Monat: Januar 2012

 

Der Ausschalter

Mittagsschlaf. Ich lege Isabel in ihr Bettchen, decke sie zu und wünsche ihr einen schönen Schlaf. Danach gehe ich aus ihrem Zimmer. Händchen halten gibt es nur am Abend. Meistens klappt es, aber manchmal will sie doch auf den Arm oder das jemand bei ihr bleibt. Sobald ich das Zimmer verlasse, beginnt sie zu spielen. Erst unter der Decke hervorkrabbeln, dann drehen. Den Nuggel gegen die Gitterstäbe klopfen, erzählen und manchmal auch ein bisschen weinen. Aber oftmals schläft sie dann mitten im Spiel ein, so als ob jemand einen Schalter betätigt hat. Daduch ergeben ich oft lustige Anblicke. So wie hier. Die Hand hält sich noch am Gitterstab fest und sie ist mitten im drehen eingeschlafen. Ich lege dann schnell die Decke auf sie drauf, damit sie nicht friert. Dann verlasse ich leise das Kinderzimmer. Allerdings frage ich mich oft, warum wir ein grosses Bett gekauft haben, Isabel liegt, so wie hier, eh am liebsten auf dem Kopfende. Mal sehen, wie lange sie noch quer reinpasst.

Leine ziehen!

Jeden Tag was Neues. Izzie lernt jetzt schnell dazu. Die Sonnenspieluhr am Wickeltisch war schon immer interessant. Früher lauschte Izzie nur den Klängen. Vor wenigen Tagen hat sie entdeckt, dass eine Schnur aus der Spieluhr raushängt. Da sich drehen ja jetzt schon Alltag ist, dreht die sich einfach an die Wand und greift auf dem Bauch liegend nach der Schnur. Und weil ich es ihr gezeigt hat, zieht sie auch daran. Mit viel Spass und einiger Kraft. Das klappt am Besten, wenn man sich über einfach wieder auf den Rücken zurück dreht und mit vollen Gewicht ins Seil hängt.

Es kam wie es kommen musste. Das Seil riss und Izzie hatte nur den Griff in der Hand. Das fand sie wunderbar, da konnte man richtig drauf rum kauen. Doch am nächsten Abend drehte sie sich wieder zur Spieluhr und suchte den Griff. Aber da war nur noch eine Schnur. Und die kann sie noch nicht ziehen. Verdammt. Immer wieder drehte sie sich hin, aber es ging nicht. Also zog Conny los, band etwas Schnur an den Griff und mit einem Seemansknoten (dank Internet) bekam die Spieluhr wieder einen Griff. Izzie dankte es mit 10 Minuten Gejauchze und Freude. Immer wieder zog sie Leine und diesmal auch selber kräftig genug, um die Spieluhr zu starten. Eine schönen Nebenbeschäftigung auf dem Wickeltisch.

Nebenbeschäftigung ist auf dem Wickeltisch eh ein wichtiges Thema. Wenn sie mal wieder mit irgendwas (oft das Anziehen) nicht einverstanden ist, dann beginnt sie sich zu Drehen, zu Winden, zu Treten und zu Quängeln. Sie sucht die Bären an der Wand, den Teddy an der Seite oder sie kratzt mit den Fingern über die Wickelauflage. Am liebsten auf dem Bauch liegend zeigt sie damit ihren Protest. Hilft aber nichts, am Ende wird sie angezogen…

Jetzt wirds mobil

Isabel versucht seit ein paar Tagen zu krabbeln. Naja, sie hebt ihren Po an und dann passiert nichts. Also hat sich das Kind entschieden vorerst mal rollend durchs Wohnzimmer zu kommen. Es fehlt dabei allerdings an Zielgenauigkeit. Was letztendlich auch nicht wirklich befriedigend ist. Heute rollte sie nun an den Rand vom Tisch und schaute sich den Tisch von unten an. Dabei hatte sie viel Spass. Hat gelacht und gezappelt. Nach ca. 15 min dachte ich, jetzt musst du doch mal schauen, was daran so toll ist. Ist doch nur eine Tischkante dachte ich so. Also legte ich mich neben Isabel und musste schallend lachen. Isabel hatte einen Spiegel gefunden. Da auf der Glasplatte eine Tischdecke ist konnte sie nicht durchgucken sondern „das andere Baby“ sehen und fand das toll. Und zwar so toll, dass sie zwei Stunden später gleich nochmal hingerollt ist. Zufall?

Ach ja, wenn die Sonne ins Fenster schaut macht es auch Spass mit der Hand durch die Lichtflecken zu wischen. Und da soviel Bewegung auch hungrig macht, hat sie heute das erste mal seit einer Ewigkeit wieder nach Essen geschrieen. Naja, vielleicht war auch einfach die Obst-Getreide Zwischenmahlzeit nicht so sättigend wie die PRE-Milch. Aber wer weiss das schon…

Fencheltee

Das unsere Tochter nicht trinken möchte haben wir ja bereits erwähnt. Mittlerweile schaffe ich es ja ihr am Tag ein paar Schluck Wasser reinzuzwingen. Oft wird es zu einer großen Sauerei, da Isabel das Wasser lieber zu einer Munddusche nutzt als es runter zu schlucken. Wir haben auch schon alle möglichen Trinkgefäße ausprobiert. Am besten funktioniert immer noch die handelsübliche Wasserflasche. Dann hat sie zwar etwas getrunken, aber das Kind ist auch von oben bis unten nass. Karin meinte nun: „Probier es doch mal mit Fencheltee. Den hat Andy immer gern getrunken.“ Also denke ich, ist ja seine Tochter, also mag sie bestimmt auch Fencheltee. Also eine Packung beim REWE geholt, schnell gekocht und abgekühlt. Mit einem strahlenden Lächeln biete ich ihr die Trinktasse an und tja, jetzt weis ich was es heist etwas in hohen Bogen wieder auszuspucken. Es war nicht wie üblich nur der Pullover nass sondern auch die Hose. O.K. dann schmeckt ihr wohl auch Fencheltee nicht. Bleiben wir beim Wasser und hoffen darauf, dass die paar Tropfen am Ende reichen.

Dialog am Sonntag morgen

Situation: Isabel hat um 7:35 Uhr pünktlich nach ihrer Flasche verlangt und diese auch bekommen. Vorher musste Andy sie aber unter dem Federbett hervorkramen, da sie sich doch tatsächlich bis ans Bettende vorgearbeitet und dort die Bettdecke runtergezogen hat. Nachts schläft sie im Schlafsack, aber der Mittagsschlaf ist nur mit Zudecke. Schliesslich muss man sich ja an alles mal gewöhnen.

Nach dem Fläschchen haben wir sie wieder hingelegt, da sie noch müde wirkte und wir übrigens auch. Plötzlich hören wir ein PLOPP (Geräusch bei dem der Nuggel auf den Boden aufschlägt). Conny sagt zu Andy. „Zum Glück hat sie ja zwei Nuggel im Bett und hoffentlich findet sie ihn.“ PLOPP. Andy sagt: „Heute Nacht hat sie drei, da wir ja gestern einen Transfer aus dem MaxiCosi machen mussten“. PLOPP. Langsam ein zaghaftes „Määhhh“ von unserer Tochter. Eher traurig als fordernd. Andy sagt: „Ich geh mal die Nuggel wieder aufheben bevor sie richtig schreit und lernt dass mit Schreien die Nuggel wieder zurück ins Bett fliegen“. Er steht also auf und hebt alle Nuggel wieder auf und kommt zurück ins Bett. PLOPP. Es scheint ihr Spass zu machen. Plötzlich fängt sie doch an zu weinen. Nanu? Sie hat doch noch zwei Nuggel zum rausschmeissen. Andy sagt: „Ich hole sie in unser Bett“. Dann ein Lachen aus dem Kinderzimmer. Izzie hatte sich mal wieder in eine Position manövriert aus der sie nicht mehr alleine herauskam. Also haben wir im grossen Bett noch ein bisschen gespielt und sind dann aufgestanden.

P.S. Ihren Schlaf hat Izzie dann von 10:30 – 11:40 nachgeholt. Klar, dass wir in der Zeit nicht mehr schlafen konnten.

Roots to grow

Zwei Lieder die mir besonders gefallen seit Isabel bei uns ist.


Roots to Grow – Stefanie Heinzmann

Roots to grow and wings to fly
The world is cold, the world can lie

Every child has its own piece of sky
A place you hold till the day that you die

I wanna be heart, I wanna be soul
I wanna be free to do the best I can
And that’ll keep me satisfied

Roots to grow and wings to fly
That’s what your mama gave you
The world is cold, the world can lie
Nobody else will save you

My God he asks promises I just can’t make
I need to search my wilder side

Roots to grow and wings to fly

Lord have mercy
Yeah, I know that sky’s the limit
You know why?
Anyways

You bless with every tingle
When you wanna be
Actual virtual reality
You know if I’m missin‘ you
You are in charge of your memory
Certain things take time to see
Yes you got to have a mind of your own
Responding to your feelings deep down in your bone

Life is so lucious
Soul is so precious
Now spread your wings and fly

Roots to grow and wings to fly
That’s what your mama gave you
The world is cold, the world can lie
Nobody else will save you

My God he asks promises I just can’t make
I need to search my wilder side

Roots to grow and wings to fly

Somewhere I hear my name
far off in the haze
But now I don’t feel the same
need somewhere else, somewhere else to play

Roots to grow and wings to fly
That’s what your mama gave you
The world is cold, the world can lie
Nobody else will save you

My God he asks promises I just can’t make
I need to search my wilder side
Roots to grow and wings to fly


Creed
„With Arms Wide Open“

Well I just heard the news today
It seems my life is going to change
I close my eyes, begin to pray
Then tears of joy stream down my face

With arms wide open
Under the sunlight
Welcome to this place
I’ll show you everything
With arms wide open
With arms wide open

Well I don’t know if I’m ready
To be the man I have to be
I’ll take a breath, I’ll take her by my side
We stand in awe, we’ve created life

With arms wide open
Under the sunlight
Welcome to this place
I’ll show you everything
With arms wide open
Now everything has changed
I’ll show you love
I’ll show you everything

With arms wide open
With arms wide open
I’ll show you everything …oh yeah
With arms wide open..wide open

If I had just one wish
Only one demand
I hope he’s not like me
I hope he understands
That he can take this life
And hold it by the hand
And he can greet the world
With arms wide open…

With arms wide open
Under the sunlight
Welcome to this place
I’ll show you everything
With arms wide open
Now everything has changed
I’ll show you love
I’ll show you everything
With arms wide open
With arms wide open

I’ll show you everything..oh yeah
With arms wide open….wide open

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