Monat: Juni 2011

 

Hier bin ich

Die Geburtsanzeige für unsere Isabel June.

Das Original ging Dienstag in die Post

Eine Schlacht gewonnen aber noch nicht den Krieg

Flasche oder Brust? Wie versuchen unser Kind zu einem Stillkind zu erziehem, sie versucht uns zu Flascheneltern zu machen.

In diesem Kampf hat unsere Tochter wieder mal eine Schlacht gewonnen. Diesmal wollte sie gar nicht mehr an der Brust trinken. Warum anstrengen, wenn doch eh gleich die Flasche kommt, bei der alles so schön in den Mund fliesst? Also hat sie so geschrien, das kein saugen mehr möglich war. Selbst mehrfaches hochnehmen und neu anlegen hat nicht funktioniert. Mal sehen was beim nächsten mal passiert.

Workout für Drei…

Workout zu DrittSzenen aus dem Familienleben:

Der Vater macht Reha-Training für Rücken/Bauch,
die Mutter macht Beckenbodengymnastik
und die Tochter chillt dazwischen gemütlich.

Kinderlied

Ein Lied von einem der besten Alben, die ich besitze, kam mir heute wieder in den Sinn. „Städte sehen aus wie schlafende Hunde“ habe ich als Teenager sehr oft gehört und es hat mich sehr geprägt. In dem Song „Kinderlied“ beschreibt Heinz Rudolf Kunze den Ausflug in den Park aus der Sicht des Kindes. Das passte sehr gut als wir heute mit unserer Isabel den ersten Spaziergang unternommen haben.

Kinderlied

von Heinz Rudolf Kunze (fuer Alice Miller)

Meine Fuesse sind so schwer wie meine Hose
wenn ich wieder mal nicht aufpass
bei so viel Himmel bin ich winzig wie das Toepfchen
wo ich nicht mehr richtig draufpass
wenn ich hinaufschau und die Beiden etwas fragen will
dann werde ich geblendet
die Beiden lachen wenn ich niese ich will wissen
wann der Weg hier endlich endet
Am Kiosk kaufen sich die Beiden je ein Eis am Stiel
und ich geh dabei leer aus
mir klebt die Zunge fest am Gaumen auch wenn’s nur nach
Pappe schmeckt es sieht nach mehr aus
ich moechte auch so einen Stiel und Mutter sagt Komm her
du darfst bei mir mal beissen
das Ganze ist zu kalt fuer dich –
ich koennt vor Wut an jeder Pusteblume reissen
Wo hat man sowas schon gehoert! Zu kalt fuer dich!
Ich greif entschieden nach dem Stengel
die Mutter zieht ihn weg dann darf sie sich nicht wundern
wenn ich auch entschieden quengel
mal sehn wie Vater diese Sache sieht – da, Junior, sagt er,
darst bei mir mal lecken
das darf doch wohl nicht wahr sein und den bloeden Junior
kann er sich sonstwohin stecken
Und weder Schmetterlinge noch die bloeden Kuehe
koennen mein Interesse wecken
solang die Beiden da nicht endlich damit aufhoer’n
ihr verdammtes Eis zu schlecken
immer wieder bieten sie mir einen Biss an
ich versuch den Stiel zu fassen
immer wieder ziehn si sich mit ihm zurueck
und ich beginne sie zu hassen
Und ich weine immer laenger immer lauter
bis sie schliesslich auch noch lachen
„Stell dich nicht so an! Wer wird denn wegen sowas
gleicht so viel Theater machen!“
Und ich setz mich auf den Boden dreh den
Ruecken ihnen zu zum Steinchenschmeissen
ab und zu dreh ich mich um die bringen’s fertig
mir jetzt auch noch auszureissen
Ploetzlich ruft mich Vater zu sich und er gibt mir seinen Stiel
– ich darf ihn haben!
Doch es ist kein Eis mehr dran da kann ich noch so sehr
mit meinem Milchzahn schaben
und ich werf ihn weg und heb ihn wieder auf
auch wenn ich weiss es ist vergeblich
dass mein Teddybaer zu Hause auf mich wartet
find ich voellig unerheblich
und ich trotte ihnen nach nur keine Klagen
denn sie soll’n mich wieder loeben
gruene Wiese blauer Himmerl und ein
grosser Vogel schreit da ganz weit oben

Meine ersten Tage

Bilder von Isabels erster Woche

Film ab….

Die ersten bewegten Bilder unserer Tochter.

Dieser Film ist für die Großeltern und Verwandeten. Deshalb ungeschnitten und in voller Länge:

 

 

Namen sind mehr als Schall und Rauch

Der Deal zu Beginn der Schwangerschaft war einfach:

  • Wird es ein Junge, entscheidet Conny
  • Wird es ein Mädchen, entscheidet Andy

Ab Ende Februar war dann recht sicher, was sich vorher schon abzeichnete: Unser Baby ist ein Mädchen.

Ab diesem Zeitpunkt war es nicht mehr einfach. Für mich begann jetzt eine schlimme Phase. Im Gegensatz zu Conny, die einen Jungen Namen schon seit ihrer Jugend parat hatte, wusste ich noch keinen Namen. Ich wusste nicht einmal eine Tendenz. Obwohl, ganz stimmt das so ja nicht. Ich wusste zumindest, dass der Name nicht in den Top Ten der Namensliste sein sollte. Andreas ist mehr eine Mengenbezeichnung als ein eigener Name. Das wollte ich auf jeden Fall verhindern. Also am besten nicht einmal Top 50. Aber auch nicht zu ausgefallen.

Der Name muss harmonisch mit dem Nachnamen Gebek klingen. Am besten so gut, dass unsere Tochter auch nach ihrer Hochzeit Gebek heißen will und den Namen weitergibt.

Dann muss der Name für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gut klingen. Einige Namen sind Babynamen: Fürchterlich süss, aber für erwachsene Frauen schrecklich. Für mich fällt Ronja z.B. in diese Kategorie.

Der Name sollte sich nicht direkt zum Ärgern eignen. Naomi gehört zu dieser Kategorie. „Na Du Omi“ ist schnell gefunden bei den Kleinen.

Mit dem Namen sollte man auch keine schlechten Erfahrungen verbinden. Ex-Freundinnen, ungeliebte Personen etc können den schönsten Namen verleiden. Negativ besetzte Personen haben mehr Einfluss gehabt als positive Vorbilder. Schließlich soll unsere Tochter nicht werden wie eine vorhandene Person, sondern ihren eigenen Weg und Stil finden.

Aber auch Haustiere, Kinder von Freunden, Familienmitglieder können dafür sorgen, dass einige Namen nicht mehr zur Verfügung stehen. In unserem Fall habe ich sogar ähnliche Namen und gleiche Initialen aus der Liste gestrichen. Also kein A,C,K,M,O,P oder V am Anfang des Namens.

Das schränkt schon deutlich ein. Auch der Sinn des Namen war einKriterium. Obwohl ich Andrea nicht schlecht finde, hätte ich meine Tochter nicht „Die Mannhafte“ genannt. Auch Gazelle (wenn sie nach uns kommt, wird sie eher groß und kräftig als klein und zart) muss nicht immer passen.

Da fast 90% aller Mädchen-Namen auf  „A“ enden, fand ich einen ohne „A“ schöner.

Dann kommt hinzu, dass ich einen Namen mit religösen Bezug wollte. Für mich ist unsere Tochter ein Geschenk Gottes.

Das sind ganz schön viele Einschränkungen. Zum Glück gibt es ja Internet. Hier gibt es Hitlisten mit aktuellen Namen. Teilweise mit Grafiken über Beliebtheitsverlauf seit 1900 bis heute. Und natürlich mit der Bedeutung der Namen.

Ernsthaft angefangen mit der Suche habe ich erst nachdem ich wusste, dass ich suchen muss. Also ab unserem Urlaub auf Teneriffa. Vielleicht deshalb auch der spanische Einschlag im Namen. Im Laufe derZeit haben wir uns immer wieder gemeinsam hingesetzt. Namen ausprobiert, vorgesagt, ausgetauscht.

Am Ende waren drei Namen übrig. Schließlich soll es ja vorkommen, dass man Ende das Kind im Arm hält und sagt: „Du siehst aber gar nicht aus wie eine Isabel. Zu Dir passt ein anderer Name.“ Also muss man Alternativen haben.

Wenige Tage vor der Geburt, genau genommen am 1. Juni, dem Tag an dem der Kaiserschnitt eigentlich vorgesehen war, habe ich die Reihenfolge der drei Namen in der Liste nochmals geändert. Kurz zuvor hatten wir den Zweitnamen June endgültig bei allen drei Kombinationen festgelegt. Im Auto lief die CD von Il Divo. „I believe in you“, unser Hochzeitswalzer ist mit auf der CD. Direkt im Anschluss kam „Isabel“, ein sehr emotionales, wenn auch trauriges Lied. Aber in der Kombination gab es den Ausschlag für etwas, das ich bereits seit einigen Tagen so empfand.  Das sit der richtige Name.

Nun ist unsere Tochter da und sie heißt:

ISABEL JUNE GEBEK

Was das heißt ist hier erklärt.

 

We proudly present….

unsere Tochter

Isabel June Gebek

Geboren: 3. Juni 2011 – 8:32h
Geburtsort: Frankfurt

Gewicht: 3200gr
Größe: 50cm

Die Gefühle in Worte zu fassen ist so schwierig wie Liebe in Dosen zu füllen.

 

 

 

© 2019: Die Gebeks 50° Nord | KABBO Theme by: D5 Creation | Powered by: WordPress