Monat: März 2017

 

Vier Tage – vier Betten

Unterwegs entlang der A4. Hin und Her ging es mit Auto und Zug, Autobahn und Landstrasse, beruflich und privat.

Drei der Betten lagen in den neuen Bundesländern, nur das heimatliche Bett zwischendurch war in Walldorf.

Schloss Ettersburg

Schloss Ettersburg

Schloß Ettersburg liegt nördlich von Weimar. Hier waren schon Christian Andersen, Goehe und Liszt zu Gast. Mich verschlug es beruflich hier hin. Mit im Preis eine Schloßführung und am nächsten Tag ein Spaziergang durch Weimar. Die Betten standen auseinander, waren recht schmal und federten stark. Ich war froh nachts beim Drehen nicht heraus katapultiert worden zu sein..

Zu Hause

Für eine Nacht in der „neu“ gewohnten Umgebung. Mit dem Zug fuhr ich zurück nach Hause, um am nächsten Morgen mit Conny und den Kindern auf der Autobahn wieder an Weimar vorbei zufahren. Für eine Nacht durfte ich zurück ins eigene Bett. Das ist allerdings beim Einschlafen noch durch meine Tochter belegt. 

Zum Brüderchen

Marianne und Ecki haben genullt. Da wollen wir nicht fehlen. Im Lehrbetrieb von Antje wird gefeiert. Der liegt in der kleinen Ortschaft Koitzsch, irgendwo zwischen Dresden und Bautzen. Wir haben das Familienzimmer und Isabel hat ein tolles eigenes Bett direkt am Fenster. Die Kinder lieben es.Zwischendurch machen wir einen Abstecher auf den Keulenberg.

ibis Hotel Eisenach

Wir wollen den Kindern keine zwei Tage im Auto zumuten. Also fahren wir auf dem Rückweg nur bis Thüringen und besuchen in Saalfeld die Feengrotten. Ein „zauberhafter Ausflug“ unter Tage.

Das Ibis Hotel hat ewig lange Gänge. Wir sind ganz am anderen Ende (Babyphone? Vergiss es!), können aber mit dem Auto bis unter das Fenster fahren. Die Kinder sehen den Fernseher und wollen sofort schauen.

Der Plan war ein Doppelbett für uns mit Joshua in der Ritze und Isabel im eigenen Bett. Aber die Kinder machen einen Strich durch die Rechnung. Sie wollen zusammen schlafen. Conny weicht schnell auf das Einzelbett aus. Also teile ich mir mit den beiden Kleinen das Bett. Mehr als einen schmalen Rand bekomme ich nicht. Eine Hand habe ich die ganze Nacht am Joshua. Der wandert hin und her. „Lange Haare? Wo ist der Kleine“ immer wieder suche ich ihn. Mal liegt er an den Füssen. Mal höre ich ihn jammern, weil Isabel sich kurzerhand quer über ihn gelegt hat. Oder die zwei tauschen einfach die Betten. Zwischendurch werde ich permanent von einem der beiden Kleinen getreten. Ich komme einfach kaum zur Ruhe. Conny weiß schon warum sie direkt das Einzelbett gewählt hat.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Wartburg. Auch ohne die Esel zum Hochreiten ein tolles Erlebnis für uns vier. Die Kinde schlagen sich wie am Vortage während der Führung tapfer. Allerdings müssen wir sie ständig trennen. Ich lenke den Kleinen auf dem Arm ab. Kommen sie sich zu nahe, beginnen sie sich zu umarmen, zu schmusen und zu Gurren und Jauchzen vor Glück. So laut, dass keiner mehr was von der Führung versteht. Unsere Kinder. Irgendwie anders.

Joshua wartet geduldig

Joshua und ich gingen zusammen einkaufen. Beim Rewe wollen unsere Kinder oft einen kleinen Einkaufswagen haben. Damit sausen sie herum und helfen auch tatkräftig beim Einkauf.

