Monat: Dezember 2017

 

Leise rieselt der Schnee

Wir sind weihnachten in Cottbus. Die Kinder sollen zusammen auf der Schlafcouch einschlafen, aber wollen nicht. Bei Oma&Opa ist es toll, da kann man sich beim Einschlafen immer gegenseitig erschrecken erklären die beiden später.

Jetzt aber schimpfe ich erstmal.

Jetzt seid endlich mal LEISE!

Da summt Joshua in die Stille:

Leise rieselt der Schnee

und Isabel macht weiter:

still und starr ruht der See.,,

Danach fangen wir alle drei laut an zu lachen. Isabel erzählt die Geschichte noch Wochen später.

 

Meine liebste Weihnachtskarte

Weihnachtslook 2017

Dieses Jahr gab es für den Blog mal wieder ein Weihnachtsdesign.

 

Mal sehen was es für 2018 gibt!

 

Isabel alleine zu Hause

Gestern früh habe ich wohl erwähnt, dass ich zum Joshua ins Turnen komme. Ich dachte so gegen Ende der Session mal kurz reinschauen. Aber Joshua stand zu Hause und bestand drauf: „Papa kommt heute ins Turnen“. Also habe ich meinen Terminplan angepasst und bin zum Turnen gefahren. Conny hat den Kleinen noch hingebracht und ich habe sie dann abgelöst.

Isabel blieb in dieser Zeit alleine zu Hause. Sie ist ja schon groß. Und für den Notfall war ja meine Handynummer auf die grüne Taste programmiert.

Kaum war ich beim Turnen klingelte das Telefon. Isabel war dran. Aber außer einem lauten Schluchzen und Heulen war nichts zu verstehen. Mein Puls war auf 180. Das Gespräch brach ab, aber es klingelte sofort wieder. Immer noch nur Heulen, Weinen und ein zartes Papa. Ich raste durch die Halle. Conny stand noch am Ausgang. „Mach Dich heim. Unsere Tochter weint und braucht Hilfe!“. Conny raste los.

Das Gespräch brach noch mehrmals ab. Isabel wählte aber sofort immer wieder neu. Mit jedem Gespräch verstand ich zumindest ein paar Fetzen mehr. Die ersten Wörter wie „ich habe“ und „Herd“ ließen meinen Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen. Im Spurt wäre ich jetzt in drei Minuten zu Hause. Aber ruhig bleiben, Isabel Fragen stellen, sie ruhig bekommen, Antworten hören. Das war jetzt wichtig. Und Stück für Stück verstand ich auch mehr. Es war nicht der Herd. Es war das Herz. Das Herz zum Basteln vom Nikolaus. Das mit den Kugeln und dem Wasser. Das war beim Basteln kaputt gegangen. Ich war beruhigt. Und ich konnte Isabel beruhigen. Wenig später die Entwarnung von Conny. Sie ist zuhause und alles ist gut.

Wir konnten in Ruhe weiter turnen. 


Zwei Tage später hatte Conny Weihnachtsfeier. Weil sie spät dran war habe ich sie schnell zum Bahnhof gefahren. Die beiden Kinder waren am Basteln im Arbeitszimmer. Ich bin ja nur 10 Minuten weg.

Als ich zurückkam und aus der Tiefgarage ins Treppenhaus kam, hörte ich meinen Sohn sofort schreien. Es klang bis in den Keller. Je höher ich die Treppe kam, um so lauter wurde er und um so schneller wurde ich. Schnell die Tür aufschließen, das Weinen war schon ganz dicht. Direkt hinter der Tür sitzen beide Kinder. Joshua hat einen einen Icepack auf der Hand. Ich versuche die die Situation blitzschnell zu erfassen. Isabel kniet daneben und schaut mich an, in der Hand eine Rolle Pflaster und eine Schere:

Papa, er blutet!

Puls und Adrenalinspiegel bei mir deutlich erhöht. Aber ich kann nichts sehen. Was hat er? Am Finger ist eine kleine Schramme, die wird es doch nicht sein.

Da Papa, am Finger!

Sie meinte tatsächlich die kleine Schramme. Die nur rot ist, aber nicht blutet. Die, wie sich später rausstellte, schon eine halbe Stunde alt war und bereits vor meiner Abfahrt existierte. Okay, alles gut. Dann kann ich Isabel ja zeigen, wie man ein Pflaster von der Rolle abschneidet (als Streifen und kein Viereck raus schneiden). Joshua hat bis zum Schlafen übrigens die ganze Zeit den Finger mit dem Pflaster abgespreitzt.


AmM Donnerstag vor Weihnachten war ich Nachmittags noch auf Arbeit. Während ich im Haus unterwegs war, begann mein Handy zu klingeln, leuchten, surren und blinken.

Die „Heimatbasis“ versuchte mich zu erreichen. Da kam eine Whatsapp

Deine Tochter ist schwer verletzt

Gedanken rasten durch meinen Kopf. Sie drehten sich um Isabel, um den weiteren Ablauf des Tages (Was machen wir mit Joshua?) und der Woche (Können wir nach Cottbus fahren?) und immer wieder um Isabel (Verdammt WIE schlimm denn?)

