Monat: Juni 2012

 

Tatkräftige Hilfe

Unser Server ist kaputt. Die Prozessortemperatur steigt auf 100° und alle Warnleuchten blinken.

Ich setze mich hin und schraube das Ding auf. Weil Conny beim Sport ist, hilft mir Isabel. Zuerst lacht sie weil Papa auch am Boden rumturnt. Dass muss sie sich mal anschauen. Dann sitzt sie nur daneben und ist interessiert. Aber als ich beginne zu schrauben, greift sie helfend ein. Ich kann erst wieder halbwegs weiterarbeiten, als sie auch einen Schraubenzieher bekommt.

 

 

Von wegen ein Mann kann kein Multitasking!

  • Fehlerursache lokalisieren
  • Lüfter ausbauen
  • Aufpassen, dass Isabel den Schraubenzieher nicht in den Mund steckt oder sich sonstwie verletzt
  • Aufpassen dass Isabel nicht den Prozessor berührt
  • Aufpassen das Isabel beim sonstigen Schrauben nicht auf der Platine Verwüstungen anstellt
  • Das ganze noch Fotografieren

Okay, endgültig wieder zusammengebaut habe ich ihn erst nach dem Isabel dann Schlafen war. Aber für das Leuchten in den Kinderaugen während sie mir helfen durfte, nehme ich alles in Kauf….

Ach ja, die Ursache. Der Lüfter sass wohl nicht mehr richtig auf dem Prozessor. Jetzt werde ich mal Wäremleitpaste bestellen und den Rechner nochmal aufschrauben. Aber diesmal wenn Isabel schläft…

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Wirkungskreis von Isabel

In der Küche kann man ganz genau sehen, welchen Wirkungskreis Isabel zur Zeit hat. Mit einer großen Begeisterung erklimmt sie Stufen. So auch die zu unserem Tritt in der Küche und der steht, wenn er nicht gebraucht wird, genau vor der Pinnwand.

 

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Wie schmeckt eigentlich Seifenblasenwasser?

Kurz bevor Isabel diese neue Erfahrung machen konnte, hat Conny eingegriffen.

Bisher konnte die Kleine keine Schraubverschlüsse öffnen. Bisher. Eben hat es doch geklappt. Nun untersuchte sie die Dose und wollte gerade kosten als Conny einschritt. Isabels verbesserten motorischen Fähigkeiten zusammen mit der neuen Mobilität werden uns noch vor unerahnte Herausforderungen stellen.

Brötchen für Isabel

Wir haben in Walldorf einen Bäcker, der super Brötchen backt. Normalerweise holen wir auch mindestens einmal pro Woche dort unsere Brötchen. Der Bäcker Ernst ist berühmt für seine „Marktfrischen“. So heissen die leckeren Brötchen, auf die morgens einige Stammgäste auch mal 10 Minuten warten. Sie sind etwas teurer als die Standardbrötchen, aber auch schöner und größer und ihr Geld wert. Der Qualitätslevel wird hoch gehalten, wir bekamen auch schon mal ein zu kleines Marktfrisches gratis mitgegeben.

Seit kurzem bekommt Isabel auch gelegentlich ein eigenes Brötchen. Das isst sie zwar nie auf, deswegen nehme ich auch nur ein einfaches Rosenbrötchen für sie. Als ich zuhause die Brötchen auspackte, rieb ich mir erstaunt die Augen. Während das Rosenbrötchen überdimensional ausfiel, waren unsere Marktfrischen eher am unteren Rand der Qualitätsnorm, so dass sich auf meinem Teller ein seltsames Bild bot.

Das Brötchen in der Mitte war für unsere Tochte, während wir mit den beiden äußeren vorlieb nehmen mussten. Verkehrte Welt.

In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot

Isabel hat eine neue Vorliebe: WURST. Und eine neue Abneigung: Brot.

Die Vorliebe für Wurst, inbesondere Fleischwurst ist schon sehr stark. Im Laden wird eine dicke Scheibe Fleischwurst in der Faust schnell gemampft. Beim Abendessen muss Wurst geben. Gurke, Radieschen und anderes dazu ist okay. Nur Brot nicht. Dann zeigt sie eine weitere Sache, die sie in den letzen Tagen gelernt hat: Man kann mit der Zunge alles im Mund auch wieder heraus befördern. Auch und besonders gut das Brot. Eine Zeitlang hat es geklappt, wenn man das Brot unter einem großen Stück Wurst versteckt hat. Abe auch der Trick zieht nicht mehr richtig.

Unser selbergebackenes Brot akzeptiert sie noch, auch Toast und Brötchen zum Frühstück (mit Nutella oder Marmelade) gehen noch. Aber mehr bitte nicht.

 

 

Schnell-Ladeakku

Wenn Conny sehr kaputt ist, mal nicht gut drauf ist, Trost ode Aufmunterung braucht dann kommt sie zu mir und sagt: „Ich muss mal Andy tanken“. Dann kuscheln wir ein paar Minuten, ignorieren die Welt um uns und tanken etwas neue Energie. Nach ein paar Minuten stellen wir uns gestärkt den Anforderungen der Welt.

Bei Isabel funktioniert das ähnlich. Nur halt etwas schneller. Unsere Kleine ist (zumindest noch) nicht der richtige Kuscheltyp. Rumliegen ist langweilig, sie will los die Welt entdecken. Das Band zur Mama war schon immer sehr dehnbar. Aber manchmal muss auch sie etwas Energie tanken. Dann wird zur Mama gekrabbelt. Neuerdings auch gelaufen. Sobald man auf dem Arm ist wird einmal schnell das Köpfchen auf die Mama gedrückt. Manchmal wird das auch zweimal wiederholt. Aber spätestens dann ist der Tank voll. Im Prinzip wie bei uns, nur viel viel schneller. Und los gehts wieder.

