Monat: Mai 2012

 

Wäldchestag in Frankfurt

Wäldchestag (Friedrich Stolze 1853):

„In Wald, da muß heut Jedes,
Zu Kutsch, zu Pferd, per Eisebah,
Zu Nache un per Pedes.
Un alle Läde un Condorn,
Die wern geschlosse; Alles!
Die Zeil leiht da, wie gottverlorn,
Un leer is selbst der Dalles!…“

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Stufen

 
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern
es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben
und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
der uns beschützt und der uns hilft zu leben
wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten
an keinem wie an einer Heimat hängen
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen
er will Stuf‘ um Stuf‘ uns heben, weiten
kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
 
– Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel
 

Das Leben ist Veränderung und Entwicklung und nichts ist beständiger als diese Veränderung. Schon Hermann  Hesse hat das erkannt.  Manchmal ist es hart, einen Raum zu schliessen auch wenn der neue Raum schon lockt. Aber das Leben ist hart, es schubst uns aus jedem alten Raum. Gnadenlos.  In unserer Hand liegt es aber,  uns den nächsten Raum auszusuchen und zu gestalten.Und dort noch mehr zu finden als wir bisher hatten. Immer wieder mutig aufbrechen zu neuen Aufgaben.

Die Kunst im Leben ist es, die Dinge die einem lieb sind, immer wieder so zu erneuern und neu zu erfinden, dass man sie durch alle Räume mitnehmen kann und sie in jeden Raum optimal passen.

Suchspiel

Unsere Wohnung, genauer gesagt unser Balkon, hat ein eingebautes Unterhaltungsspiel. Auf der anderen Strassenseite stehen in der Pieter-Valkenenier Allee 10 -16 zwei identische Häuser. Naja, zwei fast identische Häuser. Alleine an der Farbakzentierung sieht man gleich: Das passt nicht zu 100%. Aber je länger man sucht, um so mehr Unterschiede findet man. Ein Suchspiel in live für lange Sommerabende. Wir haben bestimmt noch nicht alle Unterschiede gefunden, unsere Gäste sind gerne eingeladen weitere Unterschiede zu finden.

Die Auflösung gibt es auf der zweiten Seite für alle die gerne mal mitspielen…
Achtung beim Durchschalten der Galerei erscheint die Lösung als Bild 4

Die Bilder in hoher Auflösung: Haus 1Haus 2

 

 

 

 

 

 

Für den bessern Vergleich beide Häuser nebeneinander auf einem Bild

 

Geschrieben aus Mörfelden-Walldorf, Hessen, Germany.

Wie ein Wolfsrudel…

Seit dem Wochenende treten bei uns in Mörfelden-Walldorf Klein-LKW in Scharen auf. In Rudel zusammengeschlossen fahren sie Tag für Tag durch die Strassen. Manchmal bis zu fünf Stück hintereinander. Alle auf der Jagd! Hungrig auf Schnäppchen. Seit Montag ist Sperrmüll in unserer Stadt. Jeden Tag in einem anderen Teil der Stadt. Morgen sind wir dran. Und wenn die Leute ihren Sperrmüll rausstellen, dann streift schon kurz darauf ein Kastenwagen um die Ecke. Lauernd, der Fahrer bereit zum Sprung aus dem Wagen heraus, um die Beute zu erlegen und im LKW in Sicherheit zu bringen. Immer wieder, alle paar Minuten kommt ein Wagen bei uns vorbei. Von früh morgens bis spät abends.

Eine bessere Erinnerung, dass diese Woche Sperrmüll ist, kann es gar nicht geben. Die Signale sind nicht zu übersehen. Ich frage mich aber manchmal ernsthaft, wofür wir eigentlich Sperrmüll haben. Für den Sperrmüllwagen kann doch gar nichts mehr übrig bleiben.

Scorpions

ROCK YOU LIKE A HURRICANE

Abschiedstournee einer großen Band. Man darf gar nicht darüber nachdenken, dass die Scorpions bereites 1965 gegründet worden sind. Jedenfalls eine der besten Rockbands, besonders die letzten Alben war große Klasse. Der weltweite Erfolg spricht für sich. Alleine die Abschiedstournee dauert schon zwei Jahre und auch dieses Jahr sind die Termine dicht gedrängt und der Kalender ausgebucht. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Die Karten hatte ich zum ersten Mal komplett über meinen Blackberry gebucht. Mail mit Konzerttermin bekommen, Links zum Ticketverkauf und fünf Minuten später war alles in trockenen Tüchern ohne die Couch zu verlassen. Wer hättte das 1965 gedacht?

Voraussetzung für einen Konzertbesuch ist ein Babysitter. Der war mit Oma und Opa schnell gefunden.

Das Publikum war sehr gemischt. Wir standen vor dem Eingang und genossen Bier und Bratwurst. In der Zeit schauten wir uns die Besucher an. Vom Anzug bis zur Lederjacke: Rocker, Altrocker, Spiesser, 10 jährige Nachwuchsfans. Ein große Bandbreite.

