Monat: Dezember 2015

 

Wie der kleine Affe

 Joshua sitzt vor der Spielzeuggarage, streckt seine Hand durch das Loch und versucht ein Auto heraus ziehen. Aber mit dem Auto in der Hand ist die Faust zu dick. Er kriegt sie nicht raus. Loslassen kommt nicht in Frage.

Ein bisschen erinnert mich das an den Film die lustige Welt der Tiere von Disney. Der kleine Affe hat auch nicht losgelassen als er die Kerne in der Hand hatte.

http://m.youtube.com/watch?v=we_8vye3Ua8

Dann bleibe ich bei Euch

Im Fernsehen läuft gerade ein Jahresrückblick. Eine Geschichte geht über einen kleinen Jungen, der vom Briefträger Werbezettel haben will, damit er was zu lesen hat. Den Bus zur Bücherei oder gar englische Bücher kann sich die Latino-Familie aus Amerika nicht leisten. Der  Briefträger hat über Facebook sehr erfolgreich einen Spendenaufruf für Bücher gestartet.

Isabel meint, dann soll sich der Junge die Bücher doch zum Geburtstag wünschen. Der hat doch auch Geburtstag, oder? Conny erklärt ihr, dass nicht alle Eltern genug Geld haben, um die Wünsche ihrer Kinder zu erfüllen.

Isabel überlegt kurz und meint: „Dann bleibe ich bei Euch“.

Stopp-Schild

  
Das Schild bedeutet „Für Eltern und Großeltern verboten“. Fängt früh an, unsere Tochter.

Alles Schauspieler

Ich erkläre Isabel, dass im Fernsehen alle Personen nur Schauspieler sind und die Geschichten nicht echt sind.

Sie ganz abgebrüht: „Weiß ich doch, nur Bibi und Tina sind echt.“

Weihnachten 2015

  Frohe Weihnachten wünschen die Gebeks auch in schweren Zeiten.

Was für ein Opa!

Im Wohnzimmer stellt ein Mülleimer. Opa Herbert sitzt davor und durchsucht ihn. Er ist auf der Suche nach einem 1 cm langen pinkenen Flügel von Cherry, einem der Magic Pony Diamonds.

Der Flügel lag abgebrochen auf dem Tisch und Herbert hatte ihn unglücklicherweise weggeworfen. Isabel sucht ihn nun, weil ich das Pony kleben sollte. Aber der Flügel war nicht mehr da.

Also machte sich Opa auf die Suche durch den Müll und er fand den Flügel auch. Am nächsten Morgen hatte Isabel wieder ein ganzes Pony und war überglücklich.

P.S. : Flügel ist wieder ab. Jetzt zum dritten Mal. Der wird wohl nicht mehr den Spielbelastungen standhalten.

Magic Ponys Diamonds

Isabel  packt unter dem Weihnachtsbaum als erstes die Magic Ponys Diamonds aus. Die sind der Renner des Abends und der nächsten Tage. Nur das große AppleJack Pony kann das noch toppen.

Conny hat eine große Kiste MagicPonys Diamonds günstig ersteigert. Isabel hatte ein Bild in irgendeiner Kinderzeitung gefunden und auf den Wunschzettel geklebt. Doch die MagicPonys gab es nicht mehr zu kaufen. Nur diese eine Aktion bei eBay. Mit viel Mühe und Not ersteigerten wir die Kiste per Mobiltelefon während einer Autofahrt. In der Kiste waren nicht nur die versprochenen 50 Ponys, sondern auch eine Unmenge an weiteren Überraschungen, Tütchen, Spielzeug und Firlefanz. Zumindest in unseren Augen, aber für Izzie war das ein echter Schatz. Conny nahm die sieben Ponys vom Wunschzettel raus und packte sie in einen Karton. Dazu noch eine Ansteckkrone und einen MagicPony Spiegel.

Als Isabel den Spiegel auspackte lachte und meinte: „Ich weiß wie das geht“.

Sie nahm ein Pony und versuchte es durch den Spiegel springen zu lassen.

Peng. Es knallte zurück. Nochmal.
Peng. Klappt wieder nicht.
Peng. Peng. Peng.

