Monat: August 2012

 

Die falsche Mandelöl-Flasche

Jeden Abend beim Eincremen haben Isabel und ich den gleichen Kampf ausgetragen. Alles was ich in der Hand habe, erregt ihr Aufmerksamkeit. Und dann will sie es auch in der Hand haben. Ist ja logisch. Aber nicht alles ist für Kinderhände geeignet. Besonders Cremes, Lotions, Öle sind nicht das ideale Spielzeug.

Die größte Aufmerksamkeit erregte immer die Mandel-Öl Flasche. Echtes, gesundes Mandel-Öl zum Einreiben, dass auch noch besonders gut riecht. Das Verwenden wir immer nach dem Baden und auch unter der Woche wird sie öfter mal komplett eingerieben. Das duftet herrlich und die Haut wird zart wie ein Baby-Popo.

Diese Flasche habe ich immer auf dem Wickeltisch abgestellt. Um daran zu kommen, hat Isabel sich zum ersten Mal an einem Gegenstand in die sitzenden Position gezogen. Wochen bevor sie das ohne Mandelöl Flasche wiederholen konnte.

Sobald sie die Flasche hatte, begann sie daran rum zu knabbern. Am Anfang war das harmlos, deshalb bekam sie zwischendurch die Flasche und war glücklich. Auch wen ich sie jedesmal wieder wegnehmen musste, um mir Öl zu nehmen. Doch im Laufe der Zeit bekam sie die auf. Also gab ich ihr die Flasche immer verkehrt rum in die Hand. Bis sie das merkte, brauchte ich das Öl ja schon wieder und nichts war passiert- Klar, das ging nicht immer gut. Weil sie ja noch lag, lief das Öl sofort auf sie drauf. Gierig schleckte Isabel so viel wie es nur ging. Übrigens ohne Auswirkung auf Gesundheit oder Stuhlgang.

Aber in dieser Phase probierete sie alles. Badwasser, Feuchttücher (auch ohne Himbeeraroma). Creme, und halt das Öl.

Als Gegenmaßnahme rieb ich sie ab sofort nur noch im Sitzen ein. Da öffnet sie gelegentlich den Deckel und sabberte dran, bekam aber kein Öl mehr ab. Wie zu Erwarten war, begann sie irgendwann auch zu versuchen aus der Flasche zu trinken. Glücklicherweise war genau zu diesem Zeitpunkt die erste Mandelöl-Flasche leer. Conny wusch die Flasche aus und ab sofort hatten wir zwei Flaschen. Eine für Isabel und eine für Andy. Eine ruhige Zeit begann. Isabel spielte an ihrer Flasche und beachtete die zweite nicht.

Die leere Flasche hatte übrigens noch ein Feature, dass die echte Flasche nicht hatte. Man kann damit pusten. Ein frischer Wind ins Gesicht zaubert sofort ein Lächeln auf ihre Lippen. Doch auch Isabel merkte: Irgendwas stimmt hier nicht. Immer wieder schaute sie nach der vollen Flasche. Also begann ich, die leere Flasche ihr auch regelmäßig aus den Händen zu nehmen und so zu tun, als ob ich mir was auf die Finger gieße. Das beruhigte sie dann wieder.

Mittlerweile nehme ich etwas Öl und schmiere damit regelmäßig den Deckel der leeren Flasche ein, damit der auch schön nach Mandel-Öl riecht.

Allerdings bin ich jetzt ein bisschen ratlos, was ich tun werde, wenn die aktuellen Tricks auch nicht mehr helfen….

P.S. Wir haben auch noch einen Sonnenmilch-Flasche zur Ablenkung

 

Das geht nicht..

Nachdem Isabel ja die Chipkarte für den Pay-TV mehrfach entwendet hatte, probierte sie es nun andersrum. Mit der alten ACE Mitgliedskarte wanderte sie zum Fernseher und versuchte sie in den Schlitz des Decoders zu stecken.

Da Papa leider alle weiteren Versuche inkl dem Raussziehen der Original Pay-TV Karte unterband, konnte leider nicht geklärt werden, ob die ACE-Karte nicht mehr Kanäle freigeschaltet hätte.  Papa ist halt nicht offen für solche Experimente.

Thousand ways to say“da“

Isabel beginnt zu reden. Im Augenblick ist es eigentlich nur ein Laut: „da“. Aber der wird für alles verwendet. „Da, das will ich haben“. Oder „Da, das will ich Dir geben“. Wenn sie plötzlich in den Himmel starrt und „da“ sagt, hat sie wahrscheinlich am Horizont ein Flugzeug gesehen. Auf die achtet sie nämlich mittlerweile ganz gerne. Sobald sie ein Flugzeug hört, schaut sie nach oben und sucht es.

