Mein Helm auf Kiel gesetzt…

Final Season

Ich haben meinen Helm auf Kiel gelegt, ihn an den Nagel gehängt. Meine Football-Karriere ist vorbei. Neunzehn Jahre lang stand ich auf den Plätzen der Nation, heute schaue ich mir das von draussen an.

Ich investiere die Zeit lieber in meine Tochter, in meine Familie. Das nicht getan zu haben bereuen laut einer Studie die meisten alten Menschen. Alt bin ich noch nicht, das eine odere andere Jahr hätte ich gerne noch gespielt. Aber zu verpassen wie meine Tochter aufwächst könnte ich mir nicht verzeihen

Ich hab meinen Helm –
Meinen Helm auf Kiel gelegt,
Vertäut nach allen Regeln.
Ich hab das Spiel
Das Spiel vom Helm gefegt,
Nahms Mouthpiece aus dem Gitter,
Zerschnitt den Riemen,
Ließ alles Zubehör entfernen,
Nun liegt er fest und unbeschwert,
So fest und unbeschwert.

Aber es ist hart, heute Football zu sehen. Ich kann nicht sagen, dass mich das kalt lässt. Tief in mir ist die Sehnsucht nach dem Spiel, nach diesem Gefühl mit 11 Mann im Huddle zu stehen, den Spielzug zu hören, sich umdrehen, an die Linie zu gehen und los gehts. Gemeinsam den Spielzug zum Erfolg bringen. Zusammen den Ball in die Endzone bringen. Gegen den Widerstand des Gegners. Dieses Gefühl im Huddle werde ich wohl immer vermissen.

Nur manchmal, wenn das Spiel beginnt
Das Adrenalin das Blut gerinnt
Wie schauerliche Stürme,
Dann sehn ich mich
Wieder nach dem Spiel.

Das Original „Auf Kiel“ von Subway to Sally

Ich hab mein Boot –
Mein Boot auf Kiel gelegt,
Vertäut nach allen Regeln.
Ich hab das Meer
Das Meer vom Rumpf gefegt,
Nahm Wind aus seinen Segeln,
Zerbrach die Ruder und das Schwert,
Ließ alle Lasten löschen,
Nun liegt es fest und unbeschwert,
So fest und unbeschwert.
Nur manchmal, wenn der Südwind weht
Und wildes Fernweh durch mich geht,
Wie schauerliche Stürme,
Dann sehn ich mich –
Nur manchmal, wenn der Südwind weht
Und wildes Fernweh durch mich geht,
Wie schauerliche Stürme,
Dann sehn ich mich
Wieder nach der See.
Auf Kiel gelegt
Hab ich mein Boot.
Es faulen bald die Planken,
Die Ratten gingen längst von Bord,
Und alle Anker sanken.
Mein Boot liegt fest und will nicht fort,
Liegt fest und will nicht fort.
Nur manchmal, wenn der Südwind weht
Und wildes Fernweh durch mich geht,
Wie schauerliche Stürme,
Dann sehn ich mich –
Nur manchmal, wenn der Südwind weht
Und wildes Fernweh durch mich geht,
Wie schauerliche Stürme,
Dann sehn ich mich
Wieder nach der See.
Ein Sturm zieht auf,
Ich steh an Deck.
Die Seeluft schmeckt
Nach Regen.
Der Himmel streckt
Die Hände aus,
Ich stemm’ mich ihm
Entgegen.
Denn manchmal, wenn der Südwind weht
Und wildes Fernweh durch mich geht,
Wie schauerliche Stürme …
Denn manchmal, wenn der Südwind weht
Und wildes Fernweh durch mich geht,
Wie schauerliche Stürme,
Dann sehn ich mich –
Denn manchmal, wenn der Südwind weht
Und wildes Fernweh durch mich geht,
Wie schauerliche Stürme,
Dann sehn ich mich
Wieder nach der See,
Wieder nach der See.

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