Nach fünf Versuchen bracht sie ab. Das Pony wollte nicht durch den Spiegel springen. In irgendeinen Film springen wohl die Kleinen durch den Spiegel. Ich hatte das auch gesehen und konnte mich erinnern. Oder waren es die Little Ponys? Sieht alles so gleich aus.

P.S. Die Kiste rettete uns nochmal. Isabel hatte eines der Ponys im Krankenhaus verloren. Als sie nach einem Streit im Flur sass, ließ sie es dort stehen, um sich wieder mit uns zu versöhnen. Als sie zurück kam, war es weg. Wir haben stundenlang gesucht. Aber wie durch einen Zauber hat das Pony den Weg nach Hause gefunden. Denn am Abend lag es unter dem Kopfkissen. Zum Glück gab es in der Kiste einen Doppelgänge. Aber so richtig glauben wollte Isabel das nicht.
https://www.facebook.com/MagicPonys

Anziehsachen

Isabel packt unter dem Weinachtsbaum ein Paket aus. Es ist ein weicher, pinker Fleece-Anzug mit einem Herzen drauf. Eigentlich genau dass, was Isabel mag. Später wird das auch ihr einer ihrer Lieblingspullis.

Aber jetzt kommt nur ein Kommentar:

Seit wann verschenkt der Weihnachtsmann denn Anziehsachen?“

Baumputzen

Wir putzen gemeinsam den Baum. Dieses Jahr ist alles anders. Weil Conny und Joshua im Krankenhaus sind und mein Papa an Krebs erkrankt ist, hat sich auch der Weihnachtsablauf bei uns total geändert. Ich versuche für Isabel ein so normales Weihnachtsfest wie möglich zu gestalten.Einige Änderungen gefallen ihr sehr gut.

Sie darf diesmal beim Baumputzen mithelfen. Isabel ist ganz aufgeregt mit dabei. Baum Hinstellen, Verpackung aufschneiden, Kette anbringen und Kerzen verteilen.

Während der ganzen Zeit spielt sie aufgeregt mit den großen Kugeln. Wir haben zwei große Packungen und eine einzelne Kugel in Papier. Ich versuche Isabel zu beruhigen und ihr klar zu machen, dass die Kugeln kaputt gehen können. Aber sie hat Glück.
Zuerst hängt sie alle Kugeln nebeneinander, aber dann wird sie immer besser. Am Ende fällt ihr eine runter beim Umsetzen. Es waren drei zu dicht nebeneinander. KLIRR. Sie ist erschreckt.

Während ich die Reste zusammenräume setzt sie auf der anderen Seite des Baumes eine neue. KLIRR. Der Ast war zu dünn. Die Kugel ist einfach runtergerutscht.

Aus dem vorher hippligen Kind wird nun eine ganz ruhige. Sie ist traurig. Ich nehme sie auf den Schoß, erkläre ihr, dass es kein Problem ist und wir noch eine Kugel setzen werden. Die letzte große. Dann hören wir auf. „Weil ich die runtergeschmissen habe?“ fragt sie traurig.

„Nein, deswegen nicht. Sonst würde ich Dich ja nicht die letzte große Kugel setzen lassen.“ Sie lacht wieder, nimmt die Kugel und sucht eine Stelle. Beim Anhängen rutscht die Kugel vom Haken, fällt auf einen Ast und kullert durch die Äste und…

… Isabel fängt sie auf. Kein Klirr!

Der zweite Versuch klappt dann und ein überglückliches Kind geht in sein Bettchen. Zum Abschluss meint sie ganz trocken: „Jetzt passen wenigstens alle Kugeln in die Kartons.“

Soviel Liebe

Nach einem Streit tröste ich Isabel im Krankenhaus.

„Ich habe dich so lieb!“

Das lässt sie nicht auf sich sitzen und muss es übertreffen.

„Ich habe dich so lieb wie die ganze Welt!“
„Ich habe dich so lieb wie die ganze Welt, die Sonne und den Mond!“

Wir schaukel uns hoch. Den Endpunkt setzt Isabel:

„Ich habe dich so lieb wie alle Leute, alle Bäume,  das ganze Land…. und … und … und so frech wie ich bin.“

Da gebe ich mich geschlagen. Mehr als so frech wie Isabel geht ja gar nicht.

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