses Rezept hat sich bei mir über alle Jahre gehalten. Je nach Lust und Laune wurde es mal etwas schärfer, mal weniger. Aber im Grunde blieb es gleich.

  1. Man nimmt ein gekochtes Ei, pellt es und schneidet es in zwei Teile
  2. Aus der einen Hälfte pullt man das Eigelb raus.
  3. Das Eiweiss wird auf einem großen Löffel positioniert. Evt kann man etwas abschneiden. damit es ruhiger steht.
  4. Das Ei wird gesalzen und gepfeffert.
  5. Die Kuhle wird mit Senf gefüllt.
  6. Das Eigelb wird verkehrt herum auf den Senf gelegt.
  7. Mit Paprika würzen
  8. Mit Ketchup übergiessen
  9. Mit Öl übergiessen
  10. Mit Essig übergiessen
  11. Ab in den Mund. LECKER!

Ich kann das immer wieder nur empfehlen. Ich habe es als Kind geliebt und mache das auch noch heute.

 

 

Da da da…

sagt unsere Tochter wenn sie Ja ja ja meint. Ich weiß seit Werner was „ja ja“ eigentlich bedeutet, aber soweit ist unsere Tochter noch nicht. Wenn Sie mit etwas nicht einverstanden ist, dann presst sie ihre Lippen aufeinander und schnaubt wütend. Manchmal baut sie sich vor einem auf und schnaubt den ganzen Unwillen wütend hinaus. Da werden wir unseren Spass noch haben.

Den Klassiker „Weinendes Kind wirft sich trotzig auf den Boden im Supermarkt“ hat sie mit Conny schon durchgespielt. Der kleine Trotzkopf kann dann ganz schön resolut sein, wenn es nicht nach ihren Willen geht.

Aber zurück zum Thema. Da statt Ja. Das sagt sie schon ganz lange. Mittlerweile kann sie Ja sagen und weiß auch was richtig ist. Trotzdem muss es immer wieder Da sein. Also korrigieren wir sie immer. Denn wenn das nicht klappt, muss ich sie irgendwann zum Patrick Griesheimer in die Logopäden-Praxis schicken. Ich bin noch nicht sicher, wer das dann am wenigsten mag…..

Also üben wir fleissig: Ja Ja Ja

Daumenlutscher

Alle Kinder lutschen an dem Daumen. Nicht alle. Jedenfalls hat das Isabel bisher eigentlich nicht gemacht. Die letzten Tage hat sie aber damit angefangen, den Zeige oder Mittelfinger in den Mund zu stecken.

Auf die Fragen „Was machst Du da?“ oder „Warum machst Du das“ antwortet sie nur:

„Kalle macht das“

Der kleine Kalle Räsänen (ein Jahr jünger) aus der Kita, mit dem sie nun befreundet ist und dem sie die Bisse von früher wohl verziehen hat, ist nun das Vorbild für den Nachahmungstrieb.

Endlich angekommen..

Es hat einige Zeit gedauert. Aber jetzt Isabel in der Kita endlich angekommen.

Wir wissen nicht was am Ende den Ausschlag gab. Vielleicht hat sie sich einfach daran gewöhnt. Immerhin geht sie ja seit April dahin. Vielleicht liegt es auch daran, dass die großen Kinder alle jetzt in den Kindergarten gehen. Isabel gehört nun zu den Größeren und es sind viele neue dazugekommen, für die Isabel schon zur Kita gehört. Vielleicht liegt es auch an einem speziellen Neuzugang. Seit September ist auch Romy Oliva in der Kita. Die beiden kennen sich ja fast schon ihr ganzes Leben lang, mögen sich auch und spielen viel miteinander. Oder Isabel ist einfach ein Stück erwachsener geworden. Der Urlaub auf Menorca hat für einen großen Entwicklungsschub gesorgt. Wie gesagt, wir wissen es nicht.

Was wir aber wissen ist, dass Isabel morgens deutlich weniger klammert. An dem Toreingang hat sie keine Angst mehr. Gut, sie will weiterhin über die Schwelle getragen werden (welche Frau will das nicht) und hängt sich für die ersten Minuten an meinen Hals. Aber im Gegensatz zu früher dauert das nur kurz. Sobald ein Buch, eine Autogarage oder ein anderes Kind die Aufmerksamkeit erregt, lässt sich mich  los und schaut kaum noch hoch, wenn ich gehe.

Mittlerweile erzählt sie auch von den Betreuerinnen und nicht nur von den Kindern. Und vor allen Dingen redet sie mit den Erzieherinnen. Heute sagt keine mehr, dass sie die Stimme von Isabel nicht kennt.

Beim Abholen sieh es ähnlich aus. Früher kam sie bei Conny angerannt und konnte die Kita nicht schnell genug verlassen. Heute zieht sie die Conny rein, wenn sie sie überhaupt wahrnimmt. Selbst wenn Oma zum Abholen kommt, gibt es jetzt manchmal Tränen, weil Izzie noch nicht gehen will. So gut gefällt es ihr in der Kita.

Neulich am Fernseher

Ich bin über das Wochende in Berlin beim German Bowl und arbeite. Conny und Isabel sind zuhause geblieben.

Am Samstag abend schaltet Conny den Fernseher ein und schaut nebenbei den German Bowl auf Eurosport.

„Schau mal hin Isabel. Vielleicht sehen wir den Papa“

Und Isabel antwortet ganz vorwurfsvoll
„Papa nicht Football. Papa arbeiten“

Für Isabel ist Papa immer arbeiten, wenn er mal nicht zuhause ist. Aber in diesem Fall hatten ja beide Recht.

 

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