Monat: Mai 2012

 

Wäldchestag in Frankfurt

Wäldchestag (Friedrich Stolze 1853):

„In Wald, da muß heut Jedes,
Zu Kutsch, zu Pferd, per Eisebah,
Zu Nache un per Pedes.
Un alle Läde un Condorn,
Die wern geschlosse; Alles!
Die Zeil leiht da, wie gottverlorn,
Un leer is selbst der Dalles!…“

Conny kocht

Conny und Kochen. Das ist wie Feuer und Wasser, Himmel und Hölle. Der Gegensatz an sich halt. Sie macht es nicht gerne und nur in der Not.

Das hat sich aber geändert seit Conny für unsere Tochter kocht. Es ist wohl das immer noch fehlende Vertrauen in die Industrie. Es ist besser selber zu kochen als ein Fertig-Gläschen zu verwenden. Auch wenn unsere Tochter das manchmal anders sieht und durchaus lieber die Fertigproduktindustrie unterstützen würde, so war für uns doch klar: Gekocht wird selber. Unser Dampfgarer leistet dabei wertvolle Hilfe. Ermöglicht er doch das schonende Kochen, bei dem alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

So nahm Conny sich eines Tages das Kochbuch für Kleinkinder und fing an zu kochen. Immer in Wochenportionen, die dann eingefroren werden. So kann man mit vernünftigen Mengen kochen und hat doch Abwechslung auf dem Tisch.

Die Koch-Highlights waren:

  • Fenchel-Kartoffel-Pute (+++)
  • Kartoffel-Karotte-Rind (+++)
  • Gurke-Kartoffel-Pute-Pastinake  (+++)
  • Süßkartoffel-Zucchini-Rind (+)
  • Gemüse-Allerlei mit Rind (+)
  • Spaghetti Bolongnaise (++)
  • Gemüsereis mit Huhn (+)

Izzies Geschmackskala
(+) ok  (++) lecker (+++) top

Ein weiteres Highlight waren die  Apfel-Hafer-Brötchen. Lecker! Also zumindest unserer Meinung nach.

Was völlig in die Hose ging war Zucchini mit frischer Tomate. Das fand überhaupt keine Zustimmung bei Isabel.

Mittlerweile kocht Conny Menüs für Mama und Kind. Ein Rezept für zwei, wobei der Teil für das Kind püriert wird während der Teil für de Mama abschliessend gewürzt wird. Das Kochbuch dafür ist unterwegs.

Nächste Woche folgt ein Höhepunkt im Leben eines Kindes. Das erste Mal Spinat mit Kartoffeln. Das kann gefährlich werden für Kleidung und Einrichtung. Wir sind gespannt.

Geben und Nehmen

Da ist unsere Tochter vielen Kinder voraus. Sie gibt gerne ab. Wir spielen das ja auch immer mit ihr. „Danke“. „Bitte“. „Danke“. Und der Gegenstand wandert von Hand zu Hand. Nun gibt es aber einen Unterschied im Spiel mit uns und den anderen Kindern. Wir geben den Gegenstand gerne zurück. Also zumindest solange sie damit spielen darf. Und meistens ist es irgendein Spielzeug oder was vom Tisch, dass sie dann auch wieder einfordert.

Aber bei den anderen Kindern klappt das so nicht. Die nehmen gerne, was Izzie gibt. Nur sie geben es nicht zurück .  Isabel sitzt dann erstmal da und schaut den anderen Kindern hinterher. Und manchmal krabbelt sie mittlerweile auch los und holt sich das Spielzeug zurück. Abgeben heisst ja nicht weggeben!

Baby Ping Pong

Ein denkwürdiger Tag. Heute spielen wir das erste mal Baby Ping Pong. Andy und ich sitzen uns gegenüber und Isabel stürzt sich abwechslend mit einem Lachen in unsere Arme. Warum sie lacht? Naja, Sie macht gerade ihre ersten freien Schritte. In ihrem Blick sieht man: „Hallo Welt, jetzt komm ich. Zieht euch warm an.“

Wo ist die Kröte?

