Monat: Dezember 2016

 

Sylvester

Gestern an der Fleischtheke:
„Ich hätte gerne Fleisch für Chilli con carne “
„Da hätte ich hier Hackfleisch“
„Neeeeiiiinnnnn“
„Aber für Chilli nimmt man doch Hackfleisch?“
„Nein! Nicht für richtiges Chilli“

Das Chilli hat nun drei bis vier Stunden geköchelt und ist fertig für heute Abend. Einmal scharf und einmal für Frauen 😉

Der Weihnachtsmann war da

Während ich den Baum fertig schmückte, waren Conny, die Großeltern und die Kinder im Kindergottesdienst.

Als sie losliefen, klingelte Conny durch. Ich zog das Weihnachtskostüm mit Bart an und stellte mich ins Fenster. Während ich am Baum die Kerzen anmachte, entdeckte ich zufällig die Kinder auf dem Gehweg und winkte Ihnen zu. Sie standen da und staunten mit offenen Mund. Der Weihnachtsmann in ihrer Wohnung.

Als sie losliefen musste ich mich beeilen. Weihnachtsmannanzug ausziehen und verstecken, an die Tür rennen und ganz aufgeregt rufen: „Ihr glaubt gar nicht wer eben da war!“

Die kurze Enttäuschung, dass der Weihnachtsmann schon weg war, wurde von den Geschenken kompensiert. Und das Erlebnis mit dem Weihnachtsmann hat sich fest in ih Gehirn gebrannt.

Die kleinen Dinge

Opa's HeidelbeerlikörEs sind die kleinen Dinge im Alltag, die immer wieder diese Gräben aufreissen.

Fast ein Jahr ist es her, dass mein Papa gestorben ist. An manchen Tagen hat man sich fast damit abgefunden. Aber dann kommen diese kleinen Dinge wie die Flasche Likör aus der Kammer, die jenes Gefühl der Hilflosigkeit zurückbringen. Die Trauer um einen Menschen, dieser Gedanke an „Was hätten wir noch machen können“. Und diese kleinen Momente sind überall: Ob das Foto auf dem Schreibtisch, en Musikstück, ein Bild oder das aktuelle Ergebnis von der Hertha. Man kann ihnen nicht wirklich entkommen. Man muss lernen damit zu leben. Das kann mir keiner abnehmen und das kann ich auch meiner Mutter nicht abnehmen.

Nachtrag

Ich habe heute in meiner Jackentasche eine Eintrittskarte zu einem Football-Spiel 2015 gefunden. Das war ein Geburtstagsgeschenk für meinen Papa und das letzte Spiel das er gesehen hat. Manchmal sind es die kleinen Dinge die große Narben wieder aufreißen.

Chart-Show 2016

Am Freitag lief die Chart Show 2016.

Ich kannte viele Lieder nicht. Den Nummer 1 Hit vom Jahresanfang überhaupt nicht. 2016 war halt ein schweres Jahr. Ich bin zwar älter geworden und mir fehlt die Zeit zum informieren, aber das ist nicht alleine die Ursache.

Die Songs sind entweder von einem DJ oder den deutschsprachigen Einheitsbrei. Ich kann nicht zwischen Mark Forster, Johannes Oerding, Max Giesinger oder Andreas Bourani unterscheiden. Auch wenn im Mix etwas Handgemachtes, etwas Härteres fehlt, so sind die DJ -Dinger wirklich gut. Auch von den deutschen DJs wie Felix Jaehn oder Robin Schulz. Gefällt!

Winterzeit

Winterzeit ist die „Dreckige Auto“-Zeit.

Richtig….., oder doch nicht

DO MORE OF WHAT MAKES YOU HAPPY

Klingt erstmal toll. Den Spruch gibt es als Logo für die Wand. Ich wollte ihn mir fast zu eigen machen.

Aber er gilt nicht für alle. Wir haben so viele Bekloppte auf der Welt. Ohne die Einschränkung „ohne böse Nebenwirkungen für Deine Umwelt“. kann das nach hinten losgehen. Der nächst Attentäter, ob rechts oder links, Christ oder Moslem, oder was auch immer könnte mit dem Spruch jeden Mist rechtfertigen. Und das ist nicht okay.

15:3 Punktsieg

Als wir frisch in Walldorf wohnten, habe ich über die Bäcker-Situation ausführlich geschrieben.