Da wir sehr viel Leergut hatten, mussten wir zuerst zu dem Leergutautomaten. Leider nahm der nicht alle Kisten an. Also mussten wir die eine Kiste wieder zum Auto bringen. Beim Rausgehen bleibt Joshua stehen und will einen von den Kindereinkaufswagen. Ich vertröste ihn auf gleich.

Doch als wir zurückkehren, ist kein Wagen mehr da. Vor uns geht eine Familie mit zwei Kindern und zwei Wagen in den Laden. Joshua weint herzzerreißend. Das kann er.

Also setzen wir uns in das Cafe und warten. Der Blick zu den Kassen. Irgendwann muss ja ein Kind wieder rauskommen. Ich setze Joshua auf den Stuhl. Es dauert. Joshua spielt mit dem Wagen-Chip und schmisst ihn mehrfach runter. Die anderen Gäste schmunzeln schon und helfen uns bei der Suche.

Es dauert lang, aber Joshua hält durch. Mittlerweile ist die Familie mit den zwei Kindern mit ihrem Einkauf fertig. Joshua rennt los und nimmt den Wagen stolz in Besitz. Endlich können wir einkaufen.

Joshua kommt mit und packt fleißig mit ein. Meistens was ich sage, aber die eine oder andere Kinderwurst kauft er schon selbständig ein.

 

 

 

 

 

 

 

Plötzlich ist er weg. Eben war er noch da. Ich drehe mich mehrfach um, aber kein Joshua ist da.

Da sehe ich die weiße Fahne seines Einkaufswagen hinter einem Stapel hervorschauen. Ohne den Wagen hätte ich ihn da nie gefunden.

Und als ich herumkomme ist er dabei seinen gerade in den Wagen gepackten Kuchen zu öffnen. Guten Appetit.

 

Der Schrank ist weg

Da habe ich nochmal Glück gehabt. Unser Wertstoff-Hof ist nur alle 14Tage offen. Natürlich diese Woche nicht. Habe ich wohl falsch geschaut. Aber das Auto ist voll bis zum Rand mit dem grossen Schrank. 

Der Schreck war groß. Wohin jetzt? Wieder Ausladen? Zum Glück gibt es Internet. Der Hof in Langen hat auf,  Als ich dort ankomme ist eine Schlange und ein großes Schild „nur für Langener Bürger, Personalausweis zeigen“ Doch der Mitarbeiter ist im Stress. Ich werde alles ohne Kontrolle los. Eine ganze Radlader-Schaufel voll.

Oh eine Dampflok

Heute früh haben Joshua und ich Brötchen beim Cafe im Bahnhof geholt. Ehrensache, dass man kurz auf den Bahnsteig tritt, um die gerade eingefahrene S-Bahn anzuschauen. Joshua wollte ja eigentlich einen ICE sehen.

Als wir auf den Bahnsteig treten und Richtung Frankfurt schauen, sehen wir eine große Rauchwolke über den Gleisen. Genauer gesagt eine große weiße Dampfwolke.

Da schiebt sich eine 03er Dampflok mit vergleichsweiser gemütlicher Geschwindigkeit in Richtung Bahnhof. Ich nehme Joshua vorsichtshalber auf den Arm (wieviel Dampf stösst so eine Lok bei einer Durchfahrt eigentlich aus?).

Wir stehen da, staunen, winken und freuen uns. Ein voller Zug mit Speisewagen und allem drum und dran. Die Leute am Fenster und auf der Lok winken freundlich zurück. Hinten schiebt eine DDR-E-Lok den Zug etwas an.

Ein tolles Erlebnis. Rustikale Technik, aber irgendwie mit Herz.

http://eftreysa.de/page.php?107

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Du kommst da nicht durch

Wir haben einen grauen Wintertag auf dem Spielplatz am Goetheturm verbracht. 

Unsere Kinder und wir hatten viel Spaß. Die Rutsche ist sau schnell.