Von Oma Gaby hat Isabel beim letzten Besuch im April ein neues Spiel gelernt. Such die Kröte!

Isabel hat ein Stoffbuch, in dem eine Maus und eine Katze (beides Fingerfiguren) ein neues Zuhause suchen. Auf der Suche treffen sie andere Tiere, können durch Fenster und Türen schauen und vieles mehr. Obwohl sie im Text nicht vorkommt, gibt es eine kleine Schildkröte. Und diese Schildkröte hat nun die Hauptrolle an sich gerissen. (Update: Die Schildkröte ist von IKEA und hat sich einfach eingeschlichen)

Bei dem Spiel „Such die Kröte“ wird die kleine Schildkröte irgendwo in dem Buch versteckt. Dafür bietet das Buch zahlreiche Taschen, Blumen, Tiere, Türen und Fenster, hinter denen man die Schildkröte mehr oder weniger gut verstecken kann. Also tun wir das. Dann bekommt Isabel das Buch und sucht. Jede Seite wird durchblättert und betrachtet. Manchmal fehlt die Geduld bis zur letzten Seite zu Blättern, dann wird nochmal von vorne angefangen. Aber am Ende wird die Schildkröte immer gefunden. Dann lacht sie,  freut sich, schaut uns an und manchmal gibt sie uns die Kröte dann auch. Wir verstecken sie erneut (auch hinter unserem Rücken, denn sonst schummelt die Kleine ja) und die Suche beginnt erneut.

Mittlerweile hat sich die Suche ausgedehnt. Das Buch ist zwar weiterhin spannend, aber die Kräte versteckt sich jetzt in Döschen, Plastik-Eiern, Spielkiste und vielem mehr.

 

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Stufen

 
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern
es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben
und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
der uns beschützt und der uns hilft zu leben
wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten
an keinem wie an einer Heimat hängen
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen
er will Stuf‘ um Stuf‘ uns heben, weiten
kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
 
– Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel
 

Das Leben ist Veränderung und Entwicklung und nichts ist beständiger als diese Veränderung. Schon Hermann  Hesse hat das erkannt.  Manchmal ist es hart, einen Raum zu schliessen auch wenn der neue Raum schon lockt. Aber das Leben ist hart, es schubst uns aus jedem alten Raum. Gnadenlos.  In unserer Hand liegt es aber,  uns den nächsten Raum auszusuchen und zu gestalten.Und dort noch mehr zu finden als wir bisher hatten. Immer wieder mutig aufbrechen zu neuen Aufgaben.

Die Kunst im Leben ist es, die Dinge die einem lieb sind, immer wieder so zu erneuern und neu zu erfinden, dass man sie durch alle Räume mitnehmen kann und sie in jeden Raum optimal passen.

Schiebung

Nach dem das Aufstehen jetzt super klappt, aber das mit Freilaufen noch auf sich warten lässt, muss Isabel sich Alternativen ausdenken. Sicher, man kann an Gegenständen entlang laufen. Aber irgendwie dreht man sich da meist im Kreis. Hände sind ja auch nur selten da, mit denen man spazieren gehen kann. Bei jeder Gelegenheit schnappt Isabel sich die Finger und will los. Aber Hände sind halt nicht immer verfügbar.

Also probiert sie es mit Schiebung. Nein, niemand wird bestochen. Isabel verwendet nur jeden mobilen Gegenstand, um ihre Mobilität zu erhöhen.

Das hat angefangen mit dem Kinder-Rollator in der Krabbelgruppe. Als nächstes folgte der Spielwagen zuhause und mittlerweile wird alles verfügbare genommen. Das kann ihr Spieltisch im Kinderzimmer sei oder auch nur der Hocker. Natürlich auch die Kugelbahngiraffe, wobei die nicht so mobil ist.

Sogar der Gehfrei, ihre Mobilität  schlechthin, wird als Gehhilfe missbraucht. Dann kommt man viel besser überall dran, auch wenn das lenken noch nicht so klappt. Aber manchmal wird man ja als Trittbrettfahrer im Gehfrei auch geschoben.