Seit dem hat sich einiges getan, aber wenig verändert. Statt der Wiener Deinbäckerei gibt es den Bäcker Schäfer im Alpenring, statt dem türkischen Bäcker gibt es einen türkischen Bäcker im Bahnhof. Der Bäcker Jourdan hat sich mit seinem Großimperieum übernommen, geschlossen und einige Filialen wieder neu eröffnet.

Ausserdem haben wir gelernt, dass der Kiosk Eder auch tolle Brötchen vom letzten echten Bäcker aus Mörfelden verkauft.

Aber eines ist geblieben: Die Entfernung zum Bäcker. Die ist nicht dichter geworden.

Also eigentlich Zeit für einen neuen Bäcker, de dichter dran ist? Nun, einen neuen Bäcker haben wir bekommen. AUs einem Blumenladen und einem Sonnenstudio wurde eine riesige Filiale des Bäcker Eifler. Aber ausgerechnet direkt gegenüber vom Bäcker Ernst und in der Nähe des Bahnhofsbäckers. Was soll das? Als ob wir keine anderen Geschäfte bräuchten und am besten alle Bäcke auf einer Stelle sitzen sollten.

Den Bäcker Eifler kennen wir aus Frankfurt. Nicht schlecht, aber auch nichts aussergewöhnliches.

Die letzten Male habe ich mal drauf geachtet. Während beim Bäcker Ernst die Schlange weiterhin weit bis auf die Strasse steht, sind beim Eifler nur wenige Leute.

Das Ergebnis heute:

15:3 Kunden in der Schlange

Das gefällt mir. Wenn Kunden die Treue halten und nicht gleich zu jedem neuen im Markt abspringen. Ich werde weiterhin zwischen Bäcker Ernst und dem Bahnhofsbäcker wechseln, besonders dann, wen die Schlange zu lang ist. Tut mir leid für den Eifler, aber so macht das einfach keinen Sinn.

 

Geschrieben aus .

Vor den Toren der Stadt

Ich bin zwar nur zugereist und lebe eigentlich vor der Stadtgrenze aber ich mag dieses Frankfurt. https://www.facebook.com/BuzzFeedDeutschland/videos/1337953082922764/
 

Geschrieben aus .

Der Nikolaus war da…

Wir hatten einen wunderbaren Nikolaus-Abend im Kreise der Familie. Danke.img_6261

Weitere Variationen

Auf der Langspielplatte Städte sehen aus wie schlafende Hunde“ von Heinz Rudolph Kunze (die übrigens das beste Album mit Musik und politisches Kabarett ist) bleibt mir ein Stück immer sehr gut in Erinnerung:

Variationen über einen Satz des Bundesinnenministers aus dem Monat Juli des Jahres 1983

Mutloses Abwinken
ist Mut
Tatenloses Zusehen
ist Tat
Rechtloser Zustand
ist Recht
Hoffnungslose Anpassung
ist Hoffnung
Rettungslose Verzweiflung
ist Rettung
Skrupelloser Zynismus
ist Skrupel
Schonungslose Ausrottung
ist Schonung
Erbarmungsloses Dreinschlagen
ist Erbarmen
Gnadenlose Zukunftsvernichtung
ist Gnade
So hätten sie’s gern
gewaltloser Widerstand
ist Gewalt
widerstandslose Gewalt aber
Ist nur Widerstand
gegen die Gewalt der Gewaltlosen

Und ein ärmelloses Hemd
ist ein Norwegerpullover
Und George Orwell
ist Walt Disney

Grundlage des Stückes ist der Satz:

Gewaltloser Widerstand ist Gewalt.

von dem damaligen Bundes-Innenminister Friedrich Zimmermann(CSU). Herr Zimmermann war übrigens vorher NSDAP-Mitglied und wurde 1960 wegen Meineids verurteilt, aber 1961 wegen verminderter geistige Leistungsfähigkeit aufgrund einer Unterzuckerung rehabilitiert. Mit einer solchen Geschichte kann auch Herr de Maizière nicht mithalten, obwohl es auch bei ihm Variationen über seine Sätze gibt.

Nein, nicht der Klassiker aus dem letzten Jahr:

Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.

ist gemeint. Der wurde ja nicht variiert, sondern einfach nur bei jeder Gelegenheit verwendet.

Ich meine das hier:
http://www.aerar.de/2010/09/variationen-uber-einen-satz-des-bundesinnenministers/

 

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