Kaum waren wir drin (es lief gerade Eisbrecher als Eisbrecher, also als Vorband) vermerkte ich auch Facebook: „Ich bin in der Festhalle“. Und siehe da, ich war nicht der erste. Christian Freund & Sebastian Schuhmacher waren auch schon da und eingeloogt. Generation Facebook halt.

Das Konzert selber war der Hammer. Licht und Pyro-Effekte en mass. Eine riesige Videoleinwand, jedes Lied brachte einen neuen Style. So eine Art Videoclip live. Krass. Und die Musik saugeil. Wir standen knapp hinter der Regie, hatten einen guten Blick. Selbst Klaus Meine war zu sehen….

Die Musikauswahl war gemischt. Von ganz alt bis ganz neu, viele große Hits (besonders die neu abgemischten Tracks von der Comeblack-CD).

Die Show war abwechslungsreich. Geschickt wechselten die Schwerpunkte von Ballade über Drumsolo und Rock, so dass alle Bandmitglieder zwischendurch eine Auszeit nehmen konnten (ist wichtig im Alter 😉 )

Die Lautsärke war ordentlich und besonders bei den Gitarren-Soli schon sehr unangenehm laut. Aber das gehört dazu…..

Viele Stücke weckten Erinnerungen. „Tease me please me“ ist ein Stück von meinem Pregame Football Tape, „Still loving you“ war lange Zeit eines meiner absoluten Highlights. Aber auch „Wind of Change“ hat heute noch mehr Bedeutung für mich als früher. Ohne den Wind of  Change wären Conny und ich nicht verheiratet und dann würde auch keine kleine Isabel zuhause in ihrem Bettchen friedlich schlafen.

Der einzige Wehrmutstropfen: Eine weitere Zugabe wäre geil gewesen….

I was RAISED ON ROCK

Geschrieben aus Frankfurt, Hessen, Germany.

Vatertag Teil 2

Heute nachmittag sind wir dann nochmal los mit dem Fahrrad. Erstmal zum Ausichtspunkt am Flughafen. Eine kurze Pause dort. Die knapp 8 km sind wohl die Distanz, die Isabel im Fahrradsitz ohne Probleme fährt. Dann möchte sie eine Pause. Also haben wir unter dem Luftbrückendenkmal Kuchen gegessen. Ansonsten aber fast nur Begeisterung im neuen Sitz. Sie brabbelte vor sich hin, wir winkten der Mama, freuten uns über alles am Wegrand. Es gab soviel zu schauen. Alleine der Lenker und das Windschild sind ja so spannend.

Danach fuhren wir in den Gundhof. Dort gibt es mitten im Biergarten einen Sandkasten und Spielplatz. Während wir gemütlich in der Sonne am Tisch saßen, vergnügte sich unsere Kleine im Sandkasten. Ganz friedlich spielte sie vor sich hin, robbte zu dem Spielzeug, schaute anderen Kindern hinterher und beschäftigte sich selber. Gelegentlich ein Blick zu uns, das war okay.

Es gibt Momente im Leben, die können nicht schöner sein. Die warme Sonne, ein Frankfurter Schnitzel und ein Äppler auf dem Tisch. Meine Frau an meiner Seite und meine Tochter im Sichtfeld. Ich war so glücklich, so stolz. Und dann dieses Gefühl, dass man diesen Moment nicht festhalten kann. Dass man nicht einmal die Erinnerung an alle Details, an die Umarmungen von Isabel, an ihren Blick komplett festhalten kann. Egal wie viele Fotos man schiesst, egal wieviele Filme man dreht. Irgendwann ist dieser Moment vorbei und es bleibt ein Stück Erinnerung. So viele schöne Details werden verloren gehen.

Auf jeden Fall bin froh diesen ersten „Vatertag“  mit denen verbracht zu haben, die mich zum Vater gemacht haben.

Und  ich bin mir sicher, dass noch soviele ebenso schöne Momente kommen werden und für die muss auch Platz sein in meiner Erinnerung. Freuen wir uns auf den nächsten perfekten Augenblick….

 

Geschrieben aus Frankfurt, Hessen, Germany.

Vatertag Teil 1

Heute haben wir den ersten Ausflug mit dem Bobike Kindersitz gemacht. Über die Obstwiesen ging es zum Wald. Dabei konnten wir die Schafherde beobachten, für die gerade die Tränke vorbereitet wurde. Am See vorbei fuhren wir zum Feuerwehrgerätehaus. Dort ist heute Grillfest. Ein bisschen Fahrzeuge schauen, einmal auf die Hüpfburg und natürlich eine Bratwurst standen auf dem Programm, bevor es durch die Stadt zurück nach Hause ging. Isabel war phasenweise auf dem Rad stark begeistert, müde oder auch mal vom Helm gefrustet. Aber insgesamt können wir ein positives Fazit ziehen.

