Monat: November 2019

 

Nirvana – MTV unplugged

Das Nirvana Konzert ist auch für mich immer noch eines der Highlights der Musikgeschichte. Obwohl ich vorher mit Nirvana eher nichts am Hut hatte, Grunge und Alternative Rock ignorierte und dem Rock der Siebziger und Achtziger noch nach hing, sorgte das Konzert für einen Schwenk.

Trotz der Akustik-Variante hat diese CD es auf meine Football-Playlist geschafft. Nicht für jedes Spiel, aber regelmäßig für das Training. Das ist für drei akustische Gitarren und ein Schlagzeug sehr beachtlich.

Fasziniert hatte mich immer die Art und Weise wie Kurt Cobain die Lieder spielt. Der Grunge, diese Unzufriedenheit und Aggressivität, kommt in diesen Liedern gut rüber. Man kann es mitfühlen und es ist authentisch. Kein Wunder, dass ich die CD gerade wieder raus geholt habe. Die Wut und Depression habe ich im Moment und da passt das Konzert wie die Faust aufs Auge.

Ein Wunder ist eher dass ich zeitgleich einen Bericht im Stern gelesen habe. Das Konzert ist 25 Jahre alt. Wahnsinn, wo Kurt Cobain gerade mal 27 Jahre alt wurde.

https://www.stern.de/kultur/musik/nirvana-mtv-unplugged–das-legendaere-konzert-waere-beinahe-zum-desaster-geworden-8978202.html

https://de.wikipedia.org/wiki/MTV_Unplugged_in_New_York_(Nirvana-Album)

Die Geschichte zu dem Konzert war mir vorher nicht bekannt. Und das ihr größter Hit „Smells like Teen Spirit“ fehlt hätte ich vehement abgestritten. Und das nicht alle Lieder von Nirvana sind ist mir auch nicht aufgefallen. Um ehrlich zu sein, habe ich auch nachher meist das Unplugged Album gehört und nur selten die auch sehr guten Original Stücke von Nirvana.

Nach dem Artikel habe ich das Konzert nochmal angeschaut und finde es jetzt noch großartiger.

Auf das was da noch kommt

Der Herbst ist schon lange da. So langsam wandelt sich der goldene Oktober in den grauen November. Morgens dominiert lange der Nebel, es gibt wieder mehr Regen, Zeit für Depressionen.

Die Welt hilft da auch nicht weiter. Klimakrise, Umweltzerstörung, Trump, Brexit, AFD. Die „Streitkultur“ wird immer schlimmer, die Ansichten immer entfernter. Die Aussichten sind nicht toll. Wir stehen kurz vorm Scheideweg und ich weiß nicht in welche Richtung es geht.

Isabel hat zwei Einsen geschrieben in Mathe und Englisch. Ein Silberstreif. Aber die restlichen Meldungen zeigen, dass viel Arbeit auf uns zu kommt.

Auch im Büro sinkt die Stimmung von Tag zu Tag. Tristesse wohin man sieht. Überall.

Das stimmt so nicht ganz. Die Musik hält dagegen. An guten Tagen von Johannes Oerding habe ich gerade erst zum Lied der Ziegelei 2019 gemacht und Lied sowie Video versprühen gute Stimmung.

Aber auch Tim Benzko hält mit „Hoch hinaus“ mit und Vincent Weiß macht mit „Hoch hinaus“.

Es sieht fast aus als hätte sich die ganze deutsche Singer/Songwriter Szene der guten Laune verschrieben. Ist es eine Kehrtwendung oder nur ein letztes Aufbäumen vor der dunklen Zeit? Sowie die wilden Zwanziger vor Lebensfreude nur so sprühten?

Ich werde mich Max Giesinger anschließen und schon mal das feiern, was da noch kommt. In der Hoffnung, dass wirklich dass kommt, was wir erhoffen.

Auf das was da noch kommt!

Tim Benzko – Hoch hinaus
Vincent Weiß – Kaum erwarten
Johannes Oerding – An guten Tagen

© 2020: Die Gebeks 50° Nord | KABBO Theme by: D5 Creation | Powered by: WordPress