Das „da“ wird übrigens auch gerne in vielfältigen Formen mehrfach hintereinander verwendet. Von „Daaada“ über „dadadadadada“ oder einfach nur „DA“. Jedes „da“ hat seinen eigenen Sound, seine eigene Variation seine eigene Bedeutung. Nur uns ist die Bedeutung leider nicht bekannt. die kennt nur Isabel und setzt sie entsprechend ein. Wir müssen dann raten ob ein kurzes „da“ nur etwas zeigen will, etwas haben will und vor allem was in aller Welt.

Überhaupt ist die eigene Stimme für Isabel eine tolle Entdeckung mit so vielen Lauten kann man auch herrlich Krach machen. Die obere Grenze der Lautstärke wird gerne ausprobiert.

Natürlich kommen auch mal andere Laute wie „mamamamam“. Das steht jetzt wirklich für Mama. Allerdings ist es ein fließender Übergang zwischen Lauten und echter Bedeutung. Wir werden wohl nie notieren können: Heute hat sie zum ersten Mal „Mama“ gesagt. Gemeint hat sie es schon oft und es klang auch danach.

Aber auch Papa kommt als laut über ihre Lippen. Mal hat sie gerufen, als sie auf der Bank stand und nicht runterkam. Gestern hat sie in der Wäscherei auf meine Hemden gezeigt und meinte „Papa“. Nun, es wird langsam…

Verstehen kann sie viel besser:

  • Bring die Flasche in den Keller
  • Pack die Bällchen ins Bällchenzelt
  • Bring die Brötchen zu Mama (hat geklappt von der Garage bis in die Küche)
  • Das ist der schwarze Ball. Hol doch mal den gelben

Wo sie noch üben muss ist das Wort NEIN. Besonders wenn sie mal wieder an den Blumenkübeln steht und an dem Bewässerungssystem spielen will. Dann schaut sie uns an, wartet auf das NEIN und legt los.

So langsam müssen wir aufpassen, was wir sagen und was wir tun. Es ist toll, Mama und Papa alles nachzumachen. Monatelang war Zähne putzen abends nur mit Widerwillen möglich. Aber seit Isabel morgens neben Conny auf einem Schemel am Waschbecken steht und ihre eigene Zahnbürste hat, ist Zähneputzen cool. Und so geht das bei vielen Dingen. Heute hat sie sich den Klettverschluss am Puppenwagen ausgesucht. Nachdem ich ihn geöffent habe, macht sie es die ganze Zeit nach. Sie versucht auch fleissig die weißen Flächen aufeinander zu bekommen, nur die Motorik macht noch einen Strich durch die Rechnung.

Es gibt soviel zu entdecken. So langsam wird ihr die Wohnung schon zu klein. Sie nutzt jede Gelegenheit rauszukommen. Ohne zu Zögern geht sie mit Angela, einer Nachbarin, an der Hand in den Flur und lässt uns zuhause zurück.

Update: Seit kurzem unterscheidet Isabel zwischen „Dada“ = Guck mal und „dida“ =Dies da will ich haben.

Abendstimmung


Wo kann man die Abendstimmung besser geniessen als auf dem eigenen kleinen Balkon?

Isabel liebt diesen kleinen Balkon bei uns im Schlafzimmer. Hier hat sie einen tollen Ausblick auf die Spielstrasse vor unserem Haus. Man kann Leuten zuschauen, nach Hunden gucken und das Leben geniessen. Der einzige Nachteil? Weil die Gitterstäbe zu weit sind um komplett bedenklos zu sein, sitzt Andy immer hinter ihr und passt auf.

Footballhelm zu klein

Ein Jahr ist vergangen. Eine Ewigkeit für mich. Das längste Jahr in meinem Leben.

Besonders dann, wenn ich mir diese Bilder anschaue. Vor knapp einem Jahr habe ich den kleinen Football-Helm aus dem Schrank an Isabels Kopf gehalten. Der hätte mit Sicherheit gepasst, wenn wir versucht hätten, ihn aufzuziehen. Haben wir natürlich nicht probiert, sondern nur ran gehalten.