Mal sehen, vielleicht fahren wir nach dem Schlafen nochmal los…

Geschrieben aus .

Experten oder Politiker?

Vielleicht bin ja etwas blauäugig, aber ich dachte immer, Politiker sind Experten in Regierungsfragen. Experten darin, die Meinung von Experten erfolgreich in Maßnahmen umzusetzen. Deswegen sollten sie die Position ja auch besetzen.

„Politik ist die Kunst des Möglichen“ lautet ein Zitat von Bismark. Das Ziel ist es, das Mögliche umzusetzen. Aber Politiker heute sind mehr Verhinderer als Künstler des Möglichen. Das Mögliche wird zugunsten dem Wohle der Partei-Interessen geopfert. Die Partei-Interessen fallen natürlich oft mit den persönlichen Vorteilen zusammen.

Wohin das führt sieht man in Ländern wie Griechenland, die dieses System perfektioniert haben.

„Als letzten Vorschlag zur Verhinderung eines Staatsbankrotts will der griechische Präsident eine Regierung aus Experten bilden.“ TAZ

Wenn die Politiker bankrott sind, kommen die Leute ins Amt, die da auch hingehören. Experten, die wissen was sie tun. Die inhaltlich handeln und denken. Die nicht durch Fraktionszwang beschränkt sind, sondern problemorientiert arbeiten. Das sollte eigentlich normal sein. Denn wir wählen Politiker zum Führen des Staates, zum Lösen von Problemen, zur Wahrung unserer Interessen. Und dabei sind mir und wohl fast allen Wählern die Partei-Interessen Wurst. Wir wählen keine Politiker zur Wahrung der Partei-Interessen.

Vielleicht ist das Experten-Modell das richtige Modell? Ich wünsche mir auf jeden Fall mehr inhaltliche Arbeit und weniger Partei-Politik.

 

Architektur

Wenn man durch unseren Ort geht, so kann man feststellen, dass die Architektur der Häuser sehr unterschiedlich ist. Es gibt Fachwerkshäuser aus der Gründerzeit von Walldorf, Arbeiterhäuschen aus der Kaiserzeit, Bungalows aus den 60ern, Mehrfamilienhäuser aus den 80ern bis hinzu modernen holzverkleideten Ökobauten von heute.

Wenn man genau hinschaut erkennt man sogar viele sehr befremdliche und seltsame Konstruktionen. Manchmal fragt man sich, was sich der Architekt dabei gedacht haben kann. Ein Bespiel dafür ist das Haus mit Balkon für Nichts. Anders kann man das nicht beschreiben. Dieser Balkon ist eigentlich für nichts nutzbar. Er ist knapp 30 cm tief, aber fast vier Meter breit. Man kann mit Mühe und Not hinaustreten, aber schon zum Hinsetzen ist er zu schmal. Der Zugang erfolgt über das Treppenhaus, also kann er auch nicht als verbreitertes Fensterbrett dienen. Da die Wand aus Glasbausteinen besteht, ist es auch kein Zugang zum Fensterputzen. Okay, jetzt im Sommer kann man ein paar Pflanzen hinstellen. Aber das der Balkon nach Westen geht, kommt auch nicht soviel Sonne dorthin. Da frage ich mich, wieso hat der Bauherr das zusätzliche Geld für diesen Balkon investiert.

Nicht weniger kurios, aber doch leichter erklärbar ist das doppelte Regendach an einem Haus in der Nähe. Auch wenn sich der Sinn nicht wirklich erschliesst, so scheint die seltsame Konstruktion einem Fehler des Architekten zugrunde zu liegen. Der hat das Vordach zu klein konstruiert. Aber da es aus Beton gefertigt wurde, war es schwer wieder zu entfernen. Deshalb wurde da neue Dach unter das alte Vordach gesetzt.

Geschrieben aus .

Beachparty fiel fast ins Wasser

Heute stand das AON Familienfest auf dem Programm. Der Nidda-Strand in Nied war exclusiv gemietet. Einer tollen Feier mit Connys Kollegen stand nichts im Wege. Fast nichts ausser dem Wetter. Denn als wir losfahren wollte, zeigte das Wetterradar ganz deutlich: Frankfurt war auf drei Seiten von Gewitterfronten umgeben. Das kann nicht gut gehen. Die vierte freie Seite war die Seite mit dem abziehenden Gewittern, da war der Regen schon weit weg gezogen.

Als ob Izzie das Wetter selber erkannt hätte, wollte sie uns vom Gehen abhalten. Fertig gepackt saß sie am Boden und hielt uns immer wieder Conny Hausschuh hin: „Hier, nimm den. Wir bleiben besser zuhause!“

Wir haben nicht drauf gehört. Zum Glück. Denn abgesehen von einem heftigen Schauer, den wir im Zelt unbeschadet überstanden, war das Event sehr gelungen. Essen lecker, nette Leute, kurzweiliger Nachmittag.

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