Monat: September 2011

 

Sollte ich mir Gedanken machen?

Über den Sinn und Unsinn dieser Ecke habe ich mir ja schon einen Spaß erlaubt.

Architekt aus Schilda?

Doch jetzt mach ich mir wirklich Gedanken. Die erste Ecke ist ab. „Das ist ein statisches Element des Hauses. Ein Bau-Anker!“  hat der Bauherr gesagt. Der muss ja wissen.

Was nun? Hält das Haus auch so noch? Oder doch besser die Wohnung verkaufen? Versicherungssumme erhöhen? Gutachter beauftragen..?

Ich werde einfach mal die Augen aufhalten. Nicht das ein paar Bauarbeiter hier rumlungern und mit einem Vorschlaghammer mal kurz unser Haus zu einem Sanierungsfall werden lassen.

 

Auf Entdeckungstour

Die Welt wird für Isabel jeden Tag etwas spannender. Endlich können die kleinen Händchen greifen und die Zunge untersucht alle Dinge, die sich in diesen kleinen Händchen befinden. Es klappt in den seltensten Fällen, aber immer öfter. In dieser Zeit ist eine kleine Knistertüte so spannend, das man sich minutenlang und immer wieder damit beschäftigen kann.

Und was ist denn das komische grüne Zeug da auf dem Boden? Es hat die gleiche Farbe wie die Bäume die sie immer aus dem Kinderwagen heraus sieht. Und in Mamas Händen kann sie ohne Angst das Gras erforschen. Bald wird sie wohl krabbeln und vieles allein erforschen.

Spiel mit TüteGras

Netto-Markt

Es war einmal eine schöne Wiese am Ortseingang. Soweit ich das verstanden habe eigentlich gedacht zur Wiederaufforstung für die verlorenen Wälder am Flughafen. Jedenfalls liegt diese Wiese schön vor dem Wald, nur von der Landstrasse durchtrennt. Am Wiesenrand stehen ein paar kleine Häuschen mit Garten. Einige nannten diesen Stelle den letzten nicht verbauten Ortseingang. Einer der vielen Radwege des Regionalparks Rhein Main geht hier lang. Der Regionalpark, der für wie keine zweite Einrichtung für das grüne Rhein-Main Gebiet steht, der immer wieder als positives Beispiel herhalten muss, wenn wo anders etwas zugebaut wird.

In Zukunft wird das Image des Regionalparks etwas geschädigt. Denn wenn man dann vor der Übersichtskarte steht, blickt man nicht mehr auf eine grüne Wiese. Man steht dann vor einer vier Meter hohen Schallschutzwand, die dann die kleinen Häuschen vor dem neuen Netto-Markt beschützt.  Denn auf der grünen Wiese sollen in Zukunft alle Anwohner ihren täglichen Bedarf decken. Ein Einkaufsparadies von der Stange für die Bewohner im Süden Walldorfs.

Aber tut das wirklich not? Muss man die letzten Ecken noch zubauen? Der neue Markt liegt ausserhalb des Wohngebietes. Für die meisten Bewohner des neuen Wohngebiets Plassage/Lange Äcker sind der Rewe am Bahnhof oder auch der Aldi genausoweit entfernt wie der neue Markt. Wenn es einen neuen Markt benötigt, dann im Wohngebiet. Das komplette Gebiet wurde neu bebaut, aber daran wurde nicht gedacht. Wenn ich mal Rentner bin und auf das Auto verzichten will, dann wird auch dieser Markt für mich zur Weltreise.

Die Anwohner haben jahrelang den Bau verhindert. Wer einmal den Schattenwurf einer vier Meter hohen Mauer im Süden berechnet hat versteht auch warum. Vom Anblick der Mauer mal abgesehen. Und das ganze für ein Projekt mit zweifelhaften Sinn.

Ach ja, es ist ja eine Wiederaufforstungsstelle vorgesehen. Zwei schmale Streifen auf dem Gelände in Richtung Mörfelden. Aber da ist heute schon grüne Wiese. Wiederaufforstung bedeutet für mich Beton durch Natur ersetzen und nicht Wiese durch Wiese mit Bäumen. Sonst sehe sehe ich für die Zukunft nur noch Beton

Die Bürgeriniative gegen den Nettomarkt berichtet übrigens auf der Homepage http://www.einkaufszentrum-nein-danke.de

Die Bagger und Planierer haben sich durchgesetzt. Seit einer Woche ist das Gelände eine Baustelle. Immer mehr Natur wird zugebaut. Kommt die Menschheit irgendwann noch zur Vernunft?

Drei Monate – die Zeit verfliegt

Unser Sonnenschein ist jetzt schon drei Monate alt. Die Zeit vergeht so schnell.

Ich kann das schon alleine

Jetzt beginnt die Zeit in der die Händchen neugierig werden und anfangen zu greifen. Zaghaft noch und misstrauische gegenüber neuen Dingen. ber das Fläschchen ist ja schon ein alter Hut. Das kennt man und braucht absolut keine Angst davor zu haben. Also wird herzhaft zu gegriffen und siehe da, es klappt ohne Mama und Papa.


Okay, eine Minute später viel die Flasche wieder nach unten, aber Isabel hat ja noch viel Zeit zum üben.

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