Seit wir angefangen haben „Bing“ zu spielen ist das für sie zum Zeichen der Zuneigung geworden. „Bing“ ist das Anstossen seines Gegenübers mit dem Kopf. Ähnlich dem neuseeländischen Hongi. Sie macht es bei uns regelmäßig und manchmal auch bei Fremden. Aber meist nur, wenn Mama in der Nähe ist man sich nach dem zögerlichen Bing verschämt an Mama pressen kann.

 

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Ich habe meinen Augen nicht getraut!

Als ich heute vom Sport kam, lief mir Isabel im Flur entgegen. Sie lief hin und her, dann mal kurz ins Wohnzimmer und kam wieder zurück. Danach ins Kinderzimmer, blieb abrupt stehen, kam zu mir und dann zur Conny. Sie lief und lief und lief. Und niemand lief mit ihr. Ganz alleine, minutenlang. Sie war gar nicht mehr zu stoppen.

Am Wochenende habe ich noch gesagt: „Ja, sie kann laufen. Vielleicht 10 oder 15 Meter, wenns gut geht auch mal 25m. Aber dann ist Schluß“. Denn so richtig sicher war sie dann doch nicht. Aber heute fast wie ausgewechselt. Einen Riesensprung über Nacht. Conny blieb ganz ruhig stehen: „Das macht sie schon den ganzen Tag. Die läuft völlig sicher.“ Und sie hatte Recht. Den ganzen Abend nicht ein Hinfaller. Aber ehrlich gesagt, mir stockte doch öfter mal der Atem. Wenn Sie losläuft, will ich aufspringen. Hinterher und Schutz geben. Sie ist schon so oft hingefallen (den Artikel über das Hinfallen habe ich für diese Woche zur Veröffentlichung eingestellt, der ist wohl hinfällig.)

Wenn Isabel mich schon von einem Tag auf den anderen verblüfft, was muss das für ein Sprung für Oma und Opa sein, wenn Conny mit der Kleinen im Juli nach Cottbus fährt.

Klatschen

Applaus Applaus Applaus!!!

Seit dieser Woche kann Isabel klatschen. So richtig klatschen, das auch ein Ton rauskommt. Wenn sie bisher bei der Musik mitgeklatscht hat, dann war das ja mehr ein Winken als Klatschen.

Klatsch. Klatsch. Seit sie es kann, nutzt sie es auch aus und freut sich über das Geräusch. Klatsch, Klatsch. Wenn wir singen oder Musik im Radio läuft, ist sie voll dabei. Lacht über beide Backen, tanzt und klatscht. Lebensfreude pur.

EM 2012 – Wir haben geflaggt….

Meine Wäscheablage während der EM.

Reiner Zufall, aber irgendwie passend…..

Tanz am Rande des Vulkans

Seit Isabel sich hinsetzen kann, ist jedes Waschen und Umziehen ein Tanz am Rande des Vulkans. Oder besser am Rande des Abgrundes.

„Ich stehe am Rand eines Abgrunds, doch die Aussicht von hier ist grandios“.
Tracey Emin

Izzie hat Hummeln im Arsch. Auf dem Wickeltisch kann und will sie nicht mehr ruhig liegen. Sitzen ist das mindeste. Noch toller ist Hinstellen. Ob an der Wand oder am Schrank. Immer in Bewegung, immer in Action. Für uns wird das langsam zum Problem. Denn 50% aller Kinder fallen mindestens einmal vom Wickeltisch. Aber im Gegensatz zu uns hat Izzie davor keine Angst.  Also wird sich sofort hingesetzt. Und am liebsten immer vorne an der Kante. Da ist die Sicht ja auch viel besser und man kann die Beine baumeln lassen. Von dort kann man alles beobachten, besonders alles am Boden. Egal ob Papa die Windel in den Eimer schmeisst oder was aus der Schublade holt. Das ist ja so interessant.

Man kann jetzt den Wickeltisch auch nicht mehr für ein paar Sekunden alleine lassen. Nur was weglegen kann schon zu lange dauern. Denn wenn ISabel ungeduldig wird, dann schmeisst sie sich auch mal nach vorne. Bisher stand da immer jemand…

Aber mit genug Geduld kann man Izzie auch ablenken. Neben den bekannten Plüschtieren helfen auch alle Arten von Flaschen und Cremetuben. Denn um dort ranzukommen klettert Izzie immer am Schrank hoch. Was sie aber eigentlich gar nicht darf. Nachdem sie das Mandelöl (ihre Lieblingsflasche) öffnen kann und das im Liegen auch schon gemacht (Das Öl lief über das ganze Gesicht), haben wir jetzt eine leer Flasche bereit gestellt als Dummy.

Das klappt meistens gut, wenn die Wirkung nachlässt, muss man halt mal simulieren, dass man jetzt Creme aus der Dummyflasche braucht. Ja, man wird im Leben immer nur beschissen und daran muss man sich früh gewöhnen 😉

Aber das Sitzen hat auch Vorteile für  uns. Die T-Shirts lassen sich leichter an und ausziehen. Auf das Stichwort „Wie eine Große“ streckt Izzie ruckzuck die Arme nach oben und lässt sich das T-Shirt überstreifen.

 

 

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