Scorpions

ROCK YOU LIKE A HURRICANE

Abschiedstournee einer großen Band. Man darf gar nicht darüber nachdenken, dass die Scorpions bereites 1965 gegründet worden sind. Jedenfalls eine der besten Rockbands, besonders die letzten Alben war große Klasse. Der weltweite Erfolg spricht für sich. Alleine die Abschiedstournee dauert schon zwei Jahre und auch dieses Jahr sind die Termine dicht gedrängt und der Kalender ausgebucht. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Die Karten hatte ich zum ersten Mal komplett über meinen Blackberry gebucht. Mail mit Konzerttermin bekommen, Links zum Ticketverkauf und fünf Minuten später war alles in trockenen Tüchern ohne die Couch zu verlassen. Wer hättte das 1965 gedacht?

Voraussetzung für einen Konzertbesuch ist ein Babysitter. Der war mit Oma und Opa schnell gefunden.

Das Publikum war sehr gemischt. Wir standen vor dem Eingang und genossen Bier und Bratwurst. In der Zeit schauten wir uns die Besucher an. Vom Anzug bis zur Lederjacke: Rocker, Altrocker, Spiesser, 10 jährige Nachwuchsfans. Ein große Bandbreite.

Kaum waren wir drin (es lief gerade Eisbrecher als Eisbrecher, also als Vorband) vermerkte ich auch Facebook: „Ich bin in der Festhalle“. Und siehe da, ich war nicht der erste. Christian Freund & Sebastian Schuhmacher waren auch schon da und eingeloogt. Generation Facebook halt.

Das Konzert selber war der Hammer. Licht und Pyro-Effekte en mass. Eine riesige Videoleinwand, jedes Lied brachte einen neuen Style. So eine Art Videoclip live. Krass. Und die Musik saugeil. Wir standen knapp hinter der Regie, hatten einen guten Blick. Selbst Klaus Meine war zu sehen….

Die Musikauswahl war gemischt. Von ganz alt bis ganz neu, viele große Hits (besonders die neu abgemischten Tracks von der Comeblack-CD).

Die Show war abwechslungsreich. Geschickt wechselten die Schwerpunkte von Ballade über Drumsolo und Rock, so dass alle Bandmitglieder zwischendurch eine Auszeit nehmen konnten (ist wichtig im Alter 😉 )

Die Lautsärke war ordentlich und besonders bei den Gitarren-Soli schon sehr unangenehm laut. Aber das gehört dazu…..

Viele Stücke weckten Erinnerungen. „Tease me please me“ ist ein Stück von meinem Pregame Football Tape, „Still loving you“ war lange Zeit eines meiner absoluten Highlights. Aber auch „Wind of Change“ hat heute noch mehr Bedeutung für mich als früher. Ohne den Wind of  Change wären Conny und ich nicht verheiratet und dann würde auch keine kleine Isabel zuhause in ihrem Bettchen friedlich schlafen.

Der einzige Wehrmutstropfen: Eine weitere Zugabe wäre geil gewesen….

I was RAISED ON ROCK

Geschrieben aus Frankfurt, Hessen, Germany.

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