Sekunden werden zu Ewigkeiten, dann die zweite Whatsapp hinterher:

Entwarnung, nur umgeknickt. Ok, Conny war dann noch mit ihr im Krankenhaus zum Röntgen während Joshua und ich begannen den Weihnachtsbaum zu putzen, aber es war nichts Schlimmes. Nur eine Bänderdehnung. Die waren am Abend noch ein Katastrophe, am nächsten Tag konnte sie laufen und zwei Tage später springen und hüpfen fast wie früher. Die meisten Narben blieben an meinem Nervenkostüm übrig.

Ungünstige Höhe

Auch wenn diese Höhe jedem ermöglicht den SOS Button zu drücken, selbst wenn er am Boden liegt, so ist das doch eine ungünstige Höhe für Kinder.

Im Vorbeigehen, bevor jemand auch nur Eingreifen kann, hat Joshua natürlich den SOS-Knopf gedrückt.

Aber die Art von Fehlalarm sollte die Einsatzstelle ja gewöhnt sein.

Adventskalender

Abends um kurz vor 23:00h kommt Joshua auf einmal aus seinem Zimmer spaziert.

Kann ich meinen Kalender öffnen?

Erst morgen früh. Du musst nochmal schlafen gehen.

Menno, ich habe doch schon fertig geschlafen.

Design-Hilfe

Ich bin echt begeistert. Mit diesem Tool kann man eigene Logos oder Schriftzüge entwickeln. Super geeignet für kleine Firmen, Vereine, Projekte oder auch Familien. Es gibt viele Vorschläge, die man auch noch verändern und anpassen kann. Es lassen sich viele Sachen ausprobieren. Und die meisten Entwürfe  haben mir gut gefallen. Und faire Preise haben die auch noch. Toll!

https://studio.tailorbrands.com

 

Probleme mit dem Amazon-Weihnachtsmann

Ja, auch wenn ich es nicht will, der Amazon.-Weihnachtsmann spielt bei uns eine große Rolle. Gerne würde ich auf Anbieter mit einem besseren Verständnis von Ethik ausweichen, aber Amazon ist halt leider gut. Suche, Bestellung, Preis, Bezahlung. Vom Service her gibt es nichts zu meckern. Wenn nicht diese Markmacht wäre, das völlig falsche Verständnis von Arbeitnehmerrechten und von Datenschutz wollen wir gar nicht reden.

Also bestellen wir fleißig. Ich bestelle für Conny Weihnachtsgeschenke. Conny bestellt für die Kinder Weihnachtsgeschenke und Conny bestellt für mich Weihnachtsgeschenke. Und weil es am einfachsten ist lassen wir zu mir ins Büro liefern. Auch meine Weihnachtsgeschenke. 

Die Pakete für Dich darfst Du nicht aufmachen!

Als die ersten Pakete kamen, stand ich ratlos davor. Ich darf sie nicht öffnen. Conny darf sie aber auch nicht öffnen. Die Kinder schon gar nicht? Wie erkenne ich das jetzt? Da steht nur Amazon drauf. Soll ich sie von meinem Kollegen öffnen lassen? Ungewohnte Probleme durch moderne Lebensweisen….

Die Lösung:

Connys Pakete hatten den PRIME-Aufkleber. Kann ich mir nicht leisten.

 

Spenden zum Geburtstag

An meinem 50. Geburtstag habe ich anstelle von Geschenken um Spenden gebeten. Ich habe eigentlich alles was ich brauche und was ich will ist nicht für Geld zu kaufen.

Ich habe mich jetzt entschieden, wer das Geld bekommen soll.

Hallo,
ich bin Euch noch für den gut gefüllten Spendentopf auf meinem Geburtstag Info und Dank schuldig. Ich habe den Betrag dann nochmal auf 400€ aufgerundet. Da ich, wie viele andere, jemanden durch Krebs verloren habe und über eine Freundin und zweifache Mutter mit geheiltem Schilddrüsenkrebs auf viele traurige Schicksale aufmerksam geworden bin, geht das Geld je 200 € an die Vereine Kinder krebskranker Eltern und Flüsterpost.

Wir haben alle Kinder und wenn man sich kurz in die Lage alleinerziehender Eltern mit Krebs versetzt, weiß was die Familien durchmachen und das hier jede Hilfe gebraucht wird.

Don‘ let friends fight cancer alone

#I WON’T

Danke!

Das Geld ging an:

Eine Sache habe ich aber auf jeden Fall für mich behalten.
Die beiden Bilder meiner Tochter.

Geschafft

Isabel und Joshua spielen im Schnee hinter dem Haus. Sie zieht ihn auf dem Schlitten.

Als sie probiert ihn aus dem Graben nach oben zu ziehen und dabei im Schnee liegt, meinen wir: „Das schaffst Du nicht“

Aber da haben wir den Ehrgeiz von Isabel nicht mit eingerechnet. Mit voller Kraft zieht sie Joshua den kleinen Hügel hoch. Oben reisst sie die Arme in die Höhe:

Geschafft!!!

Allerdings hat sie den Schlitten dabei losgelassen. Joshua rutscht immer schneller den Hügel rückwärts runter. Unten im Graben stoppt der Schlitten und Joshua macht ganz langsam einen Purzelbaum rückwärts und landet lachend im Schnee. So sind die Kinder halt.

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