Monat: März 2015

 

Olympia Gold Teil 2

Same same but different. Das gilt immer wieder für unsere Kinder.

Während bei Isabel schnell feststand, wie sie kein Olympisches Gold gewinnt, ist das bei Joshua umgekehrt. Es gibt eine Sportart, für die beherrscht er die Grundlagen perfekt: Ringen.

Bei dieser Sportart verliert derjenige, der auf dem Rücken liegt. Und genau das kann Joshua nicht passieren. Man kann ihn nicht auf den Rücken legen. Das mag er gar nicht. Nicht nachts im Bett, nicht beim Spielen und schon gar nicht auf dem Wickeltisch.

Sobald man ihn hinlegen will, beginnt er sich zu drehen und winden. Schon in der Luft geht das Theater los. Auf dem Tisch erst recht. Umdrehen, Robben, Aufstehen. Immer wieder mit vollen Elan. Ich nehme ihn, drehe ihn, lege ihn hin und das Spiel beginnt aufs Neue. Gestern hatte er eine volle Windel und die kann man nur im Liegen beseitigen. Der Popo war noch nicht abgewischt, da wollte er weg. „Nichts da, Du bleibst hier“. Mit einer Hand hielt ich ihn am Fuss fest. Der kleine Kerl windete sich so, dass er am Ende aus eigener Kraft einen Kopfstand machte. Ich hielt seine Fuss und sorgte für die notwendige Körperspannung. Ein Foto gibt es leider nicht, denn mit der zweiten Hand versuchte ich angestrengt seinen Popo zu putzen.

Seit einigen Wochen wasche ich jeden Abend den kleinen Mann. Er hat deutlich mehr Muskeln als Isabel und ist viel lebendiger. Conny ist ihm nicht mehr gewachsen und hat aufgegeben. Es ist ihr zu gefährlich. Und dabei ist er gerade mal neun Monate alt. Nach Ostern schicke ich Conny wieder zum Sport. Damit sie wieder fit wird. Joshua braucht noch kein Extratraining. Der wird auch so noch zulegen. Vielleicht reicht es dann zum Olympia Gold. So leicht legt niemand ihn auf den Rücken.

 

Nachtrag: Eines der Ziele von Joshua auf dem Wickeltisch war immer der Schrank mit dem Wasser. Aber an die Schüssel mit dem Wasser durfte er nicht ran und auch den feuchten Waschlappen bekam er von mir nicht. Egal wie oft er es probierte. Heute abend habe ich mal nachgegeben. Als er den Lappen hatte, setzte er sich hin und began ihn erst sich, dann aber mit viel Ausdauer mir in den Mund zu stecken. Es bereitete ihm sichtlich Vergnügen. Danach wusch er meine Unterarme und Hände und quiekte vor Vergnügen. Vielleicht wollte er nur unbedingt den Waschlappen haben und ist zukünftig ruhiger…

Hilfe

Diese Woche hatte ich Joshua morgens mit im Badezimmer. Wie so oft, weil er ja ab 6:00 keine große Lust auf Schlafen hat. Dafür ist er abends auch pünktlich um 20:00h hundemüde und schläft so ein, wie man ihn hinlegt. Na gut, dann haben wir also einen Frühaufsteher, das ist ja auch nicht das Problem. Ist ja bekannt.

Ich nehme ihn morgens mit raus und er krabbelt durch die Wohnung, zieht sich hoch, wo er kann und spielt. Völlig problemlos.

Natürlich braucht er morgens auch eine frische Windel. Also habe ich ihn im Bad auf den Boden gelegt, Schlafsack auf, Schlafanzug und Body aufgeköpft und Windel gewechselt.

Erst einmal die alte Windel ausziehen. Nur keine Hektik, haben wir schon tausendmal gemacht. An die schlechten Erfahrungen aus der Anfangszeit denkt ja keiner mehr.

Als ich wieder hinschaue liegt auf der Lasche vom Body ganz säuberlich ein kleiner Haufen. Klein, aber stinkig. Na super. Also beginne ich schnell Schlafsack und Schlafanzug ohne Kollateralschaden zu entfernen.  Gelungen. Jetzt noch den Haufen weg und dann den Body ganz vorsichtig ausziehen. Den Body gleich in das Waschbecken zum Auswaschen.

Als ich mich wieder umdrehe, sehe ich einen grinsenden Joshua. Und eine riesige Fontäne. Er pullert fröhlich im Liegen wie ein Springbrunnen. Die Puller läuft schon an das Regal. Panisch springe ich los, hole ein Tuch und wische auf. Kind abtrocknen, zur Seite legen, Puller aufsaugen, mit Tuch wischen.

Während ich ich beschäftigt bin, stellt sich Joshua an den Badewannenrand und beginnt mit dem Spielzeug zu hantieren. Ich springe ins Kinderzimmer um einen neuen Body zu holen. Ganz leise, ohne Isabel zu wecken. Als ich wieder ins Bad komme, glaube ich meinen Augen nicht. Joshua hat im stehen einen Riesenhaufen gemacht. Und in diesem Haufen steht er gerade. Die Füsse sind voll, das Zimmer ist voll, ich habe die Nase voll. „Conny!“ Jetzt brauche ich Hilfe. Die kommt auch gleich und zusammen beseitigen wir das Chaos, das unser kleienr Mann angerichtet hat.

Ach ja, er macht in letzter Zeit gerne kleine Haufen. Seit er krank war ist die Verdauung (durchs Antibiotika?) etwas durcheinander. Acht bis zehn Windeln pro Tag sind keine Seltenheit. Die Scheisse ist wieder grün. Aber auch das Kennen wir ja schon.

Nachtrag: Aus Schaden wird man klug. Nur bedingt. Heute nacht habe ich ihn auf dem Bett gewickelt. Möglichst schnell die neue Windel rum. Ich dachte „Geschafft“, als ich plötzlich merkte, dass mein T-Shirt an der Seite ganz nass ist. Da hat er schnell mal einen Springbrunnen losgelassen in der Dunkelheit.

Rollator

  Joshua hat sein Spielgestell zu einem Rollator umfunktioniert und schiebt es durchs Wohnzimmer.

Joshua weint anders

Same. Same but different. Unser Kinder sehen zwar gleich aus, aber sind unterschiedlich. Sie weinen auch unterschiedlich.

Joshua weint oft mit Kopfstimme. Sehr hoch, sehr hell und halt sehr weinerlich. Für ein Weinen ist das schon sehr gut. Nicht aber für unsere Nerven. Isabel ließ sich viel leichter auch wieder beruhigen. Bei ihr sangen wir und irgendwann schlief sie ein. Wir haben gewonnen.

Doch Joshua ist da eine harte Nuss. Wenn er weint, dann weint er. Und am Ende gewinnt er. An diesem Punkt sind wir froh nicht allein erziehende Eltern zu sein. „Ich kann nicht mehr, er hat mich geschafft. Spring Du für mich ein“. Einmal abklatschen und das Eltern TagTeam ist weiter im Rennen. Im 24 Stunden Rennen, denn er hält uns auf Trap. Dieses hohe Weinen macht aggressiv. Kaum zu glauben, wie der unseren guten Willen manchmal klein kriegt.

Aber sobald er aufhört ist der Ärger verflogen und wir haben so einen kleinen süßen Lausebengel. Bis er wieder anfängt.

 

Update 2017

Er kann immer noch in dieser Tonlage weinen. Aber er weint nicht mehr so lange, das macht es leichter.

Frühstück für Isabel

Das mit dem Frühstück ist so eine Sache bei Isabel. Sie frühstückt nicht viel und vor allen Dingen nicht alles .

Deshalb sieht ihre Frühstücksbox oft so aus. Nicht das, was wir uns vorstellen, aber das, was sie isst.

Deshalb

Ab in den Kindergarten

In letzter Zeit gehen wir Hand in Hand in den Kindergarten. Das ist schön. Die Phase wird bestimmt nur kurz sein. Aber so ist es nun mal. Ich genieße die Zeit

Magnete

Seit Anfang des Jahres üben sie eine große Faszination auf Joshua aus. Die Magnete am Geschirrspüler. Er robbt gerne hin, macht sie ab, beißt drauf rum und spielt damit. Und zu unserer Überraschung macht er sie auch wieder ran. Notfalls dreht er sie dafür auch.

Selber

Endlich klappt das mit dem Hochziehen auch alleine. Für uns beginnt eine wilde Zeit.

Sonnenfinsternis

Nach 1999 haben wir am Freitag wieder eine Sonnenfinsternis. Leider ist Isabel im Kindergarten zu dieser Zeit, ich hätte die Finsternis  gerne mit ihr zusammen geschaut. Schliesslich habe ich beim Vorlesen von Tim&Struppi vergebens versucht, ihr das Phänomen zu erklären. Aber zumindest Tag und Nacht hat sie dabei anhand von Ball und Taschenlampe verstanden.

Ich erinnere mich noch an 1999, als sich das Wetter direkt nach der Finsternis änderte. Die Abkühlung durch die fehlende Sonne machte sich sofort bemerkbar. Das hatte mich beeindruckt.

Laut FAZ gibt es ja bald wieder eine:

„Die nächste bedeutende partielle Sonnenfinsternis in Deutschland ist 2026, auf eine totale warten wir noch bis 2081. Am 3. September haben unsere Kinder, Enkel und Urenkel eine Chance auf dieses unbeschreibliche Erlebnis, um die Ecke, in Süddeutschland. In Freiburg wird die Sonne für 3:39 Minuten hinter dem Mond verschwinden. Wer einmal erlebt hat, wie es ist, wenn jemand das Licht ausknipst, vergisst das nie mehr.“

Nun, 20026 ist meine Tochter Teenager und Joshua auch schon fast. Da können wir das gemeinsam schauen. Aber 2081 sind die Kleinen auch schon in Rente. Ein bisschen ist das wir im Plantearium 1989 . Die Sterne kann man über Jahrzehnte auf die Minute vorher berechnen, aber was das Leben bringt keine zwei Tage. Zumindest ich werde 2081 nicht mehr dabei sein.

 

Am Morgen

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, 7:30 Uhr jeden Tag das gleiche Szenario. Andy bemüht sich seit einer halben Stunde Isabel zu wecken. Samstag 7:00 Uhr: Isabel steht hellwach im Zimmer und will spielen. Wenn ich den Programmierer erwische der den Fehler eingebaut hat….

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