Die zwei Wölfe

Kampf zwischen Gut und Böse

Die Legende

Ein alter und weiser Indianerhäuptling sitzt eines Abends am Lagerfeuer im Tipi mit einem seiner Enkelsöhne beisammen und erzählt ihm über seine Erfahrungen im Leben:

„Im Leben eines jeden Menschen gibt es zwei innere Wölfe, die ständig miteinander ringen und kämpfen.

Der eine Wolf ist böse. Er arbeitet mit Trennung, Angst, Schuld, Verleugnung, Unterdrückung, Zwietracht, Eifersucht, Neid, Gier, Habsucht, Überheblichkeit, Feindschaft und Hass.

Der andere Wolf ist gut. Er nutzt Verbindung, Vertrauen, Offenheit, Liebe, Wohlwollen, Güte, Verständnis, Mitgefühl, Freundschaft, Friede, Rücksicht, Gelassenheit, Wahrhaftigkeit, Hoffnung und Freude.“

Der Enkel schaut nachdenklich in die züngelnden Flammen des auflodernden Feuers. Nach einer langen Weile fragt er seinen Großvater:

„Und welcher der beiden Wölfe wird gewinnen, Großvater?“

Und der alte Häuptling schaut ihn eindrücklich an und entgegnet:

„Der wird letztendlich gewinnen, den du am häufigsten fütterst!

Darum lebe achtsam und lerne beide Wölfe gut kennen.
Und dann wähle jeden Tag von Neuem deinen bevorzugten Wolf!“

So ähnlich ist das mit den Kindern. Es gibt immer gute und schlechte Dinge. Kinder, auch unsere, können die Hölle sein, ein Klotz am Bein. Aber Kinder können auch das Beste sein, das man je erlebt hat. Und sie können alles dazwischen sein. Es gibt kein Schwarz oder Weiß.

Aber Du kannst ihren Einfluss selber bestimmen. Du kannst es heller oder dunkler machen, es hängt von Dir selber ab.  Jeder hat sein Leben und sein Glück selber in der Hand. Je nachdem wie er die Dinge betrachtet.

Ach ja, in einer Interpretation der Wolfsgeschichte fand ich noch den Hinweis, dass man beide Wölfe würdigen muss. Man darf keinen Wolf völlig ignorieren, denn in die Enge getrieben wird er wild. Auch daran ist viel Wahrheit.

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