Heute habe ich Isabel den Helm zum Spielen gegeben und sie hält ihn auf ihren Kopf. Nie und nimmer hat der mal gepasst. Unsere Kleine ist in dem Jahr nicht gewachsen. Ich schöre. Sie ist immer noch klein und zierlich, nur kann sie jetzt laufen. Letztes Jahr hatten alle Ein-Jährigen Pranken und Riesenfüsse wie Hobbits, dieses Jahr ist das ganz anders. Alles immer noch ganz kleine zierliche Personen.

Es ist schon überraschend, wie sehr Isabel sich verändert hat und gewachsen ist. Alleine in den letzen Tagen merkt man, wie sie einige Dinge versteht und umsetzen kann, die früher nicht gingen. Einfache Sachen wie „Bring den Ball ins Bällchenzelt“ oder „Bring die Flasche in den Keller“ werden sofort umgesetzt. Sogar noch ohne Murren, aber das wird sich bald ändern.

Heute morgen habe ich nach dem Brötchen Holen vor dem Aufzug Isabel die Brötchen in die Hand gedrückt und gesagt: „Bring die Mama“. Sie lief los in den Aufzug, oben ohne Spielen um die Ecke und schnurstracks bis in die Küche zu Mama.

Im Moment schaut sie alles ab. Wir nehmen die Rampe von der Wackelmaus zum rausholen der Bälle und Schnuller unter dem Bett und Schrank. Jetzt rennt sie als Hockey_Spielerin durch die Wohnung und schiebt alle Bälle mit der Rampe.

 

Waldspielpark Schwanheim

Hier kann man es bei diesem Wetter aushalten. Isabel schaut überall, hat auch schon im Wasser gespielt und vergnügt sich königlich.

Der anschliessende Besuch beim Thai (www.kemtong-frankfurt.de, kann man nur empfehlen) war wie immer sehr lecker. Allerdings bin ich noch nie soviel durch den Laden gelaufen wie diesmal. Isabel nahm alles unter die Lupe. Die Figuren, die Buddahs, die Theke nebst Barhocker, die  Pflanzen, den Fahrradständer, ALLES bis auf die Küche. Und meist mir Conny oder mir an der Hand. Viel Ruhe hatten wir nicht, nicht einmal Essen ging gemeinsam. Aber trotz  allem hat es einfach Spass gemacht, mit ihr die Welt zu entdecken.

Geschrieben aus Frankfurt, Hessen, Germany.

Baden macht auch ohne Wasser Spass

Baden und Duschen gehört für Isabel zu den größten Vergnügen. Sie lebt sichtbar auf und wird ganz aufgeregt. Wenn das Wasser einläuft, läuft sie voir der Wanne hin und her. Plappert, zeigt, holt Spielzeug. Man sollte die Windel nicht zu früh ausziehen, sonst hat man die Nässe auch vor der Badwanne.

In der Badewanne wird dann geplanscht und gespielt. Stundenlang. Mittlerweile hat sie auch ein Pumpe, damnit das Wasser sttändig läuft. Da kann man verschiedene Becher runterhalten und spielen. Aber auch das restliche Spielzeug bis hin zu den Gummienten findet Beachtung. Aber trotz allem Spass bleibt ihr das Wasser Suspekt. Nachdem sie mir in frühen Tagen einmal unter Wasser gerutscht war, hat sie eine panische Angst vorm Untertauchen. Das merken wir auch im Schwimmbad immer wieder. Das kann sie aber nicht vom Wasser abhalten.

Duschen ist übrigens genauso toll. Seit sie dabei alleine stehen kann ja sowieso. In die Duschkabine läuft sie auch so. Gerade gestern haben wir Duschen gespielt mit Einseifen, Abduschen und Abtrocken. Das hat sogar ohne Wasser Spaß gemacht.

Sogar Zuschauen beim Duschen macht Spass. Wenn ich vom Fussball komme und daheim dusche, steht Isabel immer vor der Tür und schaut zu. Sie lacht und freut sich, als ob sie selber unter der Dusche steht. Und mittlerweile darf sie mir immer das große Handtuch bringen. Mit großen Augen und grinsend hält sie das Badetuch mit beiden Händen hin. Und als ich beim nächsten Mal dann sie mit dem Handtuch aus der Dusche aus der Dusche geholt hat, hat sie gelacht.

 

Nachtrag: Nettomarkt

Nach langer Bauzeit hat er dann doch geöffnet: Der Netto-Markt am Vitrolles-Ring. Anwohner, Naturschutz und gesunder Menschenverstand haben wie so oft nicht gesiegt. Wir haben einen weiteren Markt, genauso weit weg wie alle bisherigen mit dem gleichen Angebot wie alle bisherigen. Nur die Anwohner, die den Markt nicht wollten, haben es jetzt dichter.

Zwischendurch ruhte der Bau für lange Zeit. Die Befürchtung der Kritiker trat ein. Kaum stand das Fundament des neuen Marktes, war die Bestandsgarantie für die bestehenden Netto-Märkte keinen Pfifferling mehr wert. Die Gerüchte über die Schliessung des Netto-Marktes in Walldorf machten die RUnde. Die Stadt fühlte sich über den Tisch gezogen und schrie auf. Als ob das eine Überraschung egwesen wäre. Der neue Markt führt ja eh nur zu einem Verdrängungswettbewerb. Neuen Umsatz und neue Arbeitsplätze schafft man dadurch auf Dauer nicht.

Nun steht auch die Lärmschutzwand und der Markt wurde eröffnet. Statt grüne Wiese blickten wir am letzten Wochenende nur auf einen neuen Markt und einen recht leeren Parkplatz.Dort, wo früher ein Wegweiser für das Naturschutzprojekt Regionalpark stand, blick man nun auf einen Holzzaun. Den Wegweiser haben sie schon weg genommen, denn Regionalpark und Discounter passen nun wirklich nicht zusammen. Die Natur bleibt auf der Strecke.

Ich werde den Markt boykotieren, Conny konnte der Versuchung nicht widerstehen und schaute zumindest schon einmal rein.

Nettomarkt

Geschrieben aus .

Die Wunderschüssel

Schon seit Monaten verwenden wir im Schlafzimmer immer die gleiche Schüssel mit Kleinkram um Isabel zu beschäftigen. Genau genommen beschäftigt sie sich mit dem Inhalt diese Schüssel immer wieder selber.  Im Laufe der Entwicklung hat sich der Umgang mit dem einen oder anderen Gegenstand enorm geändert. Aber immer wieder sind sie interessant und sorgen für lange Phasen konzentrierten Spielens.

Einige Gegenstände sind rausgeflogen, nachdem Isabel began, Gegenstände in den Mund zu nehmen. So konnten wir die angelutschten Hustenbonbons nicht weiter verantworten.

 

In die Bambus-Schüssel gehörten

  • Ein Schweißband
  • Zwei Armbänder
  • Taschentücher
  • Der Löwe
  • Brillenputztücher
  • Hustenbonbons
  • Ein Einkausswagenchip
  • Kleingeld inkl DDR 5 Pfennig-Stück
  • Holzstück gegen Motten
  • Knopf
  • Metallhülse für Gürtelende
  • Die Lampe von der Nokia Night of the Proms
  • Ein Stein
  • Das Brillenetuie

Mittlerweile kann sie das Licht selber bedienen, kann sich die Armreifen um die kleinen Handgelenke machen (oder Papas Fusszehen). Aber zum Glück läuft sie nun auch mal alleine durch das Schlafzimmer, wo es ja noch mehr zu Entdecken gibt. Ob das nun die Schublade mit Connys BHs oder das Fenster zur Strasse ist. Manchmal kommt sie auch ins Bett zum Kuscheln….

 

Das erste Mal ein eigenes Menü

Nachtrag vom 24. Juni:
Heute haben wir eine Fahrradtour über Mörfelden zum Egelsbacher Flughafen geplant. Doch das nicht ganz so tolle Wetter und die fehlende Ausdauer unserer Tochter ließ uns die Strecke nach einer langen Pause an einer Kreuzung im Wald abkürzen. Wir fuhren nicht über die Autobahn, sonder direkt zum Naturfreundehaus. Das kann übrigens nur empfehlen, besonders die Schnitzel sind lecker und variationsreich.

www.landgasthof-naturfreundehaus.de

Hier bekam Izzie bekam zum ersten Mal eine eigene Bestellung im Restaurant. Einmal Spätzle mit Soße, die sie auch gerne verdrückte. Auch wir wurden satt. Leider war es etwas kalt, so daß der Spaß sich im Rahmen hielt. Und noch dazu fing es an zu Regnen auf dem Rückweg.

Aber dank des Wind und Regenschutzes blieb Isabel auf dem Fahrrad trocken. Mir half er auch etwas, aber ich hatte trotzdem nicht den Spass wie Isabel. Sie jauchzte und freute sich über die Tropfen auf dem Windschutz. Zumindest eine Zeitlang, aber zum Glück war der Heimweg ja nicht so lang..

 

 

Geschrieben aus Frankfurt, Hessen, Germany.

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