Im Labyrinth begann Joshua sich zu verstecken. Er kletterte einfach durch eines der vielen kleinen Fenster (siehe Pfeil). Wenn er durch war, dann drehte er sich um und meinte: 

Du kommst da nicht durch

und lachte sich schief. Und zu allem Überfluss lief er einfach weiter und versteckte sich. Ich wäre durchgekommen, aber nicht ohne mich halb in den Dreck zu setzen.

Ein paar Mal dauerte es sehr lange bis wir ihn fanden. Er hatte seinen Spass.

Geschrieben aus .

Das wohl kleinste Anziehzimmer der Welt 

Heute kommt der neue Schlafzimmerschrank. Den alten haben wir letzte Woche abgebaut. Seit dem Leben wir mit einem zugestellten Arbeitszimmer. Die Arbeitsklamotten hängen jetzt in der Garderobe und ich habe somit ein Ankleidezimmer . Nur ist es halt nicht sehr groß.

Ich sch… auf Pollen

wenn die Sonne scheint..

Kim kommt?

Wir renovieren das Schlafzimmer. Damit die Klamotten im Arbeitszimmer zwischen gelagert werden können muss der Kindertisch ins Wohnzimmer. 

Joshua interpretiert das falsch. „Kim kommt.“ ruft er freudestrahlend und sagt es Jedem. 

Es ist schon richtig, das machen wir auch wenn Kim kommt. Aber halt nicht nur.

 

 

Am Sonntag kamen dann Manu und Vanessa. So zur Ablenkung unserer Kinder. Als ich Joshua dann abends ins Bett brachte und er kuschelte, fragte ich ihn, wer denn heute da war? Den Namen Vanessa hat er bisher noch nicht gesagt. Er überlegte kurz und meinte:

Isabels Kim.

In gewisser Weise hat er Recht.

Geschrieben aus .

So oder so?

Eine musikalische Frühprägung war bei mir das Lied „Ballad of the Green Berets“ von SSGT Barry Sadler.

Mein Papa hat das während meiner Kindheit wohl immer und immer wieder gehört. Ich habe die Single später beim Durchstöbern der Plattensammlung gefunden und genauso immer wieder gehört. Und bin dabei durch das Wohnzimmer (weil nur dort der gute Plattenspieler stand) marschiert und marschiert.

Jetzt bin ich mal wieder über die deutsche Version gestolpert. Während die Amerikaner das Soldatentum und den Heldentod verherrlichen ist die deutsche Version ein klares Plädoyer für den Frieden. So einfach kann man Unterschiede in Grundeinstellung darstellen. Ich bin mir sicher, welche Version mir besser gefällt und das obwohl die amerikanische bei mir heute noch Erinnerungen hervorruft.

Bei kindlicher Frühprägung fällt mir auch das hier ein:

Whistling Jack Smith – I Was Kaiser Bill’s Batman

Ein legendäres Bewegungstalent …

Wegsperre

Als ich gestern heimkam, hörte ich es schon giggeln. Die Kinder sassen im Flur, direkt vor der Tür. Ich musste sie beiseite schieben um überhaupt reinzukommen.

Sie hatten sämtliche Schuhe und alle Gegenstände aus der Kammer als Barriere im Flur zusammengehäuft. Dahinter sassen die Beiden nun und warteten hinter dem Schirm versteckt. Dass ich durch die Haustür komme und auf ihrer Seite der Barriere auftauche war nicht geplant.

 

 

 

 

 

 

Das Problem war die mangelnde Bereitschaft das Chaos wieder zu beseitigen. Nach einem Donnerwetter räumte Isabel gut auf. Aber Joshua weigerte sich standhaft, motzte und blockierte. Das hatte natürlich TV-Verbot als Folge. Damit kann man ihn am besten treffen, auch wenn er nicht unbedingt gleich den Eindruck machte sich den Folgen seines Handelns bewusst zu sein.

Aber wer motzt und nicht aufräumt bekommt kein Fernsehen…..

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