Disen Mittwoch hat sie zum ersten Mal ihren Kinderwagen selber geschoben. Etwas, das mir auch nachgesagt wird. Vom Spielplatz hinterm Haus in Flörsheim schob sie zum Eingang. Bei der Navigation bekam sie geholfen, aber den Antrieb stellte sie selber.

Aber nicht nur schieben ist cool. Auch geschoben werden kann toll sein. Besonders wenn man auf dem Stuhl steht, sich an der Lehne festhaltend und über die Lehne nach vorne schaut, wenn Papa den Stuhl schiebt. Und wenn er dann noch tutet wie ein Dampfer, ist Kaptain Izzie vergnügt auf großer Fahrt

Also, falls irgendjemand demnächst mit dem Auto liegen bleibt. Einfach mal anrufen, Izzie schiebt an.

Suchspiel

Unsere Wohnung, genauer gesagt unser Balkon, hat ein eingebautes Unterhaltungsspiel. Auf der anderen Strassenseite stehen in der Pieter-Valkenenier Allee 10 -16 zwei identische Häuser. Naja, zwei fast identische Häuser. Alleine an der Farbakzentierung sieht man gleich: Das passt nicht zu 100%. Aber je länger man sucht, um so mehr Unterschiede findet man. Ein Suchspiel in live für lange Sommerabende. Wir haben bestimmt noch nicht alle Unterschiede gefunden, unsere Gäste sind gerne eingeladen weitere Unterschiede zu finden.

Die Auflösung gibt es auf der zweiten Seite für alle die gerne mal mitspielen…
Achtung beim Durchschalten der Galerei erscheint die Lösung als Bild 4

Die Bilder in hoher Auflösung: Haus 1Haus 2

 

 

 

 

 

 

Für den bessern Vergleich beide Häuser nebeneinander auf einem Bild

 

Geschrieben aus Mörfelden-Walldorf, Hessen, Germany.

Wie ein Wolfsrudel…

Seit dem Wochenende treten bei uns in Mörfelden-Walldorf Klein-LKW in Scharen auf. In Rudel zusammengeschlossen fahren sie Tag für Tag durch die Strassen. Manchmal bis zu fünf Stück hintereinander. Alle auf der Jagd! Hungrig auf Schnäppchen. Seit Montag ist Sperrmüll in unserer Stadt. Jeden Tag in einem anderen Teil der Stadt. Morgen sind wir dran. Und wenn die Leute ihren Sperrmüll rausstellen, dann streift schon kurz darauf ein Kastenwagen um die Ecke. Lauernd, der Fahrer bereit zum Sprung aus dem Wagen heraus, um die Beute zu erlegen und im LKW in Sicherheit zu bringen. Immer wieder, alle paar Minuten kommt ein Wagen bei uns vorbei. Von früh morgens bis spät abends.

Eine bessere Erinnerung, dass diese Woche Sperrmüll ist, kann es gar nicht geben. Die Signale sind nicht zu übersehen. Ich frage mich aber manchmal ernsthaft, wofür wir eigentlich Sperrmüll haben. Für den Sperrmüllwagen kann doch gar nichts mehr übrig bleiben.

Fazination: Steckdose

Es ist unglaublich, welche Fazination Steckdosen auf kleine Kinder ausüben. Ich hätte das nie so gedacht. Sicher, wir haben natürlich Steckdosenschützer überall eingebaut, wo unser Kind hinkommen könnte. Aber ehrlich gesagt, dass war für mich eher so eine  Art „Das macht man halt so“ als „Das ist ganz wichtig“.

Isabel robbt zur Wand, setzt sich hin oder stellt sich sogar und untersucht stundenlang die Steckdose. Dank Schutz ist die eigetnlich noch langweiliger als vorher. Nur ein Stück Plastik, dazu noch farblos in weiß. Da ist eigentlich nichts dran. Aber trotzdem wird versucht, alles Mögliche hineinzustecken, heraus zu pulen oder was immer Isabel dabei einfällt.

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