Monat: August 2013

 

Technikerin

Izzies neuestes Wort ist „Puter“ ein sehr wichtiges Wort in ihrem Leben, denn im „Puter“ läuft ihr Lieblingstrickfilm auf Youtube. Aber eigentlich muss ich viel früher anfangen.

Izzie spielt auch gern mal im Arbeitszimmer. Meistens nur wenn jemand dabei ist. Dann inspiziert sie gern die Schubladen. Diesmal fand sie in der zweiten Schublade von oben einen kleinen goldenen Pappkarton. Oh interessant denkt sie und macht ihn gleich auf. Ich bewahre hier meine I-Pod Utensilien auf. Sie kramt ein USB kabel heraus und klettert sofort auf meinen Schoss um mir klar zu machen, dass man das da irgendwo an dem „Puter“ reinstecken muss. Ich schimpfe ein  wenig und erkläre ihr, dass sie in dem Karton nichts zu suchen hat und räume ihn wieder weg.

Eine Woch später will sie mal wieder an den „Puter“. Diesmal im Wohnzimmer. Ich sagte ihr das der Computer jetzt nicht geht und sie nicht schauen kann. Also geht sie schnurstracks zur Netzwerkdose und erklärt: „Da rein“. Ihrer Meinung nach müsste man ja nur ein Kabel da reinstecken, dann geht es wieder. Ich sagte nur nein und schenkte dem ganzen keine weitere Beachtung. Nach dem Abendessen und dem Izzie ins Bett bringen wollte ich noch schnell ein paar Emails lesen und ging ins Arbeitszimmer. Dort stand das goldene Pappkästchen offen und es fehlte das USB-Kabel. Ich wurde stutzig und fragte Andy ob er das Kabel gebraucht hat. Nein kam die Antwort. Da kam mir ein Verdacht. Ich ging ins Wohnzimmer und tatsächlich lag da neben der Netztwerkdose das weisse USB Kabel. Not macht eben erfinderisch.

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Schlüsselkind

Es ist Dienstag morgen kurz vorm aus dem Haus gehen. Wo ist mein Schlüssel? Ich hatte ihn doch gestern irgendwo hingelegt. Egal, wir müssen jetzt los. Also den Ersatzschlüssel geschnappt. Unterwegs überlege ich. Ich hatte ihn doch in der Tasche oder nicht? Izzie hatte ihn beim Einkaufen. Vielleicht ist er ja im Auto. Nach dem Arztbesuch durchsuche ich also die Rückbank, Izzies Reich. Nichts. Also hoch. Schnell ein Essen in die Mikro. Wieder gehe ich auf die Suche. Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Wohnzimmer. Zwischendurch Essen und nachdenken. Wo hast du ihn nur hingelegt. Weiter suchen im Bad, Keller und Kinderzimmer. Kein Erfolg. Also erstmal los zum Zahnarzt und dann Kind abholen. Izzie und ich holen dann noch Andy aus dem Büro ab, da er eine Feier hatte und so das eine oder andere alkoholische Getränk nehmen konnte. Wieder zu Hause nach dem Abendessen sitzt Andy mit Izzie im Kinderzimmer und spielt. Ich zu ihm: „Mensch irgendwo muss der Schlüssel doch sein. Ich habe ihn auf jeden Fall mit hoch genommen.“ Also frage ich Izzie ob sie weis wo der Schlüssel ist, denn so langsam habe ich sie im Verdacht. Sie dreht sich etwas lustlos im Zimmer rum. Dann nimmt Andy ihren neuen Trolli, den sie seit ca. 1 Woche besitzt und ständig damit rumzieht. Und siehe da. Ein Griff und der Schlüssel war wieder da. Naja. Da hätte ich eigentlich gleich nachscheun können. Schliesslich bewahrt sie hier alle ihre Schätze auf. Lieblingsbuch. TicTac-Dose und Tut Tut Auto und eben auch meinen Schlüssel.

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Kinder verändern Blickwinkel

Wenn ich heute Independence Day sehe, finde ich die Szene der sterbenden Präsidentin-Gattin und der zurückbleibende Vater mit Tochter deutlich mitnehmender, wichtiger und beeindruckender als die tausend Action-Szenen.

Noch mehr tritt das auf den Film von gestern zu. In Liebe einen Anderern geht es umd diw wahre Geschichte einer Frau und eines Mannes, die beide Ehepartner und zwei Kinder im Tsunami von Thailand verloren haben.

Und wieder Kita..

So lang können 14 Tage sein. Unser letzter Kitabesuch war gefühlte Ewigkeiten her. Aber nun sind die 14 Tage Oma&Opa vorbei. Zuerst kamen Gaby und Herbert um auf Isabel aufzupassen. Es standen Besuche im Schwimmbad und am Badessee auf dem Programm. Isabel freute sich und hatte viel Spass. Sie bemerkte, dass sie zweimal Oma und Opa hat und freute sich darüber, auch wenn einige Schlussfolgerungen („zweimal Opa Peter“) noch falsch waren. Danach übernahmen Peter und Karin das Programm und sie durfte auch in Flörsheim übernachten. Ich bin mir sicher, so stellt sich ein Kind Ferien vor. Ständig verwöhnt werden, ständig betreut werden, ständig jemanden an seiner Seite haben und viel unternehmen. Und dabei pro Woche ein Großelternpaar verschleissen. Das macht Spass.

Auch mir kam die Zeit ewig. Heute die Kleine wieder fertig machen, eincremen, anziehen. Das letzte mal ist sochon sehr lange her.

Beim Losfahren gab es allerdings die gleiche Prozedur wie immer. Sobald Isabel im Auto sitzt: „Dach auf“. Gespannt schaut sie zu. Dann zeigt sie auf Ihr Fenster: „Auf“. Und anschliessend auf mein Fenster: „Papa auch auf“. Sobald wir aus der Parklücke sind, bekommt sie den Torschalter und öffnet das Garagentor.

Doch vor der Kita ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Ab dem Tor hat man ihr den Unwillen angemerkt. Es war klar, dass Isabel wieder eine neue Eingewöhnungsphase braucht. Alle Erzieherinnen kamen freundlich entgegen. Aber Isabel wollte nicht. Einei gewisse Traurigkeit war ihr anzumerken. Es fiel mir sehr schwer sie in der Krabbelstube zu lassen, auch wenn ich weiß, dass sie in guten Händen ist. Aber diese Traurigkeit hat mir weh getan. Ich werde mit Ihr in den nächsten Tagen daran arbeiten und morgens mehr Zeit einplanen. Spätestens wenn Romy in die Kita kommt, hat sich das hoffentlich gelegt. Dann hat sie ihre Freundin mit dabei….

Momente die man nie vergisst…

Am Samstag Nachmittag waren wir auf dem Weinfest in Wicker. Ich wusste gar nicht, dass es schon nachmittags anfängt, denn normalerweise geht man da ja abends hin. Aber mit Kind ist das anders. Zusammen mit meinen Eltern zogen wir nach Wicker.

Isbel spielte hervorragend mit. Sie spielte, rannte rum, kletterte über freie Tische, sammelte Sitzkissen, lief Treppen hoch und runter.  Zu Deutsch, sie beschäftigte ihren jeweiligen Aufseher, aber war pflegeleicht und das wichtigste: Auch sie amüsierte sich. Der Rest ja sowie so bei leckerem Wein und gutem Essen.

Als wir uns dann auf den Heimweg machten, führte uns der Weg zurück über den zentralen Platz mit der Band. Isabel sass schon im Kiinderwagen und war sicherheitshalber festgemacht. Das war auch gut so. Denn jede dichter wir der Band, um so unruhiger wurde sie. Auf dem Platz gab Conny sie mir auf dem Arm. Auf der Bühne stand „Eine Band namens Wanda“ und spielte gerade Sexy von Westernhagen. Rauch, Lightshow, Musik, Publikum. Isabel war faziniert. Immer wieder klatschte sie mit oder staunte still. So was hatte sie noch nicht gesehen und die Fazination war ihr anzusehen. Danach spielte sie „Leuchturm 2002“ von Nena. „Ich geh mit Dir wohin Du willst, auch bis Ende dieser Welt…“

Gegen Ende des Liedes wandte Isabel ihren Blick von der Bühne zu mir. Sie schaute mich kurz an, legte ihren Arm um meinen Hals und drückte mich. Leise und fast unbemerkt floss mir eine Freudenträne über die Wange. „Ja meine Kleine, ich geh mir wohin